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Erfahrungsberichte Archiv

Verena in Georgia

Genau vier Jahre ist es bereits her, als für mich das Abenteuer AuPair begann. Mich verschlug es nach mehreren Familienvorschlägen schließlich im September 2004 in einen Vorort von Atlanta, Georgia. Ehrlich gesagt wusste ich zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenig über Georgia, geschweige denn über Atlanta. Nach einer ausführlichen Internetrecherche befiel mich die Freude und Neugier auf meinen neuen Wohnort. Aber eigentlich war es mir egal, wohin ich kam. Ich entschied mich für Georgia, da ich von Anfang an bei meiner Gastfamilie ein gutes Gefühl hatte und das war für mich das wichtigste Kriterium.

AnkerMeine Gasteltern und mein damals 2-jähriges Gastkind behandelten mich von Anfang an wie ein neues Familienmitglied, ich habe schnell Freunde gefunden und auch die Amerikaner, die ich kennen lernte, nahmen mich mit offenen Armen in ihrer Gesellschaft auf. Nicht nur das Essen zeigte sich von seiner typischen Südstaaten-Seite, sondern auch die Menschen mit ihrem „Southern Accent“, ihrer Herzlichkeit und Gastfreundschaft begeisterten mich sehr. Im Nachhinein kann ich behaupten, dass ich sehr froh bin, nicht im allseits beliebten Kalifornien, Florida oder New York mein Au pair-Jahr verbracht zu haben. Es war schön für mich dort Urlaub zu machen, doch der Süden mit seinem unvergleichbaren Charme wurde für mich zu einer zweiten Heimat.

Das Auslandsjahr hat mich auch menschlich sehr verändert. Ich wuchs an meinen Aufgaben und lernte, Probleme anzupacken und zu lösen, ob bei der Arbeit, mit der Familie oder mit Freunden. Auch wenn mein Gastkind mich oftmals auf die Palme brachte, wirkte sich mein Au pair-Jahr positiv auf meine Geduld und Gelassenheit aus, denn irgendwie ticken die Uhren doch langsamer im Süden. Jedoch war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen. Es gab immer mal wieder Kleinigkeiten, die mich an meinen Gasteltern störte oder nervte. Es gab Tage, an denen mein Gastkind gar nicht hören wollte und mehr einem Tyrann als einem Kind glich. Und es gab auch Tage, an dem der oftmals strahlende Sonnenschein sich in einen ewig andauernden Platzregen verwandelte. Im Gegensatz dazu gab es aber auch die überwiegend schönen Momente und Erlebnisse: Meine Gastfamilie nahm mich mit an ihr Lakehouse, wir feierten gemeinsame Feste wie Weihnachten, Thanksgiving oder Geburtstage und wir konnten uns beim täglichen gemeinsamen Dinner austauschen. Auch in der Erziehung meines Gastkindes unterstützten sie mich sehr und wir bildeten ein super Team. Außerdem genossen beide Parteien ihre Zeit für sich: meine Gasteltern mit ihrer Tochter und ich mit meinen Freunden an Abenden, Wochenenden oder während meines Urlaubs.

Ich kann mit Glück sagen, dass ich nie Heimweh hatte, ich jeden Tag in den Staaten liebte und eigentlich lieber in den USA geblieben wäre statt wieder ins kalte Deutschland zurück zu kehren. Dennoch war der Traum irgendwann zu Ende geträumt und die Realität holte mich ein. Mein Freund in Deutschland wartete auf mich und das Studium ebenso. Es war eine tolle Erfahrung mit sehr vielen Hochs und nur wenigen Tiefs, die mich sehr prägte und mich gerne an meine Au pair-Zeit zurück denken lässt.
 

Stimmen zum Inauguration Day

Stimmen zum Inauguration Day

Am 20. Januar 2009 wird Barack Obama als 44. Präsident in sein Amt vereidigt. Hier ein paar E-Mails von unseren Au pairs, in denen sie beschreiben, wie sie die Stimmung in den USA vor Obamas Amtsantritt erleben.

Hallo aus Illinois von Franziska!


Meine Familie und ich leben 30 Meilen von Chicago entfernt. Dem Ort an dem Obama seine bewegende Rede gehalten hat, als er zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden ist. Ich selbst konnte leider nicht live mit dabei sein, aber dennoch habe ich die Wahlen am TV verfolgt und mit gefiebert als Obama sich gegen McCain durchgesetzt hat. Als das Ergebnis dann endlich bekannt wurde, fielen sich die Menschen in die Arme und weinten vor Glück.

Viele Menschen hier in Illinois denken, dass es nur positiv für den Staat sein kann, dass der zukünftige Präsident aus ihrem Staat kommt und erhoffen sich natürlich diverse Vorteile. Andererseits gibt es in den USA auch viele Menschen die einen Afroamerikaner nicht gerne als Präsident sehen möchten (weiße Mutter hin oder her) und somit bangen viele der Obama-Anhänger um das Leben des zukünftigen Präsidenten.

Die meisten Menschen erhoffen sich von dem neuen Präsidenten, dass er die Probleme Amerikas löst und Amerika wieder wirtschaftlich auf Platz 1 bringt.
Die Menschen hier warten gespannt auf den 20. Januar und fiebern dem Tag entgegen an dem Barack Obama der 44. Präsident der Vereinigten Staaten wird!

Ich selbst finde es super, in dem Staat zu leben, dessen Senator Obama vor seiner Wahl zum Päsidenten war.

Liebe Grüße,
Franziska


Sarah aus aus New Jersey

Hier meine Eindrücke von dem Riesenereignis!!

Meine Gasteltern arbeiten beide bei NBC, daher sitze ich sozusagen direkt an der Quelle. Ich habe seitdem ich hier bin, 21.8.2008, sehr viel von dem Trubel mitbekommen, nicht nur, weil meine Gastelter viel arbeiten mussten. Die vielen live Berichte, die Wahlen und News haben uns wirklich eine stressige Zeit bereitet.

Da meine Gasteltern sehr gut informiert sind, haben viele Freunde und Bekannte das Gespräch über die ganze Situation mit ihnen gesucht. Dadurch konnte ich mal hören wie die Amerikaner über alles denken. Ist schon was anderes als was immer im TV gezeigt wird. Ich wurde auch oft in die Gespräche miteinbezogen, denn sie wollten wissen was denn die Mehrheit in Europa über George Bush und die beiden neuen Kandidaten denkt.

Der Tag der Wahlen war super aufregend!!! Man hat wirklich gemerkt, dass es sehr wichtig ist für die Menschen zu den Wahlen zu gehen, denn z.B. bei Starbucks hat man einen Kaffee umsonst bekommen, wenn man gewählt hat...ich finde das beeindruckend. Den ganzen Tag und die ganze Nacht waren meine Gasteltern arbeiten...ich habe die Ergebnisse mit Spannung im Fernsehen verfolgt. Als ich dann am nächsten Morgen aufgestanden bin, habe ich als aller erstes den Fernseher eingeschaltet und gesehen, dass Barack Obama gewählt wurde. Der Junge in meiner Gastfamilie und ich haben einen Freudentanz im Wohnzimmer gemacht!!! Ich muss dazu sagen, dass er wirklich viel über die Wahlen und politische Dinge weiß...er ist 3!!! Aber da seine Eltern beim TV arbeiten, ist das für sie sehr wichtig und ich finde das super!!! Den ganzen Tag hat man Berichte gesehen, selbst auf MTV haben viele Stars ihrer Freude freien Lauf gelassen...Ich finde es toll, dass die Wahlen hier so gefeiert werden und, dass es auch sehr jugendlich gestaltet wird.

Also es war und ist für mich eine super Erfahrung und ich bin stolz, dass ich zu dieser wichtigen Zeit hier sein durfte!!!

Ganz liebe Grüße...Sarah

 


Eindrücke aus Pennsylvania von Hanna

Nach der entscheidenden Wahl, hat sich meiner Meinung nach so einiges verändert. Zunächst ist zu sagen, dass meine Gastfamilie nicht für Barack Obama gestimmt hat, wie die meisten Menschen hier außenhalb der großen Städte. Von vielen habe ich gehört, es wäre eigentlich egal wer gewinnt, wichtig ist nur, dass Bush weg ist. Und genau diese Aussage scheint zuzutreffen.

Jeden Tag sehe ich mehr Autos mit Obama stickern, immer öfter auch vollgemalte Autos mit den Slogan : "I love Obama!" oder "Obama for America!" Vor allem unter der afroamerikanischen Bevölkerung ist Obama eher ein Star als ein Politiker. Außerdem ist Obama täglich in der Werbung zu sehn und zusätzlich schmückt er abgesehen von den Tages- und Wochenzeitungen auch zahlreiche Mode- und Promimagazine. Manchmal glaube ich, dass die Amerikaner zu viel von ihm erwarten.

Der 20. Januar wir auf jedenfall von vielen als eine Art neuer Feiertag der Vereinigten Staaten von Amerika prognostiziert und ich bin sehr gespannt auf diesen Tag.

Liebe Grüße
Hanna

 

Laura aus Kalifornien

Meiner Meinung nach war die Euphorie und das Interesse vor den Wahlen um einiges größer als jetzt so kurz vor dem Amtsantritt. Vor den Wahlen konnte man keinen Fernsehsender anschalten ohne etwas davon mitzubekommen, wohingegen ich bisher noch nicht mal wusste wann genau Inauguration Day ist.

Ich denke, dass jetzt einfach die Spannung weg ist, da ja schon feststeht wer Präsident wird, wann der genau sein Amt antritt scheint nicht so wichtig zu sein. Hauptsache er tut es überhaupt ...

Liebe Grüße,
Laura

 

Jasmin aus Columbus, Ohio

Also ich fand die Stimmung in den USA vor und auch kurz nach der Wahl mitreißend. Da wir Deutschen mit unserer politischen Meinung ja immer sehr diskret umgehen, hat es mich doch sehr überrascht, wie offen die Menschen hier sowohl auf Familienfeiern, in Restaurant als auch auf offener Straße darüber diskutiert haben, wer denn das Land wohl aus seiner Misere holen könnte. Die Finanzkrise, der nun von vielen Amerikanern abgelehnte Irakkrieg, die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich - es gab viele Themen, die die Amerikaner während der Wahl beschäftigten. "Doch welcher der Kandidaten könnte das vollbringen?" haben sich auch eingefleischte Wähler der Republikaner bzw der Demokraten gedacht und die Karten wurden neu gemischt. Ist McCain zu alt? Können wir im Falle des Falles Palin vertrauen? Hat Obama zu wenig Erfahrung? Wie lange wird der Irakkrieg noch dauern, wenn der Kriegsveteran McCain an die Macht kommt? Und vor allem: Ist das Land wirklich schon bereit für einen schwarzen Präsidenten? Ich bin durch viele Gegenden in Columbus/Ohio gefahren. Ich wollte wissen, wie meine Stadt das sieht und erwartete eigentlich, dass zumindest die einzelnen Suburbs eine einigermaßen gleiche Meinung vertreten. Doch je weiter ich fuhr, desto mehr wurde mir klar: das wird ein Kopf an Kopf Rennen! Das erste Haus hatte Schilder im Vorgarten, welche in großen Buchstaben "McCain" zeigten, das zweite hatte blaue Schilder für Obama und immer so weiter. Und gerade deswegen, wurde auch ich als Nicht-Amerikanerin immer aufgeregter, je näher der Tag der Entscheidung kam. Ich persönlich war nach 8 Jahren schlechter Nachrichten aus den USA unter der Leitung von Präsident Bush, welche auch oft genug Deutschland beeinflusst haben, gespannt, ob es mein heimlicher Favorit Obama ins Weiße Haus schaffen würde.

Und dann war es soweit. Im Fernsehen ging es zu,wie bei der Oskar-Verleihung:

Im Vorfeld Prognosen, wer das Rennen in welchem Staaten machen könnte. Die Hauptzeremonie war die Wahl an sich und im Anschluss äußerten sich dann dutzende Pop-/TV- und Filmstars was sie sich denn nun vom neuen Präsidenten - welcher endlich auch ein Gesicht hatte - erwarteten.
Die Verleihung habe ich auf der Couch bei einem Freund mit dessen Freunden verfolgt. Allesamt Afroamerikaner. Ich war somit im Sinne der politischen Haltung also in bester Gesellschaft.

Kurz vor Beginn war die Spannung kaum mehr auszuhalten. Man spürte die Hoffnung auf ein besseres Amerika förmlich in der Luft: "Yes we can" war der meistgesagteste Satz am gesammten Abend und ich habe noch nie so viele Menschen schweigend eine Fernsehübertragung sehen sehen. Staat für Staat wurden die Delegierten auf das jeweilige Konto des jeweiligen Präsidentschaftskandidaten gezählt. Ohio - ein Staat mit vielen Delegierten und normalerweise in fester Republikanischer Hand - entschied sich am Ende für Obama...

Und dann war der Knoten geplatzt! Nach Zittern und Bangen und ohne Ende Fingernägelkauen, war es raus: Obama ist der 44. Präsident der USA. Die Stimmung die dann folgte, ist gar nicht zu beschreiben. Weinend saßen manche da, andere kniffen sich gegeseitig, um ihnen bewusst zu machen, dass einer "von ihnen" nun Präsident ist und wieder andere schrien und tanzten vor Freude.

Und ich dazwischen: die Deutsche, der USA-Gast zur richtigen Zeit am richtigen Ort - die Ausländerin, die nun sagen kann: "Ich war dabei als Geschichte geschrieben wurde!"

Viele liebe Grüße
Jasmin

 

Eindrücke aus Long Island von Vanessa

Hallo ihr Lieben,

also ich bin gerade erst etwas über 4 Wochen hier, aber ich kann schon ein wenig dazu sagen... Ich lebe auf Long island, NY... ein Staat der für Obama gestimmt hat. Hier sieht man immer noch sehr viele Obama Plakate, Aufkleber auf den Autos und ganz besonders interessant T-shirts mit seinem Foto, wo dann auch teilweise der Slogan "Yes, we can" oder "Change" draufsteht mit dem Datum des 20. Januars 2009 ... sehr cool !!
Im TV wird natürlich pausenlos über alles berichtet was er macht, wo er ist usw. Selbst an Weihnachten wurde genaustens beobachtet, wo er feiert, was es zu Weihnachten von Santa gab usw, er wird schon behandelt wie ein Popstar !!

Das Kind, auf das ich aufpasse ist drei Jahre alt und besucht die preschool, selbst sie hat schon was über Obama gelernt und weiß, dass es am 20. Januar den Wechsel gibt, auch wenn sie noch nicht wirklich weiß was das heißt, aber ihr wurde erzählt, dass es gut ist !!

Außerdem hab ich mit meiner Gastfamilie darüber gesprochen, ich wurde gefragt, welche Auswirkungen das auf Deutschland hat, wie die Deutschen darüber denken und wieviel von dem ganzen Wahlkampf bei uns angekommen ist.

Sie haben auch gesagt, dass das Jahr 2009 sehr schlecht wird und Obama eine sehr schwere Zeit bevorsteht und sie befürchten fast, dass viele deswegen früh aufgeben an eine Veränderung zu denken... also meine Gastfamilie ist da sehr realistisch !!

Interessant ist auch, dass die anderen Au pairs ( teilweise aus Europa, teilweise aus Südamerika ) alle genauso positiv über Obama denken und sich freuen. Wir werden uns auch alle zusammen am 20. Januar das Spektakel angucken und freuen uns schon drauf !!

Soweit meine Eindrücke...

Liebe Grüße aus Long Island ins kalte Deutschland !!
Vanessa


Grüße aus Boston

Ich bin Au pair in Boston, seit 14. Juli 2008 (komme aus Karlsruhe, Baden-Württemberg. Ich finde die Stimmung sehr beeindruckend hier. Man merkt die Stimmungswandlung. Man hat das Gefühl, dass die meisten Amerikaner zuversichtlich sind, mit Barack Obama eine Veränderung schaffen zu
können. Man kann die neue Hoffnung und den Mut spüren. Man sieht viele Amerikaner mit Obamamützen etc. durch die Straßen laufen. Es ist echt ein tolles feeling mitten dabei zu sein.

Liebe Grüße aus Boston
Sarah

 

Sarah und Thanksgiving in Baltimore

Hallo! Ich bin Sarah und AuPair in Baltimore, Maryland. Ich lebe zusammen mit meiner allein erziehenden Gastmutter, 2 verrückten Hunden und kümmere mich um ihren 8 jährigen autistischen Sohn. Unser Thanksgiving-Trip ging nach Connecticut zu ihrer Verwandtschaft. Wir sind schon Dienstag vor dem Feiertag losgefahren. Ich war ganz schön aufgeregt und gespannt auf diese amerikanische Tradition. Wir haben im Haus der Schwester meiner Gastmutter übernachtet und sind zum Thanksgiving-Dinner dann zu ihren Eltern gefahren. Insgesamt waren wir 9 Personen in diesen Tagen. Meine Gastmama, ihr Sohn, ihre Schwester, deren Mann und zwei Töchter, ihre Eltern und ich.

Donnerstag war es also soweit. Der Tag hat mit viel Essen angefangen und mit viel Essen aufgehört. Ward, der Schwager meiner Gastmutter hat morgens seine Pancakes zum Besten gegeben. Die sind einfach nur super. Er sagte dann „You know Sarah, this day is all about eating, isnt that great?“ Ja und so war das dann auch. Es gab nämlich außerdem noch Bagels, Lachs, Frischkäse, Tomaten, Gurken, Chocolate Chip Pancakes, Waffeln, Obst, Rührei, Cereals und und und. Alles, was man sich nur irgendwie wünschen kann. Da kann man stundenlang frühstücken und das haben wir auch gemacht. Wir haben alle ziemlich lang zusammen gegessen und sie haben mir alle Fragen gestellt zu deutschen Feiertagen und ähnlichen Traditionen. Nach dem Frühstück, welches dann doch eher zum Brunch wurde, hab ich mit den Kindern ein paar Spiele und Aufgaben gemacht und dann schon bald haben wir uns alle fertig gemacht um zu den Großeltern zu fahren. Vorher aber sind meine Gastmutter, ihre Schwager, die Kinder und ich auf einen großen Spielplatz gefahren. Es war total schön. Wir haben zusammen Basketball und Verstecken gespielt, haben geschaukelt und hatten alle eine schöne Zeit.

Das Familienleben wird in den USA generell großgeschrieben und scheint mehr Bedeutung zu haben, als in den meisten deutschen Familien, die ich kenne. Gerade um die Feiertage aber ist „Beisammensein“ noch mal bedeutsamer. Vom Spielplatz aus sind wir dann gleich zu den Großeltern gefahren und dort gab es auch schon einen „Snack“. Ich war noch gar nicht wirklich hungrig, weil wir ja grade erst so groß gefrühstückt hatten. Es gab Gemüse und Dip, Cracker, Kekse, Käse, Tortilla Chips und Brot. Wir haben dann den Nachmittag dort mit verschiedenen Sachen verbracht. Die Mädchen haben beim Kuchenbacken geholfen, die Männer haben Football geguckt, und der Rest ist zwischen Küche und Wohnzimmer hin und her gependelt. Die Atmosphäre war sehr schön entspannt, wohnlich und herzlich. Zwischendurch hab ich mit dem Kleinen ein paar Bücher gelesen und Spiele gespielt und hab ihn irgendwann gebadet.

Gegen 17 Uhr haben wir gegessen. Relativ früh zwar, aber das war in Ordnung. Wir haben uns alle zusammen an einen großen Tisch gesetzt, der sehr schön dekoriert war. Es gab extra Thanksgiving-Servietten und andere kleine Accesoires, wie Luftballons etc. Eines der Mädchen hat dann die Geschichte von Thanksgiving erzählt und der Vater meiner Gastmutter hat ein Tischgebet gesprochen. Alle haben mich nochmals willkommen geheißen und mir einen guten Appetit gewünscht. Ich war ziemlich gerührt von der Freude und Herzlichkeit, die mir entgegen gebracht wurde. Als erstes gab es dann eine Nudelsuppe. Es gab also diesen riesigen Truthahn, dazu Kartoffeln, Broccoli, Preiselbeeren, Auflauf, Brot, Bohnen. Ich hab von jedem Gericht ein Bild gemacht. Ich war nach meinem Teller so voll, ich konnte gar nichts mehr :) Nach dem Essen haben wir alle aufgeräumt und gespült. Danach hat der Vater meiner Gastmutter den Kamin angemacht und wir haben alle im Wohnzimmer gesessen und erzählt. Es war wirklich schön.

Ich hab dann noch mit einem der Mädchen die Geschichte von Thanksgiving aufgeschrieben und dann ging es auch schon wieder ins Esszimmer zum Nachtisch. Es gab gedeckten Apfelkuchen, Kürbiskuchen, Apfelstrudel, Eiscremetorte und Pudding. Dazu eine ganze Schüssel mit Obst. Nach dieser letzten Mahlzeit hab ich mich gefühlt, als müsse ich nie wieder was essen. Aber es war großartig. Einmal im Jahr darf das auch sein, oder?! :) Den Abend haben wir dann ausklingen lassen, indem wir alle zusammen „Kevin allein zu Haus“ geguckt haben. Es war witzig zu sehen, denn diesen Film hab ich als kleines Kind auch toll gefunden. Alles in allem war das wirklich ein ganz toller Tag und hoffentlich nicht mein letztes Thanksgiving.

Anna aus Minneapolis

Anna grüßt aus Minneapolis

Ich dachte, es ist mal an der Zeit euch zu schreiben, wie es mir so geht.

Ich bin total glücklich in meiner neuen Familie. Ich habe zwar jetzt mehr zu arbeiten und manchmal bin ich ziemlich busy mit kochen, bei den Hausaufgaben helfen und gleichzeitig spielen. Aber die Kinder lieben mich und ich sie. Meine Hostmom ist wie eine Freundin, wir machen DVD Abende, gehen Kaffeetrinken etc. Ich fühle mich hier wie zu Hause.

Minneapolis ist eine unglaublich schöne Stadt. Ich habe mich richtig in sie verliebt. Es gibt hier unglaublich viel, was man unternehmen kann. Das ist nicht nur eine Großstadt, sondern auch eine Stadt mit vielen Seen in Downtown und Umgebung und Parks, die toll sind zum Relaxen, Sport machen oder einfach für Playdates. Zuerst war ich nicht so begeistert, als ich hörte, dass ich hier hinziehen würde, aber seit ich hier bin, ist es meine absolute Lieblingsstadt in den USA!!

Ich gehe mindestens 3 Mal in der Woche zum Essen und am Wochenende sind wir jeden Abend unterwegs. Auch wenn man unter 18 ist, kann man hier eine Menge machen. Unsere Hauptbeschäftigung ist allerdings Shoppen. Hier gibt es einfach tausend Möglichkeiten, um sein Geld auszugeben...!

Das Wetter ist dem in Deutschland ziemlich ähnlich, nur ein bisschen extremer. Was mir hier am meisten gefällt, ist dass die Leute hier so offen und freundlich sind. Ich lerne jede Woche neue Leute kennen. Natürlich sind hier auch viele Au pairs, die meine Freunde sind, aber ich habe auch schon viele amerikanische Freunde.

Und ich reise auch viel. Mit meiner Familie mache ich eigentlich einmal im Monat Urlaub wie Wisconsin, Washington D.C., Florida, Kalifornien. Mit meinen Freunden plane ich gerade einen Trip nach Las Vegas und einen Roadtrip nach Mt. Rushmore.

Mit dem Heimweh ist es so, dass man hier so viel unternimmt, dass man gar nicht die Zeit hat darüber nachzudenken, dass seine Familie nicht da ist. Ich finde es nur einfach schade, dass sie sich nicht vorstellen können, wovon ich rede, wenn ich mit ihnen telefoniere.

Wie ihr seht, bin ich ziemlich beschäftigt und mir wird bestimmt nicht langweilig!

Liebe Grüße
Anna

 

Rabeas war in New Jersey

The best year ever

Hello, my name is Rabea and I would like to tell you about my best year I have ever had!

I was an au pair in Marlboro, New Jersey from 2006-2007! I was so excited when I saw my host dad standing in the hotel hall waiting for me with a bunch of flowers. Everyone of “my family” was so nice to me and they made everything so easy for me! I took care of three children, Julianna and Brandon (twins, 8 months) and Nicholas (3 1/2 years). I really love them so much and we had a wonderful year together. I really have a good relationship with my “real” family but I have to say that I wasn`t homesick at all, because everyday there was so much to do and New York City was only one hour away so there wasn´t any time to be homesick.

Au pair USA ErfahrungsbreichteI had so many experiences with other people, other cultures and I learned a lot about myself. If somebody asks me if I would do the au pair year again I always say without even thinking: “Yes”!!! The American people are a lot more outgoing and it is easier to get to know new people. I got so close to my host family that I already visited them once and soon I will be visiting them for a whole month and I am so excited to see them back. I really have seen a lot during the year. My host family has a second house in Florida so they invited me to join them. Then we went to Pennsylvania for a weekend trip, we did a dolphin tour in New Jersey and I did a lot together with my friends. We went to Canada, to Niagara Falls, Toronto, Philadelphia, New York, Washington, D.C. Maryland and Boston.

I have never seen and experienced as much as in this year and now I am a lot more flexible and can organize a lot more and I became more self confident. This year opened a lot more doors for me and my next aim is to go to Africa for a year. I really just can encourage everybody to become an au pair and enjoy a year with a lot of surprises!

 

Julia über die Orientation Week

Julia von der Orientation Week NEW JERSEY

July 9th – 12th 2007

Es war echt heiß…! 36° Celsius im Schatten, das sind tatsächlich mehr als 96° Fahrenheit, als wir nach einer eher unsanften Landung endlich am Flughafen Newark - New Jersey ankamen! 12 Mädels auf dem Weg in das hoffentlich schönste Jahr ihres Lebens! Au Pair in den USA! Starting with an „Orientation Week“ in New Jersey…

Wir konnten glücklicherweise vermelden, dass alle Koffer an Bord waren, als wir – bei der „Ground Transportation“ angekommen – völlig überrascht eine Mitarbeiterin von AuPairCare antrafen, die uns mit einem breiten Lächeln auf den Lippen willkommen hieß! Überrascht waren wir deshalb, weil uns doch in Deutschland noch gesagt wurde, dass wir den Weg vom Flughafen zum Hotel schon einmal als erste Herausforderung selber meistern müssten…:-)

Au pair USA Erfahrungsbreichte„Umso besser“, dachen wir uns und nahmen die Geleithilfe dankend an! In zwei Shuttle Bussen (in dem einen unser Gepäck, in dem anderen wir J) hat man uns dann zum Sheraton in New Jersey gebracht und es dauerte nicht einmal 20 Minuten… So haben wir einen ersten, wahnsinnig beeindruckenden, Blick darauf bekommen, was uns im nächsten Jahr so erwartet!

Wir waren unter den Glücklichen, deren Flieger mittags (PÜNKTLICH) in NJ gelandet ist und wir somit den ganzen Tag Zeit hatten, uns von einem möglichen Jetlack zu erholen! Nach einem kurzen Einführungsgespräch der Mitarbeiter von AuPairCare haben wir dann unsere Zimmer bezogen und uns ein wenig umgeschaut… Geschlafen, gegessen, entspannt, geshoppt – je nach Lust und Laune!

Da die Zimmer sich nach den Regionen aufteilten, in denen wir unser Jahr verbringen würden, waren die meisten von uns noch allein in ihren Zimmern, da im Laufe des Tages noch weitere Flieger ankommen sollten, die unsere Zimmergenossen aus der ganzen Welt im Gepäck hatten! Was wirklich eine sehr nette Sache ist, denn so hat man schon einmal die Möglichkeit gehabt, die drei Tage Orientation mit den Mädels (oder auch Jungs) zu verbringen, die man im Laufe des Jahres vielleicht noch öfter treffen sollte… Meine beiden Zimmergenossinnen hatten leider nicht so viel Glück mit ihrer Hinreise: Ihr erster Fliege wurde gecancelled, der zweite hatte mehrere Stunden Verspätung, so dass die beiden um zwei Uhr nachts völlig ausgepowert und müde im Zimmer ankamen.

Ich habe natürlich schon ein Weilchen dort gelegen, wobei ich so richtig schlafen natürlich nicht konnte – aus Neugierde auf die Beiden! Wir haben nur ein paar Worte gewechselt und uns im Halbdunkeln begrüßt, da der Wecker am nächsten Morgen ja schon wieder um 6 Uhr klingeln sollte… Die Ärmsten!!

Am nächsten Morgen haben wir uns dann erst einmal richtig begrüßen und von unseren sehr unterschiedlichen Erfahrungen des ersten Tages berichten können! Ich habe die beiden nicht beneidet, aber die Neugierde auf das Kommende hat – glaube ich – sämtliche Müdigkeit verscheucht!

Ab zum Frühstück – man, hatten wir einen Hunger!! Und dann der erste Schock (J): Zuckerteilchen und Cereals, das war’s! Die Bagles waren leider schon vergriffen… Keine Brötchen?? Kein Obst?? Keine Croissants?? Marmelade, Honig, NUTELLA, Rühreier mit Speck?? Wurst, Käse?? Wo war das alles?? Und das sollten wir nun ein Jahr essen?? (Kurz vorweg genommen: Die Sorge war absolut unberechtigt, das Essen kann hier auch sehr gut sein!)

Naja, wir waren einfach ein bisschen zu spät für die Bagels und das mit den Brötchen wussten wir ja eigentlich vorher und die Zuckerteilchen, die kann man ja auch stehen lassen… Also schnell einen Kaffee und eine Packung Cereals mit Milch, das sollte reichen!

Um acht hat dann unsere Class angefangen: 191 Mädchen – nein, entschuldigt: 186 Mädchen und 5 Jungs – in einem furchtbar kalten, von der Klimaanlage etwas zu sehr verwöhnten Meeting Room… Vor der amerikanischen „Klimaanlagen-Mentalität“ hatte man uns im Übrigen auch schon in Deutschland gewarnt – danke dafür!! Die Kälte wurde aber an diesem Tag sehr schnell vergessen, sobald Tracy anfing, uns auf amerikanische Weise einzuheizen! J Wahnsinn, unbeschreiblich… Sie hat dermaßen Power und Witz an den Tag gelegt, dass man bei ihren, nicht immer ganz beliebten, „Kennenlern-Spielchen“ einfach mitmachen und Spaß haben musste!

An diesem Tag haben wir dann vornehmlich das Team kennen gelernt und erfahren, was uns in den nächsten zwei Tagen so erwartet… Das Programm war straff, das war abzusehen! Die Class ging von 8 am bis 5 pm mit einer Stunde Mittagspause! Ein bisschen, wie Schule: Viel zuhören, viel mitmachen, viel lernen! Nur ein bisschen lauter! J Anstrengend, aber vor allem am ersten Tag noch sehr spannend und aufregend! Vor allem durch die „entertaining“ Art von Tracy! Einfach gigantisch! J

Am Abend sollte dann die lang ersehnte New York City-Tour stattfinden, auf die sich alle wohl am Meisten freuten! Leider muss ich hier vorweg nehmen, dass es die wohl größte Enttäuschung der Orientation war…Statt der angedachten 15 Minuten in die Stadt, nahm es uns aufgrund des Verkehrs ganze 1,5 Stunden, die wir bei 36° Celsius draußen in einem nicht klimatisierten Bus verbringen mussten… Man, war mir schlecht!

Wir hatten von vornherein nicht viel Zeit, diese außergewöhnliche Stadt zu sehen und dann noch so etwas… Kurz zusammengefasst sind wir in unserem nicht klimatisierten Bus durch die Stadt gerast – nein! geschlichen (Stau, wo man hinsah) – und haben NYC aus dem Bus gesehen! Die wenigen Möglichkeiten, die wir bekamen, auszusteigen und uns einige Minuten an der Luft umzuschauen, haben uns (aufgrund zu spät zum Bus zurück kehrender Mädchen) auch noch so viel Zeit gekostet, dass wir die Tour abbrechen und zum Hotel zurück kehren mussten, bevor wir das Geplante gesehen haben! Im Hotel gab es eine „Curfew“ (Ausgangssperre), die wir natürlich einzuhalten hatten!

Also lagen wir um 11 pm in unseren Betten und trauerten der verpassten Chance nach, einmal NYC zu erleben – was natürlich vor allem für diejenigen galt, die ihr Jahr auf der anderen Seite der Staaten, an der Westküste verbringen – wie meine „Seattle-Freundinnen“ und mich! Naja, wir waren dort und vielleicht würden wir im nächsten Jahr ja doch noch einmal eine Chance bekommen…

Am nächsten Morgen fiel das Frühstück schon deutlich besser für uns aus: Ein paar Bagels gab es noch zu erhaschen und auf dem Tisch haben sich tatsächlich ein paar Äpfel und einige Bananen verirrt! Ein Traum! Also, eine ordentliche Stärkung für den Tag!

Die war auch nötig, denn nachdem die anfängliche Euphorie für Tracy, ihre Kolleginnen und ihre Themen verflogen war, wurde es wirklich anstrengender, sich in einem für meine Begriffe immer noch völlig unterkühlten Raum den ganzen Tag zu konzentrieren und die Gegenwart von 191 (186) Mädels zu ertragen! Trotzdem mussten wir uns durch das Programm kämpfen: Probleme erörtern, Lösungen darbringen, erste Hilfe und Wiederbelebung proben, noch mehr Probleme, noch mehr Lösungen… Gruppenarbeit, Vorträgen lauschen, sich in den Unterricht einbringen…

Zeit für Pausen hatten wir nicht viel, die amerikanische Eile hatte uns schon voll im Griff und als es um 5 pm endlich hieß „Ok guys, see you tomorrow – AND BE ON TIME!“, waren wie alle heilfroh!!

An diesem zweiten Abend hat es leider wie aus Eimern gegossen und obwohl eine zweite NYC-Tour angeboten wurde, machte an diesem Abend doch jeder etwas anderes! Der Regen verschreckte viele, die Tour zu machen, es gab auch Probleme mit den Shuttle-Bussen, also blieben viele im Hotel… Was – an dieser Stelle mal erwähnt – ein wirklich schönes Hotel war! Swimming Pool, ein Starbucks, ein kleiner Souvenir Laden, Internetcafé, alles, was das Herz begehrt! Am Meisten begehrt haben viele von uns jedoch ihr Bett, denn es war, wie schon erwähnt, ein sehr straffes Programm, das nicht viel Zeit für Anderes ließ!

Es folgte der letzte Tag in New Jersey und damit der erste Tag in unseren Gastfamilien! Vorher mussten wir jedoch einen letzten Teil der Orientation überstehen, der uns heute besonders fordern sollte… Alle waren aufgeregt, am Nachmittag (oder Abend) ihre Gastfamilie zu treffen, niemand hatte mehr Nerven für das Au Pair Orientation Programm, viele hatten nun auch mit der Zeitumstellung zu kämpfen, waren müde und erschlagen! Der Raum kam uns noch mal ein paar Grad kälter vor und trotzdem blieb uns keine Wahl: Wir mussten durchhalten!

Letzte Lektionen, letzte Gruppenarbeiten und Vorträge – es blieb uns nichts erspart! Gerettet hat uns wahrscheinlich die Aussicht, dass es nur der halbe Tag ist, da die ersten Au Pairs nach dem Lunch (das übrigens immer sehr gut war!) aufbrechen mussten!

Wir hatten es geschafft: Nachdem wir nach der Mittagspause in unseren Classroom zurückkehrten, hieß es nur noch WARTEN! Warten darauf, dass unser Bus, unser Shuttle, unsere Abholzeit endlich aufgerufen wurde und wir in unsere Gastfamilien „entlassen“ wurden! Stunden, die den Meisten von uns wie eine Ewigkeit vorkamen…

Und die ersten Tränen sind auch schon geflossen. Natürlich hat man in diesen 3 Tagen Freundschaften geschlossen und doch wusste man, man sieht sich vielleicht nie wieder… Das ist ein sehr merkwürdiges Gefühl! Zu keinem anderen Zeitpunkt, an keinem anderen Ort findet man so schnell so enge Verbindungen zu fremden Menschen, das ist eine wahninnig schöne Erfahrung, die wir schon in den ersten drei Tagen unseres Au Pair Abenteuers erfahren durften und die sich nun mehr und mehr bestätigen!

Diese ersten drei Tage Orientation in New Jersey waren so voller Leben, so ereignisreich, so spannend und mitreißend, dass man es kaum zu Papier bringen kann – man muss es erleben! Man wächst über sich hinaus, lernt sich und andere völlig neu kennen! Es war so spannend, so viele unterschiedliche Kulturen auf „einem Haufen“ zu erleben, fremde Menschen zu sehen, wie man sie vorher nie gesehen hat! Wir haben einen ersten Eindruck von Amerika bekommen, wie wir ihn wahrscheinlich nicht erwartet hätten… Es war ein anstrengendes Programm – keine Frage! – aber es war eine unglaublich lehrreiche und unwiederbringliche Erfahrung!

Wir haben eine Menge darüber gelernt, wie es funktionieren kann, verschiedene Kulturen zusammen zu bringen! Wir haben viele hilfreiche Tips bekommen, wie wir unser Au Pair Jahr erfolgreich verbringen – bei der Childcare angefangen über den Umgang mit fremden Kulturen und Problemen bis hin zur ersten Begegnung mit der Gastfamilie! Wir wurden wirklich auf alle Eventualitäten vorbereitet…

Vor allem aber wurde vielen Mädels die Angst vor der Sprach-Barriere genommen: Wir hatten drei Tage lang Zeit, uns mit der englischen Sprache vertraut zu machen und mit ihr umzugehen! Wenn man natürlich auch Kontakt zu seinen eigenen Landsleuten gesucht hat, ist es erstaunlich, wie selbstverständlich man gelernt hat, auch auf einem völlig fremde Menschen aus anderen Ländern zuzugehen und ihnen ohne Scheu zu begegnen! Eine wunderschöne Erfahrung!

Ich bin echt dankbar für diese drei straff organisierten und bis ins Detail durchgeplanten Tage, die mir wirklich geholfen haben, mich in diese neue Erfahrung einzuleben! Wenn auch das ein oder andere schief gelaufen ist, an dieser Stelle ein dickes Lob an die Organisatoren und Moderatoren der Orientation, die echt ihr Bestes gegeben haben und vermutlich auch über sich hinaus gewachsen sind – die es geschafft haben, 191 bis in die Haarspitzen aufgeregte Mädels drei Tage lang im Zaum zu halten!

 

Judiths erste Wochen in San Francisco

Seit fast drei Wochen bin ich in der Stadt, die laut ihrer Einwohner auf 42 Hügeln erbaut wurde. Da der Kleine, den ich hier betreue, noch im Kinderwagen sitzt, und kein Spielplatz auf flachem Weg zu erreichen ist, werde ich mir wohl keine Sorgen um eine Gewichtszunahme machen müssen.

Au pair USA ErfahrungsbreichteAber auch vom Fitnessprogramm einmal abgesehen ist San Francisco eine tolle Stadt, um hier ein Jahr als AuPair zu verbringen. Es gibt unheimlich viel zu sehen, z.B. die Golden Gate Bridge, die Cable Cars und den Pazifik. Da das öffentliche Verkehrssystem sehr gut ist, zumindest für amerikanische Verhältnisse, kommt man auch überall hin. Und es hat schon was Besonderes in der Straßenbahn die Hügel rauf und runter zu fahren.

Meine Gastfamilie wohnt in einem der besseren Viertel von San Francisco in einem sehr schönem viktorianischen Haus, dass sogar das große Erdbeben von 1906 unbeschadet überstanden hat. Beide Gasteltern arbeiten Vollzeit, so dass ich tagsüber mit dem kleinen Alexander und der Hündin Sasha alleine bin.

Ich gehe mit ihm auf einen der vielen Spielplätze hier in der Nachbarschaft, bereite sein Mittagessen zu und wechsle seine Windeln. Er ist unheimlich süß und bringt mich ständig zum Lachen. Zum Glück hat er mich auch schnell ins Herz geschlossen und ich bin jedes Mal ganz gerührt, wenn er nach meine Hand greift obwohl seine Eltern zu Hause sind.

Im November wird er eine kleine Schwester bekommen und ab März werde ich dann auf beide Kinder aufpassen. Es wird bestimmt etwas anstrengender, aber ich freue mich schon sehr auf den Familienzuwachs.

Meine Gasteltern sind unheimlich nett und haben mich sofort als Mitglied in ihre Familie aufgenommen. Sie lachen gerne und viel und man kann mit ihnen über alles reden. Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt und weiß jetzt schon, dass ich sie und die Kinder sehr vermissen werde wenn ich wieder nach Deutschland fliege.
 

Annica in Chapel Hill, North Carolina

Annica in Chapel Hill, North Carolina

Nun bin ich mittlerweile einen Monat in den Staaten und Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie schnell die Zeit verfliegt!

In den letzten Wochen habe ich mich hier gut eingelebt, da die Gegend sehr, sehr schön ist und meine Gastfamilie total lieb zu mir ist. Außerdem bringen die Kids einen oft zum Lachen... :-) Dennoch ist man manchmal echt busy, wenn hier vier Kinder plus Kinderbesuch durch das Haus toben. Da hat man fast einen kleinen „Kindergeburtstag“ zu Hause.

Au pair USA ErfahrungsbreichteNoch testen die Kleineren ihre Grenzen aus und bekommen auch mal einen kleinen Bock, aber ich muss sagen, dass ich das ganz gut im Griff habe und dass sie im allgemeinen ganz gut auf mich hören.

Momentan ist meine Gastfamilie für vier Tage in Washington D.C., da sie ihre Großeltern besuchen und ich kann somit mein freies Wochenende in vollen Zügen genießen. Ich war einen Tag in der großen Mall shoppen, höre laut Musik im riesigen Haus und da ich ja, wie bekannt ist, nicht großartig kochen kann, habe ich mir gestern zum Mittag Sushi gegönnt – so lässt es sich leben.

Die letzten beiden Abende hatte ich Besuch von drei Au Pairs, zwei kommen ebenfalls aus Deutschland und die dritte, Paula, kommt aus Brasilien. Zum Abendbrot gab es dann bestellte Pizza in XXL Größe. Eine Pizza für vier Mädels, das hat schon was zu heißen.

An dem besagten Abend haben wir unseren Trip nach New York für ein Wochenende im Oktober geplant. Wir freuen uns schon voll darauf und hoffen, dass wir tolles Herbstwetter haben werden.

Im selben Monat fahre ich dann auch mit meiner Gastfamilie für ein verlängertes Wochenende nach Washington D.C. – die sind da irgendwie öfter.

Und wenn sie morgen Nachmittag von ihrem Trip wiederkommen, fahren wir für fünf Tage in ein Strandhaus an die Küste von North Carolina – „Oak Island“. Da werden wir dann den Strand genießen und uns hoffentlich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen ;)

Zum Wetter kann ich nur sagen, dass es hier echt super, super warm ist. Wir haben hier jeden Tag über 30°C, wenn nicht sogar 40°C. Von daher bin ich mit den Kids jeden Tag am Pool. Ich bin sogar schon ordentlich braun geworden... Wenn man die Breitengrade auf dem Globus verfolgt, befinde ich mich in Nordafrika.

Mit meinem Englisch komme ich soweit zurecht. Small talks bereiten mir keine Schwierigkeiten, wenn ich aber was längeres, ausführliches erzählen möchte, worüber ich nicht jeden Tag spreche, fehlen mir halt noch Vokabeln oder schöne Redewendungen, aber das wird schon mit der Zeit kommen.

Obwohl mir natürlich meine Familie und Freunde fehlen, freue ich mich die neuen Eindrücke und Erfahrungen erleben zu dürfen. Bis jetzt habe ich es noch keine einzige Sekunde bereut hier zu sein. Ich glaube momentan kommt es mir auch noch ein wenig wie Urlaub vor, da hier, wie gesagt, super Wetter ist... ;)

Im September beginnt hier für die Kinder wieder die Schule und ich werde dann auch in eine Art Schule gehen. Dort werde ich dann zwei künstlerisch orientierte Kurse belegen. Zum einen „Introduction to Oil and Acrylic Painting” und zum anderen “Drawing and Painting in Photoshop”. Das wird sicher ich recht interessant werden. Außerdem werde ich dann wieder ein paar neue Menschen kennen lernen.

Na gut, so viel von mir. Heute Abend gehe ich mit ein paar AuPairs zur Franklin Street, das ist hier die angesagte Gegend und wir wollen uns auf ein Käffchen bei Starbucks treffen.

Bis bald, Eure Annica

Nadine in Lake Ridge, Virginia

Nadine, 4 weeks in the United States

Au pair USA ErfahrungsbreichteAn Au pair year will change your whole life!!! You make many new experiences which makes you self confident and flexible, get to know a different way of life, you will (should!!!) get involved in a different family, you learn to understanding things and why they are different. You will be a family member, a sister or brother and at the same time an authoritarian person.

 

Sara in Richmond, Virginia


 

 

 


Sara in Richmond, Virginia

Ich bin seit dem 06. Juni 2007 als Au pair in Richmond (USA). Ich war am Anfang sehr unsicher, ob es wirklich das Richtige ist, denn ein Jahr ohne Familie und Freunde, ist nicht sehr einfach. Dachte ich! Doch diese Gedanken sollten sich schnell ändern. Jetzt bin ich schon drei Monaten hier und bin überglücklich über meine Entscheidung!

Au pair USA Erfahrungsbreichte Man lernt so viele neue Menschen und deren Lebensart kennen und findet Freunde aus aller Welt. Die Menschen hier sind sehr offen, immer freundlich und hilfsbereit. Ich habe viel Spass zusammen mit meinen Kindern. Kurz gesagt, ich liebe meine Familie! Bei Problemen, Fragen, egal was es ist, meine Gasteltern helfen mir immer.

Auch die Sprache wird jeden Tag besser. Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr, mich mit anderen zu unterhalten, sondern eher Probleme, Deutsch zu sprechen und das nach drei Monaten. Es ist einfach eine Erfahrung fürs Leben, die einem keiner mehr nehmen kann.

Man sollte sich keine Gedanken über Heimweh oder sonstiges machen. Nach einiger Zeit ist man viel zu beschäftigt und man denkt fast garn icht mehr darüber nach.

Wenn du wirklich ein Jahr als Au-Pair in die USA kommen möchtest, denke nicht über mögliche Probleme nach, die eintreffen könnten. Mach es einfach und du wirst sehen: Ein Jahr als Au pair, die beste Erfahrung die man machen kann!
 

Jasmin in Dallas, Texas

Jasmin in Dallas, Texas

Hallo, ich heisse Jasmin bin 20 Jahre alt und wohne in Dallas, TX.

Ich bin seit 9 Monaten hier und passe auf 4 Kids auf. In Dallas hast du ganz viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, ob du einfach nur shoppen gehen oder dich mit Freunden treffen willst (hier gibt es so viele Malls und, hey den IKEA in Frisco muss man gesehen haben).

Direkt in Arlington ist Six Flags over Texas und Hurricane Harbor, ein Vergnügungs- und ein Wasserpark. Und diese Parks sind so groß, dass du sie definitiv mehr als nur ein Mal besuchen willst.

Au pair USA Erfahrungsbreichte Du kannst dir auch ein echtes Rodeo anschauen und ein texanisches Barbecue genießen. Dallas hat mehrere Zoos, Museen und auf jeden Fall genug Restaurants für jeden Geschmack.

Texas ist groß, aber trotzdem lohnt sich die 4 stündige Fahrt nach San Antonio zu Sea World oder 4 Stunden nach Galveston an den Golf von Mexico, um mal im Meer baden zu gehen.

Es ist ziemlich warm hier (alle meine Freundinnen, die in Kalifornien waren, haben gesagt, dass sie gefroren haben, als sie dort waren). Viele Häuser haben Swimmingpools und wenn sie keinen eigenen haben, ist eigentlich immer einer in der Community, in der man wohnt.

Dallas Nightlife ist toll für Leute, die gerne in Clubs gehen. Ich kenne jetzt 3 Clubs, die verschiedene Musikrichtungen spielen, wo man auch ab 18 rein darf, was sehr praktisch ist. Auf Greenville Avenue, hast du die Möglichkeiten, in verschiedene Bars zu gehen, um Billiard zu spielen oder dich einfach nur mit Freunden zu treffen.

Die Möglichkeiten zum College zu gehen sind hier sehr gut. Dallas hat mehrere Community Colleges, wo du alle Kurse belegen kannst, die dein Herz begehrt. Sich durch deren Kataloge zu lesen lohnt sich.

Ich werde Dallas wirklich vermissen wenn ich wieder Zuhause bin!


Nadine in Denver, Colorado

Nadine in Denver, Colorado

Da ich am Meer aufgewachsen bin, habe ich als einzige „Traumregion“ angegeben, dass ein Strand in der Nähe sein sollte. Kam dann jedoch alles anders als gedacht, als mich meine jetzige Gastfamilie aus Colorado anrief. Hatte vorher noch nie großartig was über den Staat gehört, aber bin wirklich froh hier zu sein.

Au pair USA ErfahrungsbreichteDenver ist natürlich nicht wie New York oder San Francisco, Chicago, L.A. … es gibt weniger berühmte Sehenswürdigkeiten, aber ansonsten fehlt es hier an nichts. Das Schöne und wirklich Sehenswerte an Colorado ist wirklich die Natur, die Berge direkt vor der Tür. Einfach wunderschön. Im Winter ein Paradies für Skifahrer bzw Snowboarder, aber auch andere lustige Dinge wie Snowtubing und Sledding – die Rocky Mountains sind schon echt super! Und auch im Sommer gibt es so tolle Dinge wie White Water Rafting oder Rockclimbing. Es wird echt nie langweilig! Bei soviel Action lässt sich dann auch temporär auf den Strand verzichten! Und davon mal abgesehen, gibt es ja auch Pools und Lakes :) Und darf ich erwähnen, dass Colorado sogar mehr Sonnentage hat als San Diego, CA oder Miami, FL??? ;)

Neben all den tollen Dingen, die Colorado zu bieten hat, darf natürlich eine super Gastfamilie nicht fehlen um das AuPair-Dasein hier (fast) perfekt zu machen. Und die habe ich! Ich bin wirklich froh, dass ich meine Family mit soo vielen Fragen gelöchert habe und ich wirklich schon bei Ankunft das Gefühl hatte, sie so gut zu kennen. Ich bereue keine Sekunde hier zu sein. Ein glücklicheres AuPair Leben gibt es für mich einfach nicht. Meine Kids sind so süß und lieb und auch meine Gasteltern bemühen sich echt toll. Da lassen sich dann auch die schlechteren Tage gut überleben, denn die gibt es ja nun mal auch - egal wie toll die Familie ist!

Sandra in Grand Rapids, Michigan

Sandra in Grand Rapids, Michigan

Ich bin nun seit 6 Wochen wieder zurück in der deutschen Heimat und möchte mich nochmals für Eure großartige Unterstützung bedanken. Die 22 Monate, die ich mit meiner Familie in Michigan verbracht habe, werden für immer unvergesslich sein. Natürlich war nicht immer alles Friede-Freude-Eierkuchen, aber gerade solche Momente und das Reden über Probleme haben uns zusammen geschweißt. Die zwei Jungs, auf die ich in Grand Rapids aufgepasst habe, sind richtig groß und erwachsen geworden in der Zeit, und die Familie ist wirklich wie eine zweite Familie für mich geworden. Und damit meine ich nicht nur meine direkte Aupairfamilie sondern auch die Großeltern. Am Weihnachtsmorgen bei den Großeltern Geschenke für mich zu finden, war das schönste Geschenk für mich. Nicht, weil ich teure Geschenke bekam, sondern weil niemand mich vergessen hatte. Für alle Beteiligten dort gehörte ich einfach dazu.

Au pair USA Erfahrungsbreichte Ich habe nun 22 Monate in den USA verbracht und habe viele aupairs kommen und gehen sehen. Leider liegt es häufig daran, dass so viele mit falschen Vorstellung in das Jahr gehen. So z.B. sollte man seine Familie nicht nach Region oder Reichtum wählen und wie oft sie in den Urlaub fahren. Ich wäre auch gern an die Ostküste in die Nähe großer Städte gekommen, aber ich habe mich für die Familie entschieden, bei der ich mich am wohlsten fühlte. Ebenso denken viele, dass ein Auto nicht unbedingt wichtig ist. Fehlgeschlagen. Die USA ist ein unglaublich großes Land. Die nächste Post oder der Zoo oder nur die Mall können ohne Auto kaum erreicht werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind rar. Letztlich hatte ich nach langen Überlegungen die richtige Familie gefunden. Nicht sehr reich, aber mit eigenem Auto fürs AuPair, um die Zeit ohne die Kinder zu genießen und statt teurer Geschenke einfach nur als Tochter behandelt zu werden. Klar gab es mal Streit, gerade mit meiner Hostmom, aber wir haben statt Frust aufzubauen gleich über unseren Ärger gesprochen und Lösungen gefunden, was ich jedem nur raten kann. Meistens ist das Gespräch gar nicht so schlimm, wie man denkt, und schließlich kann ja niemand Gedanken lesen.

Wer sich dafür entscheidet in die USA zu gehen, sollte es auch tun. Diese Chance kommt nur einmal. Das Land und die Menschen sind anders, nicht im negativen Sinne. Sie werden einem ein unvergessliches Jahr bereiten, wenn man die Entscheidung sorgfältig und bewußt trifft.Ich freue mich auf ein Wiedersehen im nächsten Sommer mit meinen Jungs, Eltern und Freunden dort, die ich hier SEHR vermisse. Und all denjenigen, die sich entschieden haben, ein Au Pair Jahr zu machen, wünsche ich viel Spaß!

Katharina in Sugar Land, Texas

Katharina in Sugar Land, Texas

Ich bin Katharina und verweile nun schon seit mehr als vier Monaten in dem süßen Städchen Sugar Land nahe Houston in Texas.

Dieses Jahr Weihnachten ist für mich einerseits ein ganz komische und neue Erfahrung, da ich so fern von zu Hause bin und Weihnachten ja ein großes Familienfest ist, andererseits aber auch etwas Besonderes. Ich meine, wann hat man schon so richtig Zeit für Weihnachten??? Man geht zur Schule, arbeitet, hat dies und das und zwischendurch versucht man vergeblich, irgendwelche Geschenke zu besorgen, die dann nur mit einem nettgemeinten Nicken entgegengenommen werden. Ist das der Sinn von Weihnachten???

Au pair USA ErfahrungsbreichteDieses Jahr ist für mich das erste Jahr seit Langem, wo ich keine nervenden Klausuren schreiben muss oder mich auf irgendwelche Prüfungen vorbeiten muss, von denen ich den Stoff ein paar Wochen später sowieso schon wieder vergessen haben werde. Dieses Jahr habe ich das erste Mal seit Langem wieder Zeit, mich so richtig auf Weihnachten zu freuen, viele Stunden in den Geschäften zu verbringen, um das passende Geschenk für meine Lieben zu finden, und auch einfach die Weihnachtszeit zu genießen. Jetzt singe ich die Weihnachtslieder mit, die bei uns im Radio ununterbrochen laufen, backe mit meinen süßen Kindern Plätzchen, gehe zu Weihnachtspartys zum Bürgerplatz. Und dabei kann ich ein ganz neues Weihnachten erleben, ein Weihnachten ohne Winterjacke und frierenden Händen, ein Weihnachten hoffentlich mit Santa Claus Söckchen und ein Weihnachten mit den kitschigen Weihnachtsdekorationen der durchgeknallten Amerikaner. ;) Ich meine, ist das nich eine Erfahrung wert? Auch wenn ich meine Lieben natürlich schrecklich vermisse?

Also was ich eigentlich sagen will: Nehmt euch die Zeit für Weihnachten!!! Damit es auch für euch eine Zeit der Gefühle wird!

 

Kathleen in Connecticut

Kathleen in Connecticut

Au pair USA ErfahrungsbreichteWenn ich nun auf mein Jahr zurückblicke, erscheinen eigentlich nur noch die schönsten Augenblicke. Ich vermisse meine vier Jungs und erwische mich des Öfteren, wie Bilder an mir vorrüberziehen: das gemeinsame Baseballspiel, die romantischen, wenn auch chaotischen, Abende auf der Terasse und im Pool, unsere Lesestunden, die gemeinsamen Urlaube, ihr Lachen, Weinen, ihre Wutausbrüche und die Versöhnungen. Der Anfang meines Jahres war durchaus nicht einfach... Aber durch die Liebe, die diese vier Kinder in so großen Mengen ausstrahlen, wurde alles viel einfacher....

Was man in diesem Jahr alles unbewußt lernt, ist kaum vorstellbar. Verantwortung, Reife, Organisation, Selbstbewußtsein, Kommunikation, Leben in Gemeinschaft, Kooperation, kulturelle Einblicke und und und.... Eigenschaften, die sich nun im weiteren Leben wirklich auszahlen und, die einem weiterhelfen, ohne Angst sein Leben zu meistern. Ich bereue keinen einzigen Tag, den ich mit meiner Familie verbrachte habe. Ganz im Gegenteil: Ich bin traurig, dass es so wenige waren. Aber das wird sich schon bald ändern... meine Gasteltern und die Kids vermissen mich auch und haben mich eingeladen, sie recht bald zu besuchen.... And I am on my way soon :-) !!!!

 

Martina in San Jose, Kalifornien

Mir geht es hier in San Jose richtig gut! Meine Gasteltern sind genauso sympathisch und nett, wie sie am Telefon klangen und mit den Kindern komme ich auch gut klar. Ich habe mich sofort in mein Zimmer verliebt, sehr gemütlich und ich habe sogar eine Türe zu der riesigen Terasse im backyard. Ich habe selbst nicht gedacht, dass ich mich hier so schnell heimisch fühlen würde - bisher hatte ich noch gar kein Heimweh. Das Wetter ist hier auch fantastisch, jeden Tag 25-30 Grad, allerdings haben die Kinder alle noch niemals in ihrem Leben Schnee gesehen, worum ich sie nicht beneide ;-)!

Au pair USA Erfahrungsbreichte Ich habe morgen meine schriftliche Führerscheinprüfung, die praktische folgt dann in ca. zwei Wochen. Ich hoffe mal, dass es klappt! Vor zwei Tagen habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und habe gleich einen Yogakurs mitgemacht - das hat echt Spass gemacht! Habe auch schon einige AuPairs kennen gelernt, bisher nur Deutsche, denen ich gemailt hatte, nachdem ich angekommen bin. Vielleicht fahren wir übers Wochenende in den Yosemite National Park. Das haben wir heute im Kino spontan beschlossen, ich hoffe, dass es klappt. Die Zeit vergeht hier wie im Flug...!

Bisher geniesse ich es hier in vollen Zügen, und möchte mich nochmal ganz herzlich bei Ihnen für die tolle Unterstützung und Beratung in Deutschland bedanken (so das ein oder andere Mal habe ich ja schon bei Ihnen in Berlin angerufen...;-))! Ich bin echt superfroh, dass der ganze Bewerbungsprozess so schnell ging und mein Traum vom Aupair Jahr doch noch wahr geworden ist, obwohl ich mich erst sehr spät beworben habe. Danke dafür!!

Viele Gruesse aus dem immersonnigen California!
Martina und die 4 Kinder 9, 7 und 4 (Zwillinge)

Nadine in Colorado

Nadine in Colorado

Jetzt bin ich schon seit fast 2 Monaten hier in den USA und bin immer noch super glücklich, diesen Schritt gewagt zu haben. Mit meiner Gastfamilie verstehe ich mich nach wie vor sehr gut und bin sehr happy, hier zu sein. Will mir gar nicht vorstellen, mich von meinen Kids hier verabschieden zu müssen. Mal sehen, könnte mir durchaus vorstellen zu verlängern...
Au pair USA ErfahrungsbreichteMittlerweile habe ich auch schon den ersten Weekendtrip hinter mir und der nächste steht bereits an diesem Wochenende an. Spring Break werde ich mit meiner Gastfamilie in California verbringen. Kann mich also nicht beklagen, nichts vom Land zu sehen. Hatte ja anfangs doch kleine Bedenken, ob man von Colorado aus so viel machen kann. Aber ja, kann man :-). Man muss es einfach nur wollen, dann ist alles machbar! Und die Gegend hier ist wirklich super schön, hätte ich echt nicht gedacht!

Ich habe mich außerdem fürs College registriert und werde zunächst mal Spanisch und Chinesisch belegen. Das wird bestimmt ganz witzig und da ich ja sowieso ein „Sprachfanatiker“ bin, sicherlich auch nicht sooo schwierig. Ich werde wieder berichten und mit meinen Kenntnissen glänzen *grins*

Dies nur mal ein kurzer Zwischenbericht von mir, ich melde mich bestimmt wieder, wenn es aufregendes Neues zu berichten gibt.

Magdalena in Milwaukee, Wisconsin

Magdalena in Milwaukee, Wisconsin:

Au pair USA ErfahrungsbreichteAls mich die Mail von AYUSA erreichte, wurde mir endgültig bewusst, dass ich nur noch 10 Wochen mit meiner Gastfamilie verbringen werde. Ich habe mich von Anfang an so wohl in meiner Familie gefühlt, dass ich wohl eins der wenigen Au pairs bin, das kein Heimweh hatte. Meine Gastfamilie ist oft mit den Verwandten zusammen, was mich dann an meine Familie zuhause erinnerte. Die Familie ist groß und versteht sich gut. Ich war immer und überall willkommen und habe mich auch von ihnen willkommen gefühlt.

Als die Kinder mir nach etwa 3 Monaten der Eingewöhnung gesagt haben "I love you all the way up to the moon" wusste ich, dass dieses Jahr eine ganz besondere Erfahrung wird. Leider ging die Zeit viel zu schnell um, und ich muss mich schon sehr bald von allen verabschieden, was mir nicht leicht fallen wird. Es ist halt ein gemischtes Gefühl. Ich möchte meine Freunde und Familie in der "Alten Heimat" gerne wieder sehen, die "Neue Heimat" werde ich aber nur schweren Herzens verlassen können.

 

Meike in Atlanta, Georgia:

Au pair USA Erfahrungsbreichte

Viele Au Pairs machen die Erfahrung, dass Amerikaner zwar sehr höflich sind, es aber schwierig ist, wirklich welche kennenzulernen. Mein Tipp: Haltet euch am Anfang einfach erst mal an die anderen AuPairs. Verpasst nicht diese Chance Mädchen (vielleicht auch Jungs) aus der ganzen Welt kennenzulernen. Und wenn ihr dann schon eine Weile da seid, werdet ihr feststellen, dass das mit den Amis fast von allein geklappt hat. Immer nur munter drauf los mit jedem reden! Und seid bloß nicht schüchtern, weil ihr denkt, euer Englisch sei so schlecht. Die meisten finden es super, wenn man 2 Sprachen spricht. Und wenn man aus Europa, und noch dazu aus Deutschland kommt, ist man sowieso gleich interessant. So werdet ihr feststellen, dass ihr gerade durch euren Akzent Leute kennen lernt. Erwartet nur nicht, dass jeder gleich euer bester Freund wird. So einfach ist es dann doch nicht.

Der beste Tipp, den ich euch gegen den Kulturschock geben kann, ist positiv denken: Wenn ihr euch in einem Restaurant darüber ärgert, dass das Wasser nach Chlor schmeckt, denkt euch, dass es kostenlos war. Wenn euch bei 40 Grad Außentemperatur in eurem eigenen Zimmer die Zehen abfrieren, zieht euch eine Jacke an und denkt an eure Freunde in Deutschland, die auch innen schwitzen müssen. Wenn das Brot einfach viel zu weich ist und der American Cheese darauf mehr nach Plastik schmeckt, esst einen Bagel mit cream cheese.

 

Sina in Los Angeles, Kalifornien


Sina in Los Angeles, Kalifornien

So, nun sitze ich hier und soll euch erzählen, was ein Au Pair Jahr bedeutet und weiß nicht recht, wo ich anfangen soll. Aber v

ersuchen werde ich es auf alle Fälle, denn drei Sachen habe ich bei meinem Auslandsaufenthalt gelernt:

  1. Dass ein Au Pair Jahr etwas so Tolles ist, dass ihr es unbedingt machen solltet!
  2. Dass es sich immer lohnt eine Sache zu probieren, weil es auf alle Fälle eine Erfahrung sein wird - egal ob nun im positiven Sinne oder nicht!
  3. Dass man viel mehr schaffen kann, als man sich eigentlich zutraut, wenn man nur an sich glaubt!

Au pair USA Erfahrungsbreichte

Ich bin in Amerika selbstständiger geworden. Ich habe so gut Englisch gelernt, dass es mir letztens noch nicht einmal aufgefallen ist, dass die Zeitschrift, die ich las, auf Englisch war. Ich hab mal was anderes gemacht, hab unheimlich viel gesehen, habe soooo.... viele nette Leute kennen gelernt und das allerwichtigste: Ich habe so unheimlich viele Eindrücke in meinem Kopf und so unheimlich viele Gefühle in meinem Herzen zurückbehalten, die mir keiner mehr nehmen kann - nie wieder! Das war MEIN Jahr!

 

Miriam in New York State, USA


Miriam in New York State, USA:

„Hi! How are you?“

Au pair USA ErfahrungsbreichteDas ist der Satz, mit dem euch in den kommenden Monaten jeder begrüßen wird...Leute, die ihr noch nie vorher gesehen habt, vom Verkäufer im Supermarkt bis zu euren Gasteltern...Amerikanische Freundlichkeit, die es einem leicht macht, sich einzugewöhnen. Nachdem der Bewerbungsprozess abgeschlossen ist und die ersten Familien anrufen, beginnt das Abenteuer... ein Tipp: Versucht euch klarzumachen, was ihr möchtet und was keinesfalls (Alter der Kinder, Haustiere, Hausarbeiten, Auto...) ohne zu sehr an Idealvorstellungen festzuhalten. Im Endeffekt hat alles Vor- und Nachteile. Aber ich wollte natürlich, wie so viele, nach California, Westküste ... Palmen, Beach, Sonne, Pool im Garten ...Was für ein Traum.

Die erste Familie ruft an, ich habe mit meiner hostmom fast eine Stunde lang geredet und gelacht. Eigentlich perfekt, außer: New York, wo in nun überhaupt nicht hin wollte. Das hieß: schlafloses Wochenende. Was mir sehr geholfen hat: Mit ehemaligen Au Pairs von der Telefonliste zu reden. Ich kann den Rat, den ich damals bekommen habe, nur bestätigen. Das Wichtigste ist, dass ihr euch mit der Familie versteht. Lasst einfach alles offen auf euch zukommen und ihr werdet mit Sicherheit ein unvergesslich schönes Jahr voller neuer Erfahrungen vor euch haben. Während es für mich schon bald heißen wird: "Don´t cry because it´s over, smile because it happened..."