Skip to main content
Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Au pair USA Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

Wir beraten Sie immer freundlich, fachlich und fair! Hier geht's zu unserem Rückruf-Formular und zu allen Kontaktdaten...

Anne aus Michigan
 

Vor knapp zwei Jahren, am 13. August 2007, hieß es für mich Abschied von Deutschland nehmen. Mit drei anderen Mädels flog ich von Hamburg aus über London Richtung Newark. Nach einem langen aufregenden Flug landeten wir erstmal im falschen Hotel, schafften es letztlich aber doch wohl behalten ins richtige.

Nach einer kurzen Einweisung und einem kleinen Abendessen vielen wir alle hundemüde ins Bett. Am nächsten Morgen ging es dann auch schon früh hoch und viele von uns knapp 150 angehenden Aupairs nahmen zum ersten Mal ein richtiges „American Breakfast“ ein. AnkerDie zwei Tage der Orientation vergingen wie im Fluge. Ich persönlich fand sie sehr lehrreich und auch die Aupaircare-Mitarbeiterinnen, die uns dort betreuten, waren gut drauf und hatten immer ein offenes Ohr. Am Ende tauschte man E-Mail-Adressen aus, auch wenn man wusste, dass man von den meisten nie wieder etwas hören würde. Dass die USA doch nicht so groß sind, wie ich dachte, erfuhr ich erst knapp 7 Monate später – aber dazu komme ich noch.

Au pair USAAm Donnerstag ging es also los zu den Familien. Ich stieg mit ein paar anderen Mädels ins Flugzeug nach Detroit, um müde und enttäuscht in die Baggage Claim zu kommen, und keine Gastfamilie zu sehen. So nach und nach trudelten sie aber dann doch ein. Ich erkannte meine Family sofort, sie sah live genauso „perfekt“ aus, wie schon auf den Fotos. Dieser Eindruck sollte aber leider nicht lange bleiben. Schon in den ersten Wochen erlebte ich das reinste Chaos. Die drei Kids Olivia(7), Remi (6) und Ashton(3) sahen zwar super süß aus, verhielten sich jedoch alles Andere als so. Ich wurde schon an meinem ersten Tag einfach mit ihnen allein gelassen, es war so gut wie nie Essen im Kühlschrank, in meiner zweiten Woche fegte ein Tornado durch den Ort und wir hatten weder Telefon noch Internet und zu guter Letzt wurde mir dann auch offiziell von meinem Gastvater mitgeteilt, dass seine Frau die Scheidung will – als gebranntes Scheidungskind war mir natürlich schon viel früher bewusst, dass vieles nicht stimmte. Bald war mir klar,dass ich in dieser Familie nicht bleiben konnte, denn ich war einfach nur unglücklich. Also wandte ich mich an meine Koordinatorin, die vollstes Verständnis hatte und mich bei meinem Rematch bestens unterstützte – auch wenn meine Gastmutter nicht einsehen konnte (oder wollte?), dass ich gehen wollte.

Nach langem Hin und Her bin ich also letztlich umgezogen: Vom Osten Michigans in den Westen – nach Grand Rapids. Meine Gastmutter holte mich persönlich ab und ich wusste von Anfang an, dass dies die richtige Entscheidung gewesen war. Auch mein Gastvater und die beiden Jungs, 5 und 8 Jahre alt, empfingen mich mit einer warmen Umarmung und dem Satz „Welcome Home Anne!“ .

Au apir USANatürlich war auch diese Familie nicht einfach, ich habe sogar von vielen anderen Au pairs gesagt bekommen, dass ich es nicht leicht hätte, doch ich brauchte mich nur an meine erste Familie erinnern und wusste meine jetzige wieder zu schätzen. Sie waren sehr herzlich und in manchen Dingen alles andere als „amerikanisch“. Zum Beispiel legte meine Gastmutter großen Wert auf Mülltrennung und drehte jedes Blatt Papier zwei Mal um bevor sie es wegschmiss. Wenn es mir schlecht ging bekam ich ein „Anne Sandwich“: das heißt eine große Umarmung von der ganzen Familie. Ungefähr ein Mal im Monat hatte meine Gastmutter etwas an mir auszusetzen und war zickig, doch lernte ich schnell damit umzugehen und wusste: lass sie darüber reden, dann gehts ihr besser und in zwei Wochen wird sie dir wieder erzählen wie toll du doch bist! Und so war es auch.

Zu Weihnachten hatte ich mein erstes und einziges richtiges Tief, wünschte mich nach Hause, fühlte mich unfair von meiner Familie behandelt. Doch auch dieses ging vorbei und ich konnte einem aufregenden Jahr 2008 entgegenblicken: Ich fuhr zwei Mal nach Chicago, machte mit Suntrek eine einwöchige Tour durch Cali, inklusive Death Valley, Las Vegas und Grand Canyon und im Sommer sollten letztendlich meine Eltern zu Besuch kommen. Doch vor meiner ersten Woche Urlaub im April stand noch eine Überraschung bevor:  ein „neues“ Au pair kam ins Cluster. Doch so neu war sie nicht, denn nach 7 Monaten hat auch sie die Familie gewechselt. Anette aus Norwegen kam von New York und das erste Treffen nach meinem Urlaub war von großer Wiedersehensfreude geprägt – wir kannten uns schon von der Orientation und hatten uns schon damals gut verstanden! Schnell sind wir richtig dicke Freundinnen geworden und zusammen mit Tammy aus Österreich haben wir die Wochenenden bis zum August zusammen verbracht.  Unser Cluster bestand außerdem aus vielen Brasilianerinnen, zwei Mexikanern (ja, männliche Aupairs, kurz „Manny“ genannt), einer Costa-Ricanerin, Schwedinnen und Polinnen. Wir unternahmen viel zusammen, gingen in einen Strip Club, ins Kino, in Clubs oder Essen. Im Sommer haben wir die Wochenenden am Lake Michigan verbracht, einfach nur wunderschön. Wozu braucht man Meer wenn man an den Großen Seen wohnt?! Wir haben außerdem ein paar nette Amerikaner kennengelernt, mit denen wir rumgezogen sind und sehr viel Spaß hatten.

Au pair USAViel zu schnell ist der Sommer gekommen und auch schon verflogen. Wenn ich jetzt zurückblicke, kann ich es kaum glauben, dass ich schon seit einem Jahr wieder in Deutschland bin. Das Jahr in den USA war alles andere als einfach und super anstrengend, doch im Nachhinein bleiben die positiven Aspekte in Erinnerung. Nicht vergessen werde ich meine Woche in Californien, ich habe mich auf Anhieb in den Staat verliebt! Im Juli war ich dann fast zwei Wochen mit meinen Eltern in Michigan unterwegs und zuletzt in Kanada – Niagara Falls und Toronto. Zum Abschluss kamen meine Freunde nach Toronto und wir feierten meinen Geburtstag. Aber generell der ganze Sommer mit meinen Freunden aus aller Welt wird mir ewig in Erinnerung bleiben, denn er war einfach einmalig!

Außerdem weiß ich, dass ich eine zweite Familie in den USA gefunden habe. Ich habe sie nach meiner Rückkehr nicht vermisst, das gebe ich zu. Dennoch liebe ich meine Gasteltern und vor allem die Jungs und freue mich sie eines Tages wiederzusehen. Tammy habe ich dieses Jahr schon wiedergesehen, Anette werde ich hoffentlich im Dezember treffen. Die beiden und alle anderen Freunde, die amerikanische Lebensweise und einfach die Unbeschwertheit vermisse ich sehr. Um den Kulturschock zu Hause bin auch ich nicht drum herum gekommen, so sehr ich mich auch gefreut habe meine Familie, allen voran meinen Bruder, wiederzusehen. So zieht es mich jetzt wieder ins Ausland, im Rahmen meines Studiums plane ich ein Praktikum in den USA zu absolvieren, hoffen wir, dass es klappt!

Zum Schluss möchte ich allen, die noch überlegen oder auch schon den Entschluss gefasst haben, als Au pair in die USA zu gehen, sagen: Macht diese wunderbare Erfahrung, aber bringt auch viel Kraft mit, denn ein leichter Job ist es nicht. Habt vor allem keine Angst davor, die Gastfamilie zu wechseln, es geht darum, dass ihr glücklich seid!

Ich habe in den 12 Monaten viele Dinge gelernt, bin sehr viel selbstbewusster, ruhiger und geduldiger geworden, vor allem aber offener für die Welt. Ich habe in den USA zu mir selbst gefunden und weiß jetzt wer ich bin und was ich will. So far, it was the best year of my life!