Home is where the heart is
Mir kommt es so vor, als wäre es erst gestern gewesen. Aufgeregt, die Koffer gepackt und mit einem Lächeln stieg ich in den Flieger ein; auf eine Reise in ein Abenteuer, das ich nie vergessen werde. Viele sprechen von einer guten Erfahrung, ich spreche von der schönsten Zeit meines Lebens.
“Welcome Sarah!“ hieß es am Flughafen von San Jose, California. Meine Gastfamilie war genauso aufgeregt und gespannt wie ich. Liebevoll wurde ich sofort mit hugs & kisses empfangen. Meine beiden Gastkinder waren ein Junge und ein Mädchen (damals 3 und 5 Jahre alt). Die ersten Tage war ich sehr aufgeregt und habe die eine oder andere Träne vergossen. Jedoch nicht vor Heimweh, sondern vor Aufregung (culture shock). Es war wirklich alles anders. Doch durch die liebevolle und aufgeschlossene Art meiner Gastfamilie, habe ich mich schnell einleben können.
Meine Gastkinder und ich hatten jede Menge Spaß; von Schwimmen über Basteln, bis hin zu Playdates – wir haben sehr viel unternommen und Langeweile kam bei uns nie auf.In San Jose gibt es sehr viele Au pairs. Viele von ihnen konnte ich durch die regelmäßigen Au pair-Meetings kennenlernen. Wir haben viel gelacht, unternommen und sind viel gereist. Wir hatten einfach eine tolle und unvergessliche Zeit zusammen. Durch meine College Kurse habe ich noch mehr Menschen kennengelernt. Viele wunderbare und nette Menschen aus unterschiedlichsten Nationen.
Es sind viele Freundschaften entstanden, und einige Personen sind für mich Freunde fürs Leben geworden. Kurz vor Ende meines Jahres hatte ich mich entschieden zu verlängern. Allerdings konnte ich nicht in meiner ersten Familie bleiben, da die Grandma zu ihnen ins Haus gezogen ist und somit die neue Nanny der Kinder war. Glücklicherweise habe ich eine andere Familie in unmittelbarer Nähe gefunden, mit denen ich weitere 9 Monate verbringen durfte. So musste ich meinen Freundeskreis nicht aufgeben und konnte weiterhin die Zeit im schönen California genießen. Zudem konnte ich meine erste Familie weiterhin besuchen und Zeit mit den Gastkindern verbringen.
In meiner zweiten Familie hatte ich 3 aufgeweckte Jungs (Zwillinge 8 Jahre alt, und 5 Jahre). Auch mit ihnen hatte ich jede Menge Spaß. Meine Englischkenntnisse haben sich im Laufe der Zeit sehr gebessert. Heute kann ich behaupten, dass ich fließend spreche. Aber nicht nur meine Kenntnisse in Englisch haben sich verändert, sondern auch ich selbst. Mein Aufenthalt als Au pair hat mich persönlich sehr gestärkt. Ich bin viel selbstbewusster und eigenständiger geworden. Dazu kommen u.a. Eigenschaften wie Belastbarkeit, Flexibilität und Weltoffenheit.
Durch meine unzähligen Eindrücke und Erfahrungen in den USA könnte ich einen ganzen Roman füllen. Doch ein Roman könnte diese Eindrücke durch Worte nie so wiedergeben, weil sie einfach unbeschreiblich sind. Ich habe so viele wunderschöne Erinnerungen, die mir keiner nehmen kann.
Und jedes Mal wenn ich mir die Fotos anschaue, dann denke ich “home is where the heart is“. Und das ist nun in California.






