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Auslandspraktikum Kanada Intrax
Auf ins Ausland mit Ayusa-Intrax!

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Ines - 4 Wochen Kurs und 12 Wochen Praktikum im Bereich Personal und Marketing

Ich habe einen Praktikumsplatz! Letzten Donnerstag spät nachmittags hatte ich von meiner Praktikumskoordinatorin eine E-mail bekommen, die ich aber nicht lesen konnte, weil es ein Problem mit meinem Internetanschluss gab. Freitag früh um 8:45 Uhr habe ich sie erst gefunden.

Darin stand, ob ich nicht um 10:00 Uhr im Buero sein könnte, weil ich um 10:30 Uhr ein Vorstellungsgespräch hätte. Da hab ich vielleicht rotiert!

Aufgestanden war ich ja schon, aber ich hatte natürlich keine Bewerbungssachen an, Haare nicht gewaschen, keine Ahnung von der Firma, keine Vorbereitung auf das Gespräch. Normalerweise kommt das erst viel später, im Unterricht hatten wir diesbezüglich noch gar nicht viel gemacht. Also habe ich mich wie von der Tarantel gestochen fertig gemacht, ein paar Papiere mit Tipps für Vorstellungsgespräche geschnappt und bin los gerast. Irgendwie habe ich es geschafft, 10:05 dort zu sein. Die Koordinatorin, Mina, war ganz lieb, hat versucht mich zu beruhigen, dass alles ganz locker wäre und hat mir was über die Firma erzählt.

Die Firma und sucht nach ausgebildeten muttersprachlichen Englischlehrern aus Kanada, USA, Grossbritannien, Australien u.s.w. und vermittelt ihnen Arbeitsvertraege mit Schulen in Japan, China, Korea u. a. Es arbeiten 10 Leute dort und mit mir dann zwei Praktikanten. Das Büro ist in Gastown mit einem super Blick über den Burrard Inlet nach Nord Vancouver und auf die Berge. Der Chef ist sehr nett, die anderen habe ich nur von Weitem gesehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist er aus Australien. Die Firma hat sehr viel zu tun, weil sie viel mehr Anfragen von Schulen nach Lehrern bekommt, als sie Lehrer finden können. Jeden nehmen die auch nicht. Ich soll in der Recruitment-, Web- und Advertising-Abteilung eingesetzt werden. Jetzt bin ich froh, dass das mit dem Bewerbungsgespräch vorbei ist.

In den vergangenen Tagen war ich viel im Internet. Ich musste doch die Webseite meiner Praktikumsfirma ansehen. An einer Stelle stellen sich alle 12 Mitarbeiter mit selbstgeschriebenen Bio's (als Text) vor. Das ist sehr interessant zu lesen. Und natürlich ist es gut zu wissen, was das so für Leute sind. Die meisten von ihnen haben für ein oder mehrere Jahre selber als Englischlehrer im Ausland gearbeitet.

Heute war Graduation-Tag in der Schule, wie jeden Donnerstag. Aber diesmal war ich dabei. Meine vier Wochen sind ja um. Die letzte Stunde wird Donnerstags immer um so 15 bis 20 min verkürzt. Alle Schüler und Lehrer versammeln sich im Entree und die "Schulabgänger" müssen einzeln nach vorne gehen, sich ihr Zertifikat abholen, für ein Foto gemeinsam mit den jeweiligen Lehrern posieren und dann vor allen eine kurze Rede halten. War ich nervös!! Besonders gut gelungen ist es mir nicht, obwohl ich mir vorher schon was überlegt hatte und auch nur fünf Saetze gesagt habe. Viel besser waren die anderen aber auch nicht J

Die Schule ist ziemlich streng, wenn es ums Zuspätkommen geht. Innerhalb der ersten 15 min wird man nur als zu spät aufgeschrieben. Aber wenn man noch später kommt, darf man gar nicht mehr in den Klassenraum rein und muss bis zur nächsten Stunde warten. Und man wird als abwesend aufgeschrieben. Außerdem darf man wirklich nur Englisch reden, aber das ist ja auch klar. In meiner Klasse halten sich auch alle dran.

Grammatik haben wir hier kein einziges Mal gemacht. Wir lernen dafür jede Menge Redewendungen und einige Vokabeln. Die meiste Zeit wird über verschiedene Themen gesprochen (Sport und Geld, Magersucht, FKK, Schimpfwörter, gewalttätige Kinder, Quebeq, Ernährung, Drogen, Ostern, usw). Ganz oft werden wir gefragt, wie über diese Sachen so in unseren jeweiligen Laendern gedacht wird, was es da für Regeln gibt.

Jetzt weiss ich, dass es in Südkorea keine FKK-Strände gibt und Mexikaner reichlich Schimpfwörter benutzen. Momentan gibt es hier sehr viele Sprachschüler aus Südkorea. Nicht nur an meiner Schule, sondern auch an den Schulen meiner Gastgeschwister ist das so. Morgens im Bus und im Seabus sind überhaupt viele Sprachschüler. Ich höre jede Menge Leute Englisch mit Akzent reden oder sehe sie mit Lehrbüchern in der Hand. Vier Häuser weiter wohnt auch einer: Hong aus Korea, woher sonst. Wir gehen immer zusammen zum Bus. Er geht aber auf eine andere Schule. Eine Koreanerin aus meiner Klasse hat mal einen Tag koreanisches Essen mitgebracht. Hmmm, war das lecker! Es waren eine Art Glasnudeln mit Soße und Pilzen. Außerdem hatte sie die koreanische Version von Sushi selbst gemacht. Auch sehr lecker. Sie hat versucht, mir den Unterschied zu japanischem Sushi zu erklären, aber das habe ich nicht so richtig begriffen. Egal. Es hat sehr gut geschmeckt. Wie das alles heisst, weiss ich erst recht nicht mehr. Koreanisch ist sehr schwierig auszusprechen. Japanisch soll wohl viel einfacher sein.

Viele liebe Grüße aus der internationalen Metropole,