Angekommen!
Hier kommt die erste Nachricht von mir... Ja, ich lebe noch, keine Sorge. Ich weiß eigentlich nicht, wo ich anfangen soll, ob mit dem Flug oder der Einführungswoche, beides war sehr aufregend, und ich könnte Seiten und Seiten schreiben, deshalb mach ich jetzt eine "kurze" Zusammenfassung:
Also, los ging es von Nürnberg über Frankfurt, wo ich die vier andern Mädels von AYUSA, so wie die Leute von Camps (das ist noch mal ne andere Organisation) getroffen habe. Tja, der Flug war sehr lang, aber eigentlich sehr angenehm, weil ich eine total nette Nachbarin neben mir hatte ;) (das war total krass, wir haben nachts um 2 Uhr Abend gegessen). Wir sind über Brasilien geflogen, wo wir einen kurzen Stopp in Sao Paulo hatten. In dieser Pause haben wir auch gleich Bekanntschaft gemacht, mit einem seeeehr berühmten Fußballer (keine Ahnung wie er heißt) von FC Nürnberg. Also, kurz brasilianische Luft geschnuppert, dann ging es weiter nach Buenos Aires. Glücklicherweise hatte ich einen Fensterplatz, und von da aus konnte ich mir die Millionenstadt anschauen, was total abgefahren war.
B.A. liegt ja am Meer, und wir sind über den atlantischen Ozean gekommen. Es war so, dass dann da die Stadt anfing, und es hörte nicht mehr auf, über riesige Flächen, das war echt krass!!!! Alles war so quadratisch, die Straßen und auch die Flächen dazwischen, wo die Häuser standen. das war total unglaublich, wunderschön. Nun ja, wir kamen in B.A. an, und mussten unser Gepäck abholen, da wir ja noch mal weiter nach Córdoba fliegen sollten. Für mich persönlich war das ja super, weil ich einen hochmodernen Koffer besitze, dessen Rollen tadellos funktionieren. Ich hab ihn also entweder hinter mir geschleift, sodass er schöne Kratzer auf dem Boden hinterließ, oder getragen, kein Problem bei meinen Muskeln ;) Aber so schlimm war es gar nicht, es ging schon, ich hab das ganz tapfer durchgezogen.... Als wir dann schließlich in Córdoba angekommen waren, kam die nächste freudige Überraschung, als mein Koffer erst nicht auftauchte... Aber zum Glück war er beim nächsten Flieger aus Buenos Aires dabei (noch mal 2 Stunden am Flughafen gewartet)...puuh. Danach sind wir dann zum Kloster (kein Scherz) mit dem Bus gebracht worden (die sind hier sooooo bequem), wo wir eine Woche wohnen sollten. Wir haben spät abends so um 10 Uhr noch warmes Essen bekommen... yummi
Kurze Anmerkung zum argentinischen Tagesablauf: (dass ich so oft vom Essen berichte ist kein Zufall): Morgens wird etwas Brot gegessen, eher etwas dürftig mit Tee, Kaffee oder Milch. Vor dem Mittagessen gibt es meistens noch einen kleinen Snack. Das Mittagessen ist warm, mit Fleisch (immer) und es gibt danach Nachtisch. Dann ist um 5 Uhr Merienda, da wird wieder Brot gegessen mit Kaffee oder Tee oder Milch, oder Mate, das ist so was, was hier jeder trinkt, Jugendliche sowie Erwachsene.... Dafür gibt es extra ein Set: In so einen Becher werden Teeblätter gegeben und dazu heißes Wasser und Zucker, das schmeckt auch echt lecker, und es ist megagemütlich in der Runde... Das Abendessen ist erst so zwischen 9 oder 10 Uhr. Das ist auch warm, natürlich mit Fleisch, und danach folgt das Dessert. Übrigens ist das Fleisch hier total lecker, als Vegetarianer hat man hier schlechte Karten ...und...es gibt immer Brot ... leeecker!
Also zurück zur Einführungswoche, die sehr schön war. Die meisten (wir waren so ca. 75) waren natürlich Deutsche, aber es waren aber auch welche aus Italien, Frankreich, Holland, Skandinavien, aus der Schweiz, und eine aus Nordamerika dabei – multikulti eben. Wir hatten sehr viel Programm, wir haben „actividades recreativas“ gemacht, halt viele Gruppespiele, die eigentlich ganz witzig waren. Und der Unterricht war auch total cool, wir hatten einen sehr, sehr netten und gut aussehenden Lehrer, Pablo, und es war immer total witzig... Sehr zu seinem Leidwesen waren wir alle Deutsche und haben untereinander immer auf deutsch gesprochen, und auch viel gelacht, und er stand daneben, ohne zu wissen, was los war, aber hat das trotzdem ganz gut weggesteckt ;)
Jedenfalls war die Einführungswoche insgesamt sehr schön, alle Betreuer haben sich sehr viel Mühe gegeben.... Am Freitag war dann die Abschlussveranstaltung, wo die Schüler verabschiedet wurden, die entweder von ihrer Gastfamilie abgeholt wurden oder mit dem Bus zu der jeweiligen Stadt gebracht wurden.. Ich wurde abgeholt von meiner Gastfamilie, was total lieb war, unter anderem weil sie um die 7 Stunden von San Juan nach Córdoba fahren mussten. Hat mich sehr gefreut. Jeder Austauschschüler musste auf die Bühne, und dann wurde ein Foto mit der Familie gemacht, das war sehr schön... Ich selbst hab erstmal nicht verstanden, dass mein Name aufgerufen wurde, dann ging es so: Valerie? VALERIE??? (peinlich...argh)
Danach sind meine Gastfamilie und ich los, haben aber noch eine Nacht in Córdoba geschlafen. Am nächsten Tag waren wir noch mal im Zentrum bummeln, und danach ging es auf nach San Juan, wo wir so um 1 oder 2 Uhr nachts ankamen. Das Haus ist sehr schön, und auch mein Zimmer ist sehr schön und groß, wie ich finde... Ich bin also total zufrieden (hab schon andere Sachen gehört...)
Tjaja, und am Montag war der erste Schultag, sehr aufregend. Ich wurde von der Sekretärin zu meiner Klasse gebracht. Dort hat mich dann auch gleich ein Mädel zu sich gewunken, und so hab ich nach und nach alle Mädchen aus der Klasse kennen gelernt. Sie sind alle total lieb, und mega aufgedreht, es ist sehr, sehr anders als Deutschland. Der Unterricht ist so, dass die Schüler megalaut in der Klasse sind, es gibt keine feste Sitzordnung, jeder hockt sich einfach da mit seinem Stuhl hin, wo er will. Dann ist es so, bevor der Lehrer kommt, dass sie singen, und im Takt auf die Tische schlagen, außerdem machen sie sehr, sehr viel Quatsch auch während des Unterrichts, das ist echt krass....da geht’s total ab, man langweilt sich nie, es ist witzig, ich und Thomas (der andere Deutsche) haben am Anfang erstmal große Augen gemacht, als wir das gesehen haben... Aber ich finde es gut, mal etwas Abwechslung... wird ne ganz schöne Umstellung, wenn ich wieder in Deutschland bin ;) Auch das Verhältnis zum Lehrer ist viel lockerer, die Lehrer lassen viel mehr durchgehen, und sind auch total gut drauf, könnte man sich in Deutschland gar nicht vorstellen ;)
Thomas und ich mussten am ersten Tag einen Einstufungstest machen (für Englisch) und ich hab es irgendwie geschafft, in ein schlechteres Niveau als er zu kommen, und die Klasse, in der ich drin bin, ist echt nicht so gut, auch die Aussprache ist schlimm, vom Lehrer *argh*, kein weiterer Kommentar dazu....
Meine Gastfamilie ist sehr lieb, und die Leute aus meiner Klasse sind echt nett, da hab ich echt Glück gehabt, aber überhaupt die Mentalität der Menschen hier ist ganz anders, sie sind viel offener, herzlicher, direkter. Mich haben sie schon am ersten Tag gefragt, ob mir ein Junge aus der Klasse gefällt...!
Gestern, also Freitagabend war so was wie eine Begrüßungsfeier für mich und Thomas, mit Barbecue... sehr lecker, noch ne Anmerkung: das Fleisch hier ist einfach total lecker!!!!!!!!!!! Jedenfalls, die Feier war total genial, die Mädchen sind alle total abgegangen, anscheinend vertragen die hier nicht sehr viel Alkohol ;) Es war sehr, sehr schön, und lustig, und ich bin ziemlich früh gegangen, so um 2, ich bin nicht mehr mit ins Zentrum tanzen gegangen...Na ja, das nächste mal vielleicht ;)
Bis bald eure Valerie






