Franziska über ihr argentinisches Weihnachtsfest
Ich hätte das Weihnachten fast nicht als Weihnachten erkannt, wäre da nicht ein kleiner geschmückter Kunstbaum und viele Geschenke darunter gewesen. Wir waren über die Feiertage bei der "Oma" zu Besuch, die in einem Dorf ca. 2 Autostunden von Córdoba wohnt.
Heilig Abend wurde dann bei Tante und Onkel gefeiert, die im gleichen Dorf wohnen. Die Tante hat sogar ein paar Weihnachtskekse gebacken, nach altem Rezept ihrer Oma, die Deutsche war. Wir haben uns so um 10 Uhr abends zum Essen getroffen. Es gab kaltes Buffet, für alles andere war es zu warm. Weil die "Kleinen" immer ungeduldiger wurden, wurden die Geschenke schon um 11 Uhr aufgemacht (übrigens: die Kinder glauben hier wirklich an den Weihnachtsmann... die Weihnachtsmannkultur ist hier viel stärker vertreten, vielleicht, weil viele keine Christen sind und nichts vom biblischen Weihnachten wissen).
Der Weihnachtsmann bringt hier aber genau die gleichen unnötigen Sachen wie in Deutschland: ein Handy, eine Playstation, eine Puppe, die Mama sagen, weinen und lachen kann, usw. Um 12 Uhr gab es dann Feuerwerk. In dem kleinen Dorf gab es nicht viel zu sehen, doch wir haben selber auch ein paar Böller in die Luft gejagt. Das war erst der Anfang der Nacht. Danach bin ich mit meiner Gastschwester und ihrer Cousine noch ausgegangen.





