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DOWN UNDER: Die Welt einmal andersrum

Lena war Austauschschülerin in Chapman, Australian Capital Territory

Wenn man an Australien denkt, fallen einem Dinge ein wie giftige Tiere, endlose Weite und Aborigines. Und ich war wirklich gespannt, ob an diesen Klischees was dran ist. Auf jeden Fall war allein die Reise dahin schon ein Abenteuer, denn nur ein Flug über 16.000 km bringt einen an diesen unglaublichen Fleck Erde. Unbekanntes Objekt

Tatsächlich hab ich gleich in meinen ersten drei Tagen auf australischem Boden einige der wichtigsten Hauptattraktionen kennen gelernt: Harbour Bridge, Opera House und Bondi Beach! Dadurch, dass es sich dabei um ein Einführungsseminar in Sydney handelte, hatte ich auch gleich die Möglichkeit mich mit 45 anderen Austauschschülern aus aller Welt auszutauschen.

Letztendlich kam ich dann bei meiner Gastfamilie in Canberra an und war erstmal ganz schön verblüfft über diese Unmengen an Buschland und das in der Hauptstadt! Tatsächlich sind hier auch Kängurus keine Seltenheit, aber um Schlangen, Skorpione und Spinnen muss man sich in der Zivilisation eher keine Sorgen machen…

Das Schulsystem unterscheidet sich um einiges vom deutschen, da man nur fünf Fächer wählen muss und dabei an fast nichts gebunden ist! Das hat mir die einmalige Chance gegeben so praktisch orientierte Fächer wie Photography, Dance, Cooking und Outdoor Education auszuprobieren. Meine Eindruck ist eigentlich, dass die Schüler hier ein bisschen motivierter zur Schule gehen, weil das College auch eine größere soziale Rolle spielt.

Ja, allgemein sind die Leute wohl einfach viel mehr easy-going und da ist es auch nichts Besonderes mal ein Gespräch mit einem wildfremden Menschen auf der Strasse anzufangen. Die ganze Gesellschaft ist ziemlich multikulturell und so bekommt man eigentlich von allen Kulturen ein bisschen was ab. Ich finde es ziemlich spannend, so ein Angebot an verschiedenen Restaurants in einer einzigen Stadt zu haben: Thai, Vietnamesisch, Laos, Singapurisch, Griechisch, Italienisch, Türkisch, Indisch…

Meiner Gastfamilie bin ich auf jeden Fall unendlich dankbar, weil sie mir einige der schönsten Monate meines Lebens beschert hat! Dank ihr bin ich auch an die Küste und nach Melbourne gekommen, wo ich sogar einen Teil der Commonwealth Games gesehen hab! Und man kann wohl sagen, dass die Australier recht sportverrückt sind, weil sie es einfach lieben Sport zu verfolgen oder darauf zu wetten! Ich persönlich finde es ja reichlich verwirrend, dass es neben Soccer, dem “normalen Fußball”, auch noch Rugby Union, Rugby League und AFL gibt. Die Unterschiede sind mir leicht schleierhaft… Und ich bin sogar in den Genuss gekommen Surfen auszuprobieren, was natürlich nicht ganz einfach war. Aber ich konnte doch nachvollziehen, warum die Jugend hier so darauf brennt!

Und dann sind da natürlich diese Dinge, die einen einfach zum schmunzeln bringen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass manche Leute ihren Tag mit Vegemite, einem braunen, salzigen Brotaufstrich, beginnen. Na ja, inzwischen mag ich den eigentlich ganz gern und damit bin ich wohl eher der Ausnahme-Austauschschüler…:-) In die Sprache kommt man nach ner Zeit wirklich rein und ich bin mir sicher, dass ich das ganze Englisch um mich herum in Deutschland echt vermissen werde! Es ist einfach wunderbar, eine zweite Sprache fast wie die eigene zu sprechen oder zumindest ohne weiteres ausdrücken zu können, was man zu sagen hat.

Ja, ich glaube dieser Austausch hat mir schon eine gehörige Portion mehr Selbstbewusstsein gegeben und die Erfahrungen, von denen man ja genug macht, werden wirklich unvergesslich sein! I LOVE AUSTRALIA!!!