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6 Monate in Frankreich

Als ich im Januar nach Frankreich abgereist bin, hatte ich nur wenig Vorstellung, was mich genau erwarten würde…

Ich wurde aber sofort von meiner Familie (und auch von den anderen Verwandten) als ein Mitglied der Familie aufgenommen. Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gasteltern, einem 14-jährigem Gastbruder, einer 11-jährigen Gastschwester und einer Gastschwester, die ca. ein Jahr alt ist.

Auch wenn Frankreich ein Nachbarland von Deutschland ist, so gibt es dennoch viele Unterschiede. Sowohl im privaten Leben als auch in der Schule. Z.B wurden eine andere Deutsche und ich ganz dumm angeschaut, als wir erzählt haben, dass bei Wahlen auch Säle in Kirchen als Wahllokale verwendet werden!

Schüleraustausch FrankreichDa ich in einem kleinen Dorf wohnte und ca. 15 Kilometer bis zur Schule hatte, gestaltete sich mein Schultag als äußerst lang. Ich musste jeden morgen den Bus um 6h55 nehmen und war dann schon um 7h30 in der Schule, obwohl ich 4mal/Woche erst um 9 Uhr mit dem Unterricht begonnen habe. Abends gab es genau einen Bus zurück, sodass ich dann um ca. 18h45 wieder zu Hause ankam.

In der Schule waren alle richtig nett und ich habe schnell Anschluss gefunden. Glücklicherweise waren schon 5 andere Austauschschüler da, die meine Situation kannten und alles taten, damit ich mich schnell zu Recht fand. Meine Klassenkameraden waren auch total nett. Mit ihnen außerhalb des Unterrichts Kontakt zu halten war allerdings wesentlich schwerer. Da mittags immer in der Schulkantine gegessen wird, kommt man auch ganz schnell mit anderen Schülern ins Gespräch und findet so immer neue Freunde.

Mit meiner Gastfamilie habe ich auch viele Ausflüge gemacht. Wir waren z.B. in St. Malo, öfters bei den Großeltern, die in einer alten Mühle wohnen, und sogar ein verlängertes Wochenende in La Rochelle!! Dort war es echt richtig schön.

Nach 6 Monaten musste ich dann im Juli leider schon wieder nach Hause fahren.

Andrea aus Frankreich