Christoph in Lincoln
Als ich mich damals, im Herbst 2007, bei AYUSA International bewarb, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen. Allerdings war ich viel zu aufgeregt, was das nächste Jahr für Überraschungen bereithalten würde, als dass ich diesem Gefühl Beachtung schenken konnte. Nach langem Warten, bekam ich in den Sommerferien endlich meine Gastfamilie.
Eine dreiköpfige Familie. Die Eltern waren beide Ärzte und hatten einen Sohn in meinem Alter. Sie lebten in Lincoln, Nebraska.
Außerdem sollte ich mit einer schwedischen Austauschschülerin leben. Da ich meine Abschiedsparty schon geschmissen und mich von allen Freunden verabschiedet hatte, konnte es endlich losgehen.
Nachdem ich mich am Flughafen Frankfurt von meinen Eltern verabschiedete, ging es mit den anderen Austauschschülern nach New York. Es war eine grandiose Erfahrung diese atemberaubende Stadt zu sehen. Unser Tour Guide, ein etwas verrückter aber durchaus sympathischer Mann, kannte sich bestens aus. Nach drei Tagen in N.Y. ging es weiter nach Chicago und dann nach Lincoln.
Meine Gastfamilie erwartete mich schon und sie hielten ein Schild hoch, damit ich sie ja nicht verpasste. Man muss dazu sagen, dass dies der kleinste Flughafen war, den ich je gesehen hatte :-)
Noch nicht ganz zu Hause angekommen, fragte mich mein Gastbruder, ob ich Lust hätte, mit ihm zu einer Geburtstagsparty zu kommen. Da ich sehr neugierig war Lincoln ein wenig kennen zu lernen, sagte ich ja. Mein Gastbruder fuhr einen giftgrünen Jeep dessen Dach er abgenommen hatte. Wie sich später herausstellte, sollten die Leute auf der Party meine besten Freunde werden. Tolle Erfahrungen habe ich auch in der Schul Marching Band und im Football-Team gemacht.
Auch, wenn ich gerne länger geblieben wäre als sechs Monate, hatte ich die beste Zeit meines Lebens. Ich habe sehr gute Freunde gefunden, denen ich geschworen habe, sie alle mal zu besuchen. Ich schreibe regelmäßig E-Mails mit jedem Einzelnen und halte Kontakt via Facebook. Von daher kann ich sagen, es hat sich gelohnt. Außerdem will meine Gastfamilie mich im Sommer besuchen kommen.



