Au pair New York – Meine Teilnahme am NYC Halbmarathon

0 Flares Filament.io 0 Flares ×
Au pair Julia bekommt ihre Startnummer

Das ehemalige Ayusa-Intrax Au pair Julia bekam im März einen Platz im Starterfeld des New York City Halbmarathons (c) Ayusa-Intrax

Regelmäßige Blog-Leser kennen Julia wahrscheinlich noch aus ihrer Zeit als Au pair in New York und Praktikantin bei Ayusa-Intrax. Nun kehrte sie in ihre zweite Heimat zurück, um sich einen weiteren großen Traum zu erfüllen: Sie bekam die Chance, den New York City Halbmarathon zu laufen. Natürlich hat sie während ihrer Reise auch ein wenig Zeit mit ihrer alten Gastfamilie verbracht.

Au pair in den USA – wie alles begann

Im Sommer 2016 hieß es für mich „Goodbye Deutschland“ und „Welcome to New York“. Mein Traum Au pair zu werden ging in Erfüllung und ich durfte für ein Jahr bei meiner wunderbaren Gastfamilie auf Long Island leben. In dieser Zeit habe ich unzählige tolle Erfahrungen gesammelt. Man kann so vieles in New York unternehmen: Für mich war ein von meiner Gastfamilie geschenkter Helikopter-Rundflug das Highlight. Doch dieses Jahr habe ich ein weiteres Highlight in meiner Lieblingsstadt dazugewonnen: Bei dem 21,1 Kilometer langen Lauf durch die Metropole habe ich eine ganz einzigartige und unvergessliche Tour von Brooklyn nach Manhattan geboten bekommen.

Au pair Julia im Ziel des NYC Half.

Für unser ehemaliges Au pair Julia ging es im März zurück in ihre zweite Heimat und über die Ziellinie ihres ersten Halbmarathons. (c) Ayusa-Intrax

1. Vorbereitung ist das A&O

Nachdem ich in meinem Auslandsjahr bei dem berühmten New York Marathon als Volunteer mitgeholfen und die tolle Atmosphäre des Laufes mitbekommen habe, stand für mich fest, dass ich gerne den Halbmarathon mitlaufen möchte. Weil das aber so viele Leute wollen, gibt es ein Losverfahren und es gab leider letztes Jahr keinen Startplatz für mich. Letzten Dezember wurden dann die Startplätze für dieses Jahr ausgelost und ich bin mit der tollen Nachricht aufgewacht, dass ich dieses Jahr mitlaufen darf. Ab dem Moment wurde mir aber auch klar, dass es einiges an Arbeit bedeutet: Fast jeden Tag in der Woche nach der Arbeit bei schlechtem Wetter und Erschöpfung noch Ausdauer sowie Kraft trainieren und vor allem auf die Ernährung achten – in der Weihnachtszeit gar nicht so einfach. Auch die richtige Ausstattung musste erstmal gefunden werden. Durch eine Laufanalyse habe ich zum Beispiel meine perfekten Laufschuhe gefunden.

2. Think big!  –  ein typisch amerikanisches Event

In Amerika ist alles größer, auch die Halbmarathon Vorbereitung. Als ich meine Startnummer abgeholt habe, bin ich über einen roten Teppich gelaufen, alle möglichen Leute haben mir zugeklatscht, viel Glück für den Lauf gewünscht und Fotos gemacht. Wie immer waren alle Amerikaner richtig zauberhaft und freundlich. Ich habe bei dem Event nicht nur meine Startnummer erhalten, sondern auch ein Laufshirt, hatte die Möglichkeit Dinge zu kaufen, habe viele Informationen sowie eine Strategien für die Strecke erhalten und habe letztlich drei Stunden dort verbracht.

3. Der große Tag

Mit dem Lauf war es so, wie mit meinem Au pair Jahr: So lange Zeit habe ich darauf hingefiebert und auf einmal war der große Tag gekommen. Bereits um 6:45 Uhr musste ich beim Startpunkt am Prospect Park sein. Es waren Minustemperaturen und überall Menschen. Ich war sehr nervös, weil es mein erster Halbmarathon (von den Trainingsläufen abgesehen) war, aber als es losging, fiel all die Anspannung ab und es hat einfach total Spaß gemacht. Auf der gesamten Strecke waren Menschen am Straßenrand, die einen angefeuert haben. Volunteers händigten Wasser und Snacks aus. Das größte Highlight war für mich aber die Strecke an sich: Bei blauem und sonnigem Himmel am Barclay Center vorbei, über die Manhatten Bridge, an den United Nations vorbei, am East River Ufer über die 42ste Straße über den für Autos gesperrten Times Square in den Central Park, wo auch schon die Ziellinie war. Als ich diese überschritten habe, waren all die Anspannungen der letzten Wochen vergessen und ich war so dankbar für all die Arbeit, Kosten und Mühen, die ich auf mich genommen habe. Dieser Tag war definitiv einer der schönsten meines Lebens! Ich wünschte jeder könnte das erleben, was ich erlebt habe.

Strand und Meer Miami Beach

Nachdem Julia und ihre Mutter in New York Schnee und Minustemperaturen miterlebt hatten, tankten sie in Miami Beach wieder etwas Sonne und Wärme. (c) Ayusa-Intrax

4. Erst die Arbeit und dann das Vergnügen

Neben dem Halbmarathon war ein weiteres Highlight am Anfang der Reise die Reunion mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden. Auch mein liebes Nachfolge-Au pair konnte ich noch besser kennenlernen und unsere Freundschaft pflegen. Alles war beim Alten und meine Kinder lieben mich genauso wie vor einem Jahr! Fünf Tage konnte ich wieder in meinem alten Leben verbringen. Wir hatten sogar einen Snowday wegen eines Schneesturms, an dem wir unsere Snowmobile rausholen konnten und ein Iglu mit den Kindern gebaut haben.
Deshalb war ich froh, dass wir im Anschluss an den Halbmarathon auch noch nach Miami geflogen sind und eine knappe Woche in Florida mit glasklarem Wasser und Temperaturen um die 30 Grad Celsius verbracht haben.

Ich hoffe, euch haben meine Eindrücke von dem United Airlines NYC Half gefallen und dass ihr genauso reiselustig und willensstark mit euren Träumen seid, wie ich. Ich wünsche euch nur das Beste!