Ayusa-Intrax Returnees heute: Anna und die Lust am Reisen

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Ayusa-Intrax Returnee Anna

In den USA entdeckte Anna ihre Liebe zu Hunden. Heute studiert sie Materialwissenschaften in Darmstadt (c) Ayusa-Intrax

Nach ihrem Schüleraustausch in den USA konnte Anna nicht genug vom Reisen bekommen. Nach ihrem Abitur ging es deshalb weiter nach Australien. Heute berichtet sie, wie die Auslandsabenteuer sie verändert haben und welches nächste Reiseziel ganz oben auf ihrer Liste steht. Ich habe 2008/2009 einen Schüleraustausch gemacht. Auf einer Farm außerhalb eines winzig kleinen Ortes in Northern Illinois. Neben meinen Gasteltern und meiner Gastschwester lebten noch 150 Milchkühe, 8 Hunde, 10 Katzen und 3 Fische auf der Farm. Und ich war ein Senior auf der Dakota High School.

Aller Anfang ist schwer…

Ich hatte jede Menge Spaß damals, war überrascht wie einfach es mit der Sprache war und wie unterschiedlich doch Schule in den USA und in Deutschland war. Ich hatte eine tolle Zeit, auch wenn ich anfangs ein paar Probleme hatte, da ich sehr schüchtern war und meine Gastschwester und ich nicht gut miteinander auskamen. Aber ich hatte einfach wunderbare Gasteltern, habe meine Liebe zu Hunden entdeckt (vorher hatte ich Angst vor ihnen) und viele Freunde gefunden mit denen ich auch heute noch Kontakt habe.

Ayusa-Intrax Schüleraustausch

Eine tierische Begegnung: Anna mit einem Känguru in Australien (c) Ayusa-Intrax

Der Schüleraustausch hat das Fernweh in mir geweckt

Nach dem Abitur bin ich sofort wieder für ein Jahr ins Ausland gegangen, und zwar habe ich Work and Travel in Australien gemacht. Ohne meine Zeit in den USA hätte ich das vielleicht gar nicht gemacht oder zumindest nicht so viel Spaß gehabt. Denn nur weil ich deutlich selbstbewusster geworden bin und wusste, dass ich auch alleine in einem anderen Land klar kommen würde, habe ich mich das getraut. Und die Amerikaner haben mir beigebracht, anderen Leuten gegenüber offen und freundlich zu sein, wodurch ich jetzt auf 3 Kontinenten gute Freunde und Familie gefunden habe. Und ich hätte sonst wohl auch nicht den Mut gehabt, aus einem Flugzeug zu springen oder einen Bungy Jump zu machen und noch viele weitere verrückte Erlebnisse.

Auch im Studium zieht es mich ins Ausland

Danach habe ich ein Jahr Forensik studiert, das hat mir aber nicht so gut gefallen. Ich hatte trotzdem eine schöne Zeit und bin froh, dass ich vorher gelernt hatte, dass es nicht schlimm ist, wenn etwas nicht so läuft wie man sich´s vorgestellt hat und dass man dann halt was anderes macht. Jetzt studiere ich Materialwissenschaften und glaube, dass es das Richtige für mich ist. Bis jetzt macht es mir zumindest sehr viel Spaß.

Für mein Studium brauchte ich ein 6-wöchiges Vorpraktikum, das ich in Belgien gemacht habe. Dort hat mich die Familie eines Arbeitskollegen meines Vaters aufgenommen und mich auch nicht wieder gehen lassen, obwohl ich für die letzten 4 Wochen eine eigene Wohnung hätte. Es gibt also auch in Europa jede Menge tolle Gastfamilien, die einen einfach so aufnehmen und die eigene Kultur erleben lassen.
Ich will auf alle Fälle wieder ein neues Land entdecken, weshalb ich momentan fleißig Spanisch lerne. Das 5. Semester kann ich dann hoffentlich in Madrid verbringen.