Ayusa-Intrax Returnees heute: Au pair Franziska und ein ganz besonderer Julitag

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Franziska verbrachte ihr Au pair Jahr in Texas und nutzte die einmalige Gelegenheit auch andere, aufregende Hot Spots in den USA zu entdecken (c) Ayusa-Intrax

Ein unvergessliches Datum, endlose Staffeln amerikanischer TV-Serien und enge Freundschaften in andere, ferne Länder. Nach ihrem Au pair Jahr in den USA brachte Franziska viele Erinnerungen, Erfahrungen und Erkenntnisse nach Hause, von denen sie dir heute in unserer Blogreihe Ayusa-Intrax Returnees heute berichtet.16.07.2012 – Dieses Datum werde ich nie vergessen! An diesem Tag ging der Flieger mit mir und meinen beiden großen Koffern in die Luft Richtung Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Den Wunsch ein Jahr Au pair in den USA zu sein, hatte ich schon viele Jahre und mit bestandenem Abitur stand dem dann auch nichts mehr im Wege!

Erinnerungen und Freundschaften für die Ewigkeit

Viele Erlebnisse von damals fühlen sich noch immer an, als wären sie erst gestern gewesen. Ich hatte das Glück eine unglaublich tolle Gastfamilie gefunden zu haben, die mich vom ersten Tag an überall hin mitgenommen hat und mit der ich auch heute noch regelmäßig via Skype telefoniere. Ich habe sie auch erst im Sommer 2014 für ein paar Wochen besucht.

Aber ich habe auch Freunde aus verschiedenen Ländern gefunden. 2015 geht es zu einem anderen ehemaligen Au pair nach Dänemark und vielleicht bekomme ich auch noch Besuch aus Polen. Ohne diese Freunde, mit denen man die glücklichen und kritischen Momente seines Au pair Jahres teilen konnte und kann, wäre die Zeit wahrscheinlich nur halb so schön gewesen. Heute, eineinhalb Jahre später, kann man an diversen Dekosachen in meiner Wohnung noch immer erahnen, dass ich ein ganz spezielles Verhältnis zu den Staaten habe.

Die goldschimmernde Medallie hat zwei Seiten:  Meine Erkenntnisse als Au pair

Aber nicht einzig allein meine Vorliebe zu Stars und Stripes oder mein amerikanisches Englisch sind mit mir nach Deutschland zurückgekommen, auch das Bewusstsein, dass es zwei Seiten der Medallie gibt: Während in Deutschland gegen die Studiengebühren von 500 Euro protestiert wurde, hat eine Freundin von mir jeden Cent, den sie verdient hat, beiseite gelegt, um sich nach der High School die Studiengebühren von ein paar Tausend Dollar pro Semester leisten zu können. Oder ihre Mutter, die nach eineinhalb Jahren Arbeitslosigkeit kurz davor war, Haus und Auto zu verkaufen, da die Ersparnisse aufgebraucht waren und es vom Staat keine Unterstützung gab. Aber auch ganz banale Dinge wie die unendlich Müllproduktion durch mehrfach verpackte Artikel oder Einwegartikel. Und nicht zu vergessen das Auto. Es muss pro Familie mindestens einen SUV geben und dann wird auch nur die kürzeste Strecke mit dem Auto gefahren. Vor allem in Texas wird man wie das achte Weltwunder angesehen, wenn man zum Pool um die Ecke mit dem Fahrrad fährt.

Filme, Kinos und Co. als Inspiration für den nächsten Besuch in den USA

Mittlerweile mache ich eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei der Messe München und auch wenn das Geld für keine großen Fernreisen reicht, wird fleißig für den nächsten Besuch der Gastfamilie gespart. Die Zeit dazwischen wird damit überbrückt, dass englische bzw. amerikanische Filme nur noch in der Originalversion angesehen werden. In München gibt es glücklicherweise mehrere Kinos dafür. Während aber bereits die elfte Staffel Grey’s Anatomy im Fernsehen läuft, warte ich gespannt auch die erste DVD der zehnten Staffel vom Filmverleih um sie mir Originalton ansehen zu können.

Momentan muss ich als Kind vom Land erst noch das Leben in der Großstadt genießen, aber es wird mich bestimmt wieder in die Welt hinausziehen, vielleicht nicht unbedingt nach Amerika aber bestimmt in eines der englischsprachigen Länder.

– Franziska –