Ayusa-Intrax Returnees heute: Au pair Kristina rockt ihr Jurastudium

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Ayusa-Intrax Returnees heute

Au pair Returnee Kristina mit ihrem Gastkind und als Gittaristin in ihrer Band (c) Kristina Soltau

Hast du dich auch schon mal gefragt, welche Vorteile dir ein Auslandsaufenthalt langfristig bringt und wie er dein Leben verändert? In unserer neuen Blogreihe berichten dir ehemalige Ayusa-Intrax Teilnehmer, wie sie von ihrer Zeit im Ausland geprägt wurden, wie sie darauf zurück blicken und was sie heute – eine paar Jahre später – machen. Unsere Reihe startet mit Au pair Returnee Kristina …

Meine Au pair Zeit

Von August 2005 bis August 2006 war ich Au pair in St. Paul, der Hauptstadt des wunderschönen Staates Minnesota. Dort verlebte ich eine großartige Zeit und lernte viel über die amerikanische Kultur und Lebensweise. Aber am meisten lernte ich über mich selber. Ich wusste besser, wer ich sein will, wer die Menschen sind mit denen ich mich umgeben möchte, was mir im Leben wirklich wichtig ist und vor allem, was eigentlich unwichtig ist.

Die Rückkehr und was nun?

Nach meiner Rückkehr begann ich in meiner Heimatstadt Hamburg ein Jurastudium. Das hört sich nun erst mal so an, als hätte mich mein Auslandsjahr hinsichtlich meiner Berufswahl nicht sonderlich beeinflusst, aber der Abstand zum Altbekannten, war für mich unerlässlich um besser zu lernen, wer ich bin und wohin meine Reise eigentlich gehen soll.

Lange Zeit machte ich neben meinem Studium noch Musik in einer Rockband. Eine rockende Juristin? Ja! Und auch hier spielt mein Jahr in den USA eine wichtige Rolle, denn dort habe ich gelernt, dass man einfach alles sein kann, was man will, ohne sich in eine Schublade stecken lassen zu müssen.

Ayusa-Intrax Returnees heute

Heute studiert Returnee Kristina Jura (c) Kristina Soltau

Lernen fürs Leben

Aber das Wichtigste, dass ich durch mein Jahr in Minnesota lernen durfte, ist die Tatsache, dass man an zwei Orten der Welt zu Hause sein kann, dass man auch nach Jahren noch den Geschmack der liebsten Kaffee-Karamell-Sahne-Kalorienbombe auf der Zunge hat und dass es nichts gibt, was man nicht schaffen kann, wenn man Menschen findet, die bedingungslos ihr Herz und manchmal auch ihre Familie öffnen.

Au pair sein hat mich gefordert und gefördert, es hat mich erwachsener gemacht und nach 20 behüteten Jahren im Kreise meiner Familie meinen Blick für das geschärft, was außerhalb meiner Grenzen und Vorstellungskraft liegt. Die Welt ist groß, überwältigend, wunderschön und wartet nur darauf von jedem Einzelnen erforscht und entdeckt zu werden. Die USA waren nur ein erster Schritt, der mir die Angst vor dem großen Unbekannten genommen hat. Und dank der wunderbaren Menschen, die ich während meiner Zeit in den USA kennenlernen durfte, habe ich verstanden, das alles, Gutes wie Schlechtes, viel schöner und besser wird, wenn man nur einen lieben Menschen hat, mit dem man diese Erfahrung teilen und sein Leben lang bewahren kann.

Kristina Soltau