Die besten Sportarten im Schüleraustausch: Tennisstar Anni über ihre Erfolge

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Anni voll in Action bei ihrer Leidenschaft, dem Tennisspielen (c) Ann-Kathrin Neiss

Anni voll in Action bei ihrer Leidenschaft, dem Tennisspielen (c) Ann-Kathrin Neiss

Während deines Schüleraustausches hast du die Chance verschiedenste Sportarten an deiner Schule auszuprobieren. Football, Hockey, Baseball, Cheerleading und vieles mehr steht zur Auswahl. Neben körperlicher Fitness hat dein sportliches Engagement noch einen weiteren Vorteil: Du bist Teil eines Teams und lernst direkt neue Freunde kennen! So ging es auch unserer Anni, die sich in den USA einen lang ersehnten Wunsch erfüllte und dem Tennisteam beitrat oder wohl eher beitreten durfte. Denn eine Selbstverständlichkeit ist die Aufnahme nicht. Doch lies selbst!

A Dream becomes true

Einmal an einer echten amerikanischen High School im Tennisteam zu spielen, war schon lange mein Traum. Ich hatte schon früh mit dem Tennisspielen begonnen und es war dementsprechend zu einem großen Teil meines Lebens herangewachsen. Als ich dann im Juni den Brief mit den Informationen zu meiner Gastfamilie bekommen hatte, stand fest, dass es an der High School dort auch ein Tennisteam gab. Ich habe mich riesig gefreut, aber es gab trotzdem immer diese Angst es nicht ins Team zu schaffen. Ich meine, wer konnte mir schon garantieren, dass ich gut genug für das Team war!? Richtig, keiner. Deshalb habe ich auch gleich angefangen die Schule und das Team zu „googlen“. Leider gab es keine Informationen mit denen ich hätte etwas anfangen können. Dementsprechend hieß es abwarten. Aber dann, eines morgens hatte ich ganz überraschend eine E-Mail von meiner zukünftigen Tennistrainerin im Postfach. Ich war so aufgeregt und glücklich. Wir haben also noch die ein oder andere Mail verschickt, bevor es für mich dann hieß: „Tschüss Deutschland! Hallo USA!“

Das erste Training direkt gegen die Nummer Eins

Ich kam an einem Samstag in Franklin, einem kleinen Ort in North Carolina an. Am Montag darauf, bin ich dann auch gleich das erste Mal zum Tennistraining gegangen. Das war vielleicht komisch…ich kannte (natürlich) noch keinen; konnte nur ¾ der Sätze verstehen und alle haben mich angeguckt. Als alle sich vorgestellt hatten, ging es auch gleich zur Sache. Es musste schließlich noch geklärt werden, an welcher Position ich spielen sollte. Nach kurzem Hin- und Herspielen entschied meine Trainerin dann, dass ich gegen deren Nummer eins spielen sollte. Ich war so nervös, habe aber versucht ruhig zu bleiben und einfach zu spielen. Genauso hab ich’s auch gemacht und habe dann auch gegen die Nummer eins gewonnen. Damit stand fest, ich werde die diesjährige Nummer eins im Team sein. Ich war überrascht, aber glücklich, denn ich hatte es geschafft. Mein Traum wurde Wirklichkeit. Nachdem mir alle gratuliert hatten, war das erste Training auch schon vorbei. Es war ein toller Tag für mich gewesen.

Die erste Niederlage als echtes Team

Der kommende Montag, war dann unser erster Schultag und damit auch unser erster Tag, an dem wir ein Mannschaftsspiel hatten. Erst wusste ich nicht, ob ich mitfahren wollte, denn ich musste dafür die letzte Stunde ausfallen lassen, und es war ja schließlich mein erster Tag, aber alle haben auf mich eingeredet und mich dann auch schließlich überredet doch mitzufahren. Wie sich später herausstellte, war dies der schwerste Gegner in unserer Gruppe. Leider haben wir verloren, aber das machte keinem etwas aus, nein, wir haben unser neues Team gefeiert. Es war ein echt tolles erstes Spiel und mir war nach diesem Tag sofort klar, dass dieses das beste Team war, das ich je gehabt hatte!

Annis Tennisteam an ihrer High School (c) Ann-Kathrin Neiss

Annis Tennisteam an ihrer High School (c) Ann-Kathrin Neiss

Einer für alle, alle für einen

Die nächsten Wochen verliefen sehr gleich. Wir hatten dienstags, donnerstags und freitags Training und dann montags und mittwochs ein Spiel. Das hört sich zwar viel an, aber da man ja nicht alleine war, war das total gut zu schaffen. Wir hatten eigentlich immer sehr viel Spaß und auch wenn es einem mal nicht so gut ging, dann haben wir immer versucht denjenigen wieder aufzumuntern.

Schluss mit lustig: Die Spiele beginnen

Nach unserer Mannschaftsphase gab es die sogenannten Regionals und States, zu welchen man sich qualifizieren musste. Da ich alle meine Einzel gewonnen hatte, durfte ich an den Regionals teilnehmen. Es war ein echt einmaliges Erlebnis. Meine Trainerin und meine Gastmutter waren beide mit und wir haben das Wochenende zusammen auf der Tennisanlage verbracht. Da ich nach dem ersten Tag noch im Rennen war, stand fest: ich darf zu den States. Ich konnte es nicht glauben. Ich war eine der Top 16 Mädchen (für AA) in North Carolina! Unglaublich. Und auch meine Trainerin war total glücklich! Eine Woche später ging es dann also 6 Stunden Richtung Osten. Endlich angekommen haben wir unsere Hotelzimmer bezogen und es uns gemütlich gemacht. Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Am Ende des Turniers hatte ich dann den 3. Platz belegt. Meine Trainerin, die selber noch sehr jung war, und ich waren nach all diesen Erlebnissen mehr wie Freundinnen.

Eine Woche nach den States hatten wir dann unser Team Banquet. Dort wurde allen gratuliert und die einzelnen Spieler wurden geehrt. Wir hatten total viel Spaß und waren auch sehr traurig, dass unsere tolle Saison nun vorbei war. Es war ein einmaliges Erlebnis, dass ich so schnell nicht vergessen werde! Danke an alle, die mir dabei geholfen und mich unterstützt haben!

Welchen Sport hast du während deines Auslandsaufenthaltes gemacht? Oder hast du eine Sportart, die dich so fasziniert, dass du sie gerne einmal ausprobieren möchtest? Wir freuen uns über deine Antwort als Kommentar unter diesem Beitrag.