St. Knut Tag – Nadelattacken-Gefahr für Austauschschüler

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Ein skandinavischer Weihnachtsbaum lernt am St.-Knut Tag in Skandinavien fliegen (c) von Links: Ayusa-Intrax, Carsten Bach, macbosse

Ein skandinavischer Weihnachtsbaum lernt am St. Knut Tag in Skandinavien fliegen (c) von Links: Ayusa-Intrax, Carsten Bach, macbosse

Heute feiern die Schweden, Norweger und Finnen den St.-Knut-Tag und somit das Ende der 20- tägigen Weihnachtszeit. In den meisten christlichen Ländern, wie z.B. in Deutschland, endet sie ja bereits mit dem Tag der Heilig Drei Könige am 6. Januar etwas früher. Der heutige Tag steht dort ganz im Zeichen der Familie und wird in den Nachmittags- und Abendstunden gemeinsam im Kreise der Liebsten verbracht. Wir erklären dir nicht nur die Hintergründe dieses ziemlich amüsant klingenden Feiertages, sondern verraten dir auch, warum du heute, als Austauschschüler im jeweiligen Lande, lieber nicht unaufmerksam durch die Straßen laufen solltest.

Eine kleine Zeitreise

Obwohl der letzte Weihnachtsfeiertag, der St.-Knut-Tag ausschließlich in Schweden, Norwegen und Finnland zelebriert wird, liegen seine eigentlichen Ursprünge in Dänemark. Der Name des Feiertages und die damit verbundene 20- tägige Weihnachtszeit geht nämlich nicht auf unseren entzückenden Berliner Eisbären, sondern auf den Heiligen König Knut IV. zurück.  Ob der 13. Januar nun aber St. Knut Tag heißt, weil der Heilige König am 13.01.1086 verstorben ist oder, weil er forderte die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern, ist und bleibt bis heute unklar.

Wie wird der Tag gefeiert?

Da bei uns Deutschen das Ende der Weihnachtszeit eher unspektakulär abläuft, erscheinen uns die feierlichen Rituale der Skandinavier sicher etwas kurios. Für diese ist die Entsorgung des Weihnachtsbaumes nämlich ein großes Ereignis. Feierlich wird am 13. Januar der Tannenbaum geplündert, indem die Kerzen und der Schmuck abgehangen werden. Diese Tradition ist vor allem bei den Kindern hochbeliebt, denn die Bäume sind nicht selten von oben bis unten mit Süßigkeiten behangen. Der krönende Abschluss des Tages dürfte uns, dank der Werbung eines bekannten schwedischen Möbelhauses, nicht ganz unbekannt sein. Zu guter Letzt werden die Bäume aus der Wohnung entsorgt. Die ausgedienten Tannen werden dafür aus den Fenstern geworfen, so wie wir es aus den Bildern der Werbung kennen. Wenn du dich also während deines Austauschjahres in Schweden, Finnland oder Norwegen befindest, solltest du dich heute vor allem in den ländlichen Gegenden, vor fliegenden Bäumen hüten!

Hast du vielleicht selber schon mal den St. Knut Tag in einem, der drei genannten Ländern miterlebt oder davon gehört? Schreibe uns einen Kommentar über deine Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen. Wir sind gespannt und freuen uns auf deine Geschichte.