Vom ganz normalen „Au pair Wahnsinn“ – 13 Monate in den USA Teil 2

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Saskia kehrte mit vielen schönen und einzigartigen Erinnerungen nach Deutschland zurück. An manchen Tagen kommt ihr alles vor wie in einem Traum (c) Ayusa-Intrax

Im zweiten Teil von ihrem „Au pair Wahnsinn“ erfährst du von Saskia, was ihr 21. Geburtstag in den USA mit der Fußballweltmeisterschaft zu tun hatte, wie es sich wirklich anfühlt nach einem ganzen Jahr nach Deutschland zurückzukeheren und warum man nach einem Au pair Aufenthalt einfach alles schaffen kann!

Summertime ist Endspurtzeit

Der Sommer brachte dann vor allem eins – sehr viel Hitze! Diese bekämpften wir mit dem örtlichen Pool, der Klimaanlage, die es in so ziemlich jedem Haushalt gibt und dem Planschbecken im Garten oder auch wahlweise mit Gartenschlauch und Wasserpistolen bewaffnet. Das war ein Spaß. Außerdem war es der Sommer, in dem ich meinen 21. Geburtstag in den Staaten feierte – und zwar am Tag des Fußball-WM-Endspiels. Ein epischer Tag, den ich niemals vergessen werde.

Und dann war das Jahr so gut wie vorbei. Meine Freunde machten sich auf den Weg nach Deutschland und ich mich wenig später auf in den Reisemonat – Chicago, Seattle, Las Vegas, California, Arizona und Hawaii wollte ich unbedingt noch sehen vor der Heimreise. Es war der krönende Abschluss des USA Jahres, ein wunderschöner, spannender, anstrengender und sehr erlebnisreicher 13. Monat. Außerdem erfüllte ich mir in dem Jahr eine paar lang gehegte Träume, unter anderem Skydiving (ja, ich hatte tatsächlich schon lange den Wunsch, aus einem fliegenden Flugzeug zu springen), einen Besuch in Disney World Orlando und mit Delfinen schwimmen.

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Saskia erfüllte sich den langersehnten Traum von einem Besuch im Disney World Orlando (c) Ayusa-Intrax

Alles Schöne hat einmal ein Ende

Und schließlich fand ich mich – mit einem Fast-Nervenzusammenbruch, zwei randvollen Koffern, einer Tasche, einem Handgepäckstück, zwei postalisch versendeten Paketen und einem ausgestopften Kissenbezug – am Flughafen wieder. Der Tag des Abschieds war gekommen. Aber irgendwie realisierte ich es nicht. Noch nicht. Das änderte sich schlagartig, als ich nach der Sicherheitskontrolle nichts mehr zu tun hatte, außer am Gate zu sitzen und zu warten. Ich konnte nur noch heulen und erntete deshalb eine Menge mitleidige Blicke.

Nach einem Au pair Jahr in den USA kann man alles schaffen!

Aber ich bin dankbar, auf ein so großartiges Jahr zurückblicken zu können. Ich habe so unendlich viel erlebt, gemacht und ausprobiert. Und ich habe Zumba für mich entdeckt. Ttolle Menschen getroffen, gute Freunde kennengelernt, spreche fließend „Denglish“ und habe ein zweites Zuhause bei meiner Gastfamilie gewonnen, inklusive Rehe, Bären, Waschbären, Streifenhörnchen und einer Eichhörnchen-Invasion im Garten. Natürlich gab es Höhen and Tiegen und ich war nicht immer hunderprozentig einer Meinung mit meinen Gasteltern, aber ich bereue keine einzige Sekunde meiner 13 Monate in den Staaten. Und nun bin ich zurück in Deutschland, zwischen Heimweh, Fernweh und dem Versuch, mich wieder einzuleben. Das ist gar nicht so leicht. Man verändert sich in dem Jahr und Zuhause bleibt alles irgendwie gleich, sodass vieles einfach nicht mehr richtig zusammen passt. Ein Au pair Jahr ist eben nicht nur ein Jahr im Leben, sondern irgendwie auch ein ganzes Leben in einem Jahr. Und wenn man zurückkommt, müssen die meisten eben auch wieder neu anfangen, obwohl man ja eigentlich in das alte Leben zurückkehrt.

Eine Herausforderung, die ich gerne annehme. Schließlich hab ich „Au pair geschafft“. Und danach kannst du alles schaffen! Also los, das Abenteuer wartet! Bist du bereit?

– Saskia –