Weihnachten 2016 beim Schüleraustausch in den USA

Pressemitteilung vom 7. Dezember 2016 - 9:00

Weihnachten verbringen die meisten am liebsten im Kreise ihrer Familie. Etliche junge Austauschschüler erfahren dieses Jahr, wie Weihnachten in ihrer zweiten Familie fernab der Heimat gefeiert wird, beispielsweise in Costa Rica, Kanada oder Neuseeland, mit unbekannten Traditionen und in teilweise völlig anderen klimatischen Verhältnissen.

Die 15jährige Austauschschülerin Jennifer aus dem Stuttgarter Umland fand die Hitze in Yuma, Arizona, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber zur Weihnachtszeit hat es sich nun bei angenehmen Temperaturen um die 20°C eingependelt. Das passt für sie als Deutsche weiterhin nicht zu Weihnachten, doch die Vorbereitungen, die in ihrer Gastfamilie bereits direkt nach Thanksgiving begonnen haben, helfen, die weihnachtliche Vorfreude zu fördern. Auch wenn es so einige Unterschiede gibt, angefangen bei der Bescherung, die in den USA am Morgen des 25. Dezember und nicht am Abend des 24. stattfindet. In der Wüste Arizonas gibt es außerdem eher künstliche Tannenbäume, die ganz anders geschmückt sind, so zum Beispiel mit Figuren der Star Wars Welt wie Yoda. Auch das Essen bietet viele Überraschungen. Die Vanillekipferl und Zimtsterne aus Jennifers Heimat werden in den USA von Sugarcookies und Peanutbuttercookies mit Hershey’s chocolate ersetzt und statt Fisch wird bei ihrer amerikanischen Familie Ham, also Schinken, an Weihnachten serviert.

Unseren in Deutschland heißgeliebten Adventskalender kennen nach Jennifers Erfahrung viele der US-Amerikaner weniger, dafür werden bereits ab Mitte September Weihnachtslieder wie Jingle Bells und Santa Claus is Coming to Town rund um die Uhr in Geschäften, in der Schule sowie in den Häusern gespielt und die Weihnachtsgeschenke bereits lange vor der Bescherung unter dem Baum gelagert. Wie Jennifer gelernt hat, haben die meisten Haushalte in Yuma nämlich gar keinen Kamin, durch den der Weihnachtsmann die Geschenke bringen könnte.

Jennifer lernt nicht nur einiges, sie bringt auch ihrer Gastfamilie deutsche Traditionen bei, so hat sie mit ihnen einen kleinen Adventskranz improvisiert. Gemeinsam bleibt allen die Freude an Weihnachten und die Liebe dazu, bekannte Traditionen mit neuen zu verbinden im klassischen Sinne des Kulturaustauschs: „So wird hier in meiner Gastfamilie fröhlich deutsche und amerikanische Kultur zusammengeworfen und das Beste daraus gemacht!“
Jennifer genießt ihre Zeit trotz all der Unterschiede in vollen Zügen: „Natürlich vermisse ich ein wenig die Kälte an Weihnachten, oder dass jeden Sonntag bei einem besonderen Frühstück eine neue Adventskerze angezündet wird, aber ich finde es wunderschön Weihnachten mal im American style zu feiern! Denn ob nun Fisch oder Ham an Weihnachten auf den Tisch kommt, ist ja wirklich kein Weltuntergang, sondern eine schöne Erfahrung, an die man sich ein Leben lang erinnern wird!“