Weihnachten 2016 beim Schüleraustausch in Kanada, Neuseeland oder den USA

Pressemitteilung vom 7. Dezember 2016 - 9:00

Weihnachten verbringen die meisten am liebsten im Kreise ihrer Familie. Etliche junge Austauschschüler erfahren dieses Jahr, wie Weihnachten in ihrer zweiten Familie fernab der Heimat gefeiert wird, beispielsweise in Ecuador, Schweden oder Italien, mit unbekannten Traditionen und in teilweise völlig anderen klimatischen Verhältnissen.

Die 16jährige Marlene aus dem Umkreis von Berlin ist ein richtiger Weihnachtsfan und musste sich erst daran gewöhnen, bei ihrem Schüleraustausch in Neuseeland Weihnachten im Sommer zu erleben. „Der Sommer hat gerade richtig begonnen, es scheint fast die ganze Zeit die Sonne und es ist auch so warm, dass wir gerne an den Strand fahren und baden gehen. Normalerweise bin ich schon Mitte November in Weihnachtsstimmung, dieses Jahr hat das aber ein bisschen gedauert.“ Die Neuseeländer, die Kiwis, werden von den hohen Temperaturen nicht davon abgehalten, Häuser und Läden einfach mit Schneeflocken, Rentieren und Weihnachtsmännern zu schmücken. Künstliche Weihnachtsbäume gibt es auch - und hier und da finden sich sogar bereits Schokoladenosterhasen im Supermarkt.    
Stören tut sich Marlene an den Unterschieden nicht. Sie genießt es, mit ihrer Gastfamilie und ihren Freunden aus aller Welt die langen Sommerferien im Dezember mit Aktivitäten wie dem Besuch von Freiluftkinos, Singen von Christmas Carols oder Ausflügen mit dem Fahrrad zum nächsten Strand zu verbringen. Somit erlebt sie nicht den üblichen Weihnachtsstress – wobei dieser sowieso der entspannten Mentalität der Kiwis nicht entsprechen würde. „Ich freue mich schon total auf dieses ungewöhnliche Weihnachten, da ich weiß, dass ich das eine lange Zeit lang nicht noch einmal erleben werde. Natürlich vermisse ich meine Familie, allerdings habe ich hier in Neuseeland so tolle Freunde gefunden, dass ich einfach glücklich bin mit ihnen diese besondere Zeit im Jahr genießen zu können! An Heiligabend heißt es dieses Jahr dann aber Barbecue statt Weihnachtsente.“
Der 17jährige Berliner Schüler Maximilian freut sich wiederum auf ein weißes Weihnachtsfest im verschneiten Kanada. Die Weihnachtsbäume sind bereits aufgebaut, geschmückt und die Geschenke, unter anderem Pakete seiner deutschen Familie für ihn und seine Gastfamilie, warten darauf, am Morgen des 25. Dezembers geöffnet zu werden.
Die Weihnachtstage werden im Kreise der Familie verbracht und Maximilian schwärmt schon jetzt vom Truthahn, auch wenn er seine Familie sowie die gute alte Bratwurst vermisst. Im Allgemeinen ist er glücklich darüber, die Feiertage mal ganz anders zu verbringen: „Gestern Nacht hat es bei uns über 30 cm geschneit! Es ist einfach nur wundervoll: Schulfrei, Schneeballschlachten und heiße Schokolade mit Marshmallows trinken kann man nicht toppen!“
Die 16jährige Chiara hat bereits so einige bekannte Traditionen ganz neu erlebt bei ihrer Gastfamilie in Washington in den USA. Weihnachtsbäume kennt sie zwar auch aus Berlin, aber dieses Jahr hat sie zum ersten Mal selbst geholfen einen zu fällen. Auch die Masse der Lichterketten an US-amerikanischen Häusern hat besonderen Eindruck auf sie gemacht und zum ersten Mal ist auch sie auf dem Dach herumgeklettert, um die Beleuchtung anzubringen.

Bald feiert ihre Familie sogar eine große Christmas Party und sie freut sich auf die weiteren Wochen: „Ich finde es unheimlich spannend Weihnachten auf die typisch amerikanische Weise zu feiern. Meine Familie hatte mich gefragt, ob sie irgendetwas Bestimmtes für mich kaufen sollen was mich an Weihnachten in Deutschland erinnert aber das habe ich dankend abgelehnt, weil ich wirklich zu 100% das amerikanische Weihnachten miterleben will.“
Am 25. Dezember werden dann gemeinsam die Geschenke ausgepackt und die Familie geht gemeinsam in die Kirche. Doch das größte Weihnachtsgeschenk hat sie bereits erhalten: „In meiner Gastschwester, die genauso alt ist wie ich, habe ich die Schwester gefunden, die ich nie hatte und mir immer gewünscht habe. Wir haben sehr viel Spaß zusammen und teilen auch viele gemeinsame Hobbies. So spielen wir gerade zusammen im Basketball Team unserer Schule und sind sportlich zusammen erfolgreich.“