Fritz verbrachte 2025 ein halbes Schuljahr im Norden Neuseelands. Hier berichtet er von einem ganz besonderen Erlebnis: Seinem ersten Camping Trip in traumhafter Strandkulisse am anderen Ende der Welt.
„Ich bin Fritz und seit Juli lebe ich in Whangarei, einer Stadt im Norden von Neuseeland. Whangarei hat etwa 100.000 Einwohner und liegt nicht weit vom Meer entfernt. Ich wohne hier mit meiner Gastmutter und ihrer erwachsenen Tochter. Seit ich hier bin, durfte ich schon viele neue Dinge erleben, aber eines meiner absoluten Highlights war das Labour-Weekend. Das ist ein langes Wochenende, das einmal im Jahr in Neuseeland gefeiert wird – und genau an diesem Wochenende waren wir campen, direkt am Meer.
Mit dabei waren meine Gastmutter, ihre drei Töchter und deren Kinder – also die Enkel meiner Gastmutter. Wir fuhren alle zusammen an einen Campingplatz direkt an der Küste. Als wir ankamen, war ich erstmal überrascht, wie groß die Zelte waren. Ich hatte mir ein kleines Zwei-Personen-Zelt vorgestellt, aber das, das ich mit meiner Gastmutter teilen sollte, hätte locker fünf Leute untergebracht. Nachdem alle ihre Zelte aufgebaut hatten, wurde es langsam Abend. Die Sonne stand tief, und die Luft roch nach Salz und Grillfeuer. Wir grillten alle zusammen, redeten viel und lachten, bis nach und nach alle schlafen gingen.

Am nächsten Morgen weckte mich meine Gastmutter schon um sechs Uhr, weil sie meinte, wir müssten den Sonnenaufgang sehen. Und sie hatte recht – es war einer der schönsten Momente, die ich bisher in Neuseeland erlebt habe. Der Himmel färbte sich in leuchtenden Farben, und die Sonne stieg langsam über dem Meer auf. Besonders cool fand ich, dass man in Neuseeland als einer der ersten Menschen auf der Welt die Sonne des neuen Tages sieht.
Nachdem die Sonne ganz aufgegangen war, sprangen wir alle kurz ins Meer, um uns abzukühlen. Später machten wir eine kleine Wanderung zu einer Bank, die die Familie meiner Gastmutter zur Erinnerung an ihren verstorbenen Mann aufgestellt hat. Der Weg führte direkt an den Felsen entlang, mit Blick auf das Meer. Nach etwa 15 Minuten kamen wir an, und der Ausblick war einfach unglaublich – direkt über eine Klippe hinunter aufs tiefblaue Wasser.

Wieder beim Campen ging ich mit zwei der kleinen Enkel und ihren Vätern angeln. Wir hatten eigentlich nicht viel erwartet, aber zu unserer Überraschung fingen wir tatsächlich ein paar Fische. Die grillten wir später zusammen mit Salat zum Abendessen – und sie schmeckten richtig gut. Während die Sonne langsam unterging, saßen wir alle am Strand, redeten und schauten aufs Meer.
Am zweiten Tag kam auch ein Freund von mir vorbei, den ich hier in Neuseeland kennengelernt hatte. Er blieb für einen Tag und es war echt cool, ihm alles zu zeigen – das Meer, den Campingplatz und einfach, wie entspannt das alles hier ist. Wir gingen zusammen schwimmen, halfen beim Grillen und verstanden uns auch super mit meiner Gastfamilie. Es fühlte sich alles total locker und freundlich an, und man merkte richtig, wie offen und herzlich die Leute hier sind.
Am letzten Tag des Labour Weekends waren endlich perfekte Wellen, also verbrachten wir fast den ganzen Tag am Strand und surften. Als wir später alle Zelte abbauten, gingen wir zum Abschluss noch zusammen essen. Das Wochenende war für mich ein ganz besonderes Erlebnis – nicht nur, weil ich so viel Neues gesehen habe, sondern auch, weil ich meine Gastfamilie und das Leben hier in Neuseeland dadurch richtig gut kennengelernt habe.“
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