Fotos von Frederikes Abschied und der Ankunft zurück in Deutschland

Share your Story: Frederikes Rückkehr nach Hause

Leonie
von Leonie
Zuletzt aktualisiert am 5. Juni 2026

Seit einigen Monaten ist Frederike wieder zu Hause, nachdem sie ein halbes Schuljahr in Texas verbracht hat. Mit vielen neuen Eindrücken und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck blickt sie auf ihre letzten Wochen in den USA zurück und erzählt, wie sie den Abschied, den Rückflug und das Wiedersehen zu Hause erlebt hat.

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Zeit, Abschied zu nehmen

„Die letzten Wochen vom Auslandsjahr brechen an und man möchte gar nicht daran denken, dass es bald wieder nach Hause geht. Von Abschieden in der High School bis hin zum „Welcome Back“ am Flughafen in Deutschland – darum geht es in diesem Blogeintrag.

Zwei Wochen bevor ich geflogen bin, habe ich erst richtig realisiert, dass mein Auslandsjahr zu Ende geht und ich mich bald verabschieden muss. Ich habe versucht, die letzten Wochen noch zu nutzen und so viel Zeit wie möglich mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden zu verbringen.

Am Anfang denkt man: „Ach, zwei Wochen sind noch viel Zeit.“ Aber dann vergehen die Tage plötzlich wie im Flug.

Neben dem Zeit genießen und den langsamen Verabschiedungen gehören aber auch viele organisatorische Dinge dazu – wie zum Beispiel das Kofferpacken.

Ich bin mit einem großen Koffer und einem Carry-on in die USA geflogen und wusste schon, dass ich nach einem halben Jahr wahrscheinlich niemals alles wieder in denselben Koffer bekommen würde. Deshalb habe ich für den Rückflug einen zweiten großen Koffer dazugebucht, sodass ich am Ende mit zwei großen Koffern und einem Carry-on zurück nach Deutschland fliegen konnte.

Das habe ich tatsächlich schon im November am Black Friday gemacht, weil es dort viele Angebote gab. Ich habe direkt auch noch eine Kofferwaage mitbestellt, da meine Gastfamilie keine hatte.

Zudem habe ich eine große amerikanische Flagge gekauft, auf der all meine Freunde, Lieblingslehrer und meine Gastfamilie kleine Texte geschrieben haben. Ich fand die Idee total schön, weil ich am Ende noch einmal alle wichtigen Menschen aus meinem Auslandsjahr auf eine besondere Art zusammen hatte. So habe ich nicht nur eine Flagge als Erinnerung, sondern auch viele persönliche Nachrichten, die mich immer an diese Zeit erinnern werden.

Frederike mit USA Flagge
Erinnerungen, die bleiben: persönliche Botschaften aus dem Auslandsjahr. (c) Auysa-Intrax

Ungefähr zwei Wochen vor dem Abflug habe ich mir Gedanken gemacht, was ich einpacken möchte, welche Dinge ich nicht mitnehmen kann und dann vielleicht an Freunde verschenken werde und wann ich anfangen sollte zu packen. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich schon einmal versuchen könnte, alles Unnötige, beziehungsweise alles, was ich nicht mehr brauche, in einen meiner zwei Koffer einzupacken.

Dabei habe ich festgestellt, dass das gar nicht so leicht ist, weil ich mittlerweile ziemlich viele Sachen hatte. Da ich den Keramikkurs an meiner Highschool besucht habe, hatte ich total viele selbstgemachte Vasen, Tassen und weitere Kunstwerke. Ich konnte nicht alles mitnehmen, aber mit diesen Gegenständen habe ich angefangen.

Außerdem habe ich einiges verschenkt, wie zum Beispiel meinen Lockenstab, den ich in den USA gekauft hatte, da dieser nicht in deutsche Steckdosen passt.

Als mein Rückflug immer näher kam, wurde das Kofferpacken langsam ernst. Ich habe angefangen, Klamotten einzupacken, bei denen ich wusste, dass ich sie nicht mehr anziehen werde, und habe nur noch das Nötigste in meinem Zimmer und Bad gelassen.

Meine Tipps: 

  • ✨ Wiegt euren Koffer immer zwischendurch, um den Überblick zu behalten.
  • ✨ Fragt eure deutschen Freunde und Familie, ob sie auch etwas Kleines aus den USA haben möchten, zum Beispiel Sachen von Target, die wir nicht in Deutschland haben.
  • ✨ Fangt früh genug an, eure Koffer zu packen, damit ihr in den letzten Tagen nicht gestresst seid.

Der Rückflug nach Hause

Die letzten Wochen waren unglaublich schnell vergangen und plötzlich war es soweit: Mein Rückflug stand an.

Alle meine Koffer waren gepackt, meine Flagge war unterschrieben und ich hatte mich von all meinen Freunden verabschiedet. Nun ging es los zum Flughafen.

Ich war voller gemischter Emotionen. Zum einen war ich total traurig, meine Gastfamilie zu verabschieden und zu realisieren, dass mein Abenteuer zu Ende geht, zum anderen habe ich mich aber auch gefreut, meine Familie und Freunde in Deutschland wiederzusehen.

Der Abschied von meiner Gastfamilie am Flughafen war total emotional und traurig. Ich hatte meiner Gastfamilie einen Abschiedsbrief geschrieben und sie mir ebenfalls.

Als ich irgendwann im Flugzeug saß, habe ich alle Briefe meiner amerikanischen Freunde und meiner Gastfamilie gelesen. Da wurde mir erst richtig bewusst, dass mein Auslandsjahr zu Ende ist, ich aber gleichzeitig so viele tolle Erfahrungen gesammelt und so viele großartige Menschen kennengelernt habe, dass ich gar nicht nur traurig sein musste.

Friederike bei ihrer Ankunft zurück in Deutschland
Frederike bei ihrer Ankunft zurück in Deutschland. (c) Ayusa-Intrax

Nach einem sehr langen und anstrengenden Flug bin ich erschöpft in Deutschland angekommen. Ich wurde total lieb von meiner Familie mit Blumen, einem Schild und einem großen Luftballon empfangen. Abschließend kann ich auf mein Auslandsjahr zurückblicken und sagen, dass ich froh bin, die letzten zwei bis drei Wochen genau so genutzt zu haben, wie ich sie genutzt habe.“

Vielen Dank an Frederike für ihre persönlichen Einblicke!

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