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Kontakt zum Kind im Ausland: Tipps für Eltern von Austauschschülern

von Leonie
Verfasst am 22. August 2019

Nicht nur für Austauschschüler, sondern auch für ihre Eltern ist ein Schüleraustausch eine aufregende Zeit. Als Daheimgebliebene (er-)leben Eltern sämtliche Phasen des Auslandsaufenthaltes hautnah mit: Von der aufregenden Vorbereitungsphase über den emotionalen Abschied bis hin zum freudigen Wiedersehen sind sie stets wichtiger Begleiter und Unterstützer. Dabei ist die große Distanz zum eigenen Kind gerade für Eltern häufig eine Herausforderung. Wir möchten Ihnen als Eltern deshalb ein paar Tipps und Erfahrungswerte an die Hand geben, wie Sie den Kontakt zum Kind im Ausland während des Schüleraustausches gestalten können und was sie dabei beachten sollten.

Zu viel Kontakt kann hinderlich sein

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Neues Zuhause in der Ferne: Ein Schüleraustausch bedeutet, sich auf ein neues Leben einzulassen. (c) Ayusa-Intrax

Heute sind wir dank mobilem Internet, Laptop und Smartphone praktisch immer und überall erreichbar. Bei einem Schüleraustausch ist diese Tatsache Fluch und Segen zugleich. In den ersten Tagen nach der Ankunft ist es für Austauschschüler natürlich wichtig, den Kontakt nach Hause zu suchen. Auch Sie als Eltern sind sicherlich gespannt darauf, von den ersten Eindrücken zu hören, die Ihr Kind im neuen Zuhause erlebt.

Danach kann zu viel Kontakt die Eingewöhnungsphase jedoch erschweren. Auch bei Heimweh verzögert die ständige Kommunikation mit den Eltern das Einleben. Für Ihr Kind ist es wichtig, sich auf die neue Umgebung und das neue Leben vor Ort einzulassen. Dazu gehört es, das „alte“ Leben daheim erst einmal hintenanzustellen. Machen Sie sich bewusst, dass niemand auf Dauer in zwei Welten gleichzeitig leben kann. Zu viel Kontakt zum Kind im Ausland kann überfordern.

Wenn Sie feststellen, dass der Kontakt über das normale Maß hinausgeht und Ihr Kind ständig am Laptop oder Smartphone klebt, sollten Sie es dazu ermutigen, den Kontakt einzuschränken. Es ist sinnvoll, sich bereits vor dem Abflug gemeinsam zu überlegen, wie Sie den Kontakt gestalten wollen. Hilfreich ist es, einen regelmäßigen, festen Termin zu vereinbaren (z. B. ein gemeinsames Skype-Gespräch pro Woche), an dem sie sich mit Ihrem Kind austauschen. Auch wenn Ihnen Ihr Sohn oder Ihre Tochter sicherlich sehr fehlt und Sie am liebsten viel öfter von ihm/ihr hören würden, können Sie so das Einleben am besten unterstützen.

Zeigen Sie Verständnis

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Zeit für neue Freude: Wenig Kontakt zum Kind im Ausland ist ein Zeichen guter Integration. (c) Ayusa-Intrax

Das Loslassen des eigenen Kindes fällt allen Eltern schwer. Vor allem dann, wenn keine weiteren Geschwisterkinder im Haushalt leben, entsteht zu Beginn des Auslandsaufenthaltes häufig eine Lücke. Da ist es nur allzu verständlich, dass Sie sehnsüchtig auf Fotos, Videos, Nachrichten und Erfahrungsberichte aus dem Ausland warten.

Kommen diese aber eine Zeit lang nicht oder seltener, ist dies kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Je weniger Sie von Ihrem Kind hören, desto besser läuft es in der Regel vor Ort. Ein Schüleraustausch ist mit sehr vielen neuen Erlebnissen, einem anderen Rhythmus und häufig auch mit einer beachtlichen Zeitverschiebung verbunden.

Zeigen Sie Verständnis dafür, wenn Ihr Kind vielleicht einmal lieber etwas mit Freunden oder der Gastfamilie unternimmt, anstatt mit Ihnen zu telefonieren oder Ihnen zu schreiben. Trotz großer Sehnsucht sollten Sie Ihrem Kind jetzt kein schlechtes Gewissen machen. Sehen Sie es eher als gutes Zeichen, dass Ihr Sohn oder Ihre Tochter wenig Heimweh hat und in der neuen Umgebung gut integriert ist.

Suchen Sie Unterstützung

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Bei Ängsten, Sorgen und Schwierigkeiten im Ausland sollte immer die Gastfamilie Ihres Kindes miteinbezogen werden. (c) Ayusa-Intrax

Sollte es einmal Probleme geben, ist es wichtig, erst einmal Ruhe zu bewahren. Trauen Sie Ihrem Kind zu, dass es mit kleineren Schwierigkeiten vor Ort auch ohne Ihre Hilfe umgehen und eigenständig Lösungen finden kann. Häufig treten Probleme durch Missverständnisse auf, die aufgrund von sprachlichen Schwierigkeiten oder durch kulturelle Unterschiede entstehen. Vor allem letztere führen nicht selten dazu, dass Situationen anders bewertet werden.

Insbesondere bei größeren Problemen sollten stets die nötigen Kommunikationswege angestoßen werden. Für Ihre Kinder ist der erste Ansprechpartner die Gastfamilie bzw. der lokale Betreuer vor Ort. Für Sie als Eltern sind es die zuständigen Ansprechpartner aus unserem High School Team. Um Sie und Ihr Kind möglichst gut unterstützen zu können, ist es wichtig, dass wir als Organisation über Probleme immer informiert werden und Sie sich bei Fragen, Ängsten und Sorgen immer an uns wenden.

Sie sollten nicht versuchen, aus der Ferne zu urteilen und in Eigenregie Probleme zu lösen, auch wenn dieser Impuls als Eltern natürlich nachvollziehbar ist. Ihr Kind hat im Ausland ein ausreichend großes Netzwerk an Unterstützung, das bei Schwierigkeiten viel besser reagieren und agieren kann, als Sie aus der Ferne. Wir als Organisation stehen in ständigem Kontakt mit unseren Kollegen und lokalen Partnern und sind stets darum bemüht, im besten Interesse Ihres Kindes zu handeln.

Wir hoffen, dass Sie als Eltern den Schüleraustausch Ihres Kindes als eine positive und bereichernde Zeit erleben. Bei Fragen und Anliegen können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren!

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