Greta war 2023 für ein halbes Schuljahr als Austauschschülerin in Iowa und hat in einer Gastfamilie zusammen mit einer französischen Schülerin gelebt. Nach ihrer Platzierung in einer Kleinstadt in Iowa war sie zunächst verunsichert, merkte aber sehr bald, wie schnell man sich in einem kleineren Ort zuhause fühlen kann.
Ankommen im Mittleren Westen: kleiner Ort, großes Abenteuer
Ich musste 2022 meine Organisation relativ kurzfristig wechseln, wurde aber ziemlich schnell bei Ayusa aufgenommen und habe mich auch von Anfang an sehr gut aufgehoben gefühlt. Als ich meine Platzierung bekommen habe, war ich erst etwas nervös. Eine Kleinstadt mit rund 5.000 Einwohner:innen im Mittleren Westen. Ich hatte zwar keine besonderen Ansprüche, aber unterbewusst habe ich mir trotzdem einige Gedanken gemacht, ob ich mich dort wohl fühlen werde.

2023 verbrachte ich also sechs Monate in Iowa, zusammen mit einem Double Placement aus Frankreich. Mit der Ankunft haben sich meine Sorgen schnell in Luft aufgelöst. Meine Gastfamilie war ein tolles Match und so konnte ich mich sehr schnell einleben. Im Endeffekt war meine Platzierung in so einer kleinen Stadt auch ein großer Vorteil, denn abgesehen davon, dass ich mich so schneller zurechtfinden konnte, waren die Leute auch sehr offen und interessiert.
Double Placement 🧑🏻🧑🏼🧒🏼🧒🏽
Bei einem Double Placement werden meist zwei Austauschschüler:innen bei einer Gastfamilie platziert. Die Schüler:innen haben immer dasselbe Geschlecht, aber unterschiedliche Nationalitäten. So ist der Kulturaustausch gleich doppelt so groß.
Zwischen Alltag und Highlights mit meiner Gastfamilie
Was ich an meinen Gasteltern am meisten zu schätzen wusste, war, dass sie sich echt viel Mühe gaben, mir und meiner Gastschwester eine gute Mischung aus Alltag und besonderen Erlebnissen zu geben. Über das halbe Jahr gaben sie uns die Chance, viele typisch amerikanische Dinge zu erleben. Beispielsweise schauten wir uns State Basketball Games, State Gymnastics oder Eishockey an und konnten den Spirit erleben, den man direkt mit den USA verbindet.

Roadtrips und Alltagstraditionen

Wir haben auch zusammen einen Roadtrip gemacht, um die Möglichkeit zu haben, umliegende Staaten und Städte wie bspw. Chicago zu sehen. Obwohl solche Unternehmungen immer ein absolutes Highlight waren, war für mich der Alltag fast noch besser.
Meine liebste Alltagstradition war, mit meiner Gastmutter einkaufen oder tanken zu fahren und auf dem Weg zu halten und Iced Coffee zu holen oder andere Süßigkeiten auszuprobieren. Des Öfteren haben wir auch nach der Schule dort gehalten, wenn sie merkte, dass ich einen harten Tag oder mal Heimweh hatte. Solche Traditionen haben auch meine engste Freundin und ich gehabt, die ich dort kennenlernen durfte und zu der ich bis heute Kontakt habe.
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Antonia war für ein ganzes Schuljahr in einer Gastfamilie in den USA und hat dort ein zweites Zuhause gefunden.
➡️ Erfahre in ihrem Bericht alles über ihr Leben in der Gastfamilie.
Learnings im amerikanischen Alltag
Abgesehen von den kleinen Traditionen, die sich entwickelt haben, konnte ich im Alltag viel lernen, da man nun mal oft aus seiner Komfortzone kommen muss. Mit der Zeit hatte ich immer weniger Probleme, Leute anzusprechen oder Sachen auch einfach mal auszuprobieren. Also habe ich mich dann auch entschieden, einen Schulsport zu machen, und wurde Teil des Golfteams. Das war natürlich erstmal total gewöhnungsbedürftig, weil abgesehen davon, dass ich vorher nie Golf gespielt habe, war die Schuldynamik in den USA auch neu für mich.
Ein ganz neues Leben in Iowa

Ich fand es super wichtig, mich auf verschiedenste Art und Weisen in das Leben dort zu integrieren und mir für dieses halbe Jahr ein Leben aufzubauen, das völlig losgelöst von dem in Deutschland war. Nach Schulende im Sommer habe ich dann auch noch Freiwilligenarbeit in der lokalen Grundschule geleistet. Dort habe ich gemeinsam mit anderen Ferienbetreuung gemacht und teilweise auch Nachhilfe gegeben. Für mich hatte das mehrere Vorteile: Erstens konnte ich noch etwas vom Sommer mitnehmen und Zweitens konnte ich nochmal ganz andere Erfahrungen machen, die auch immer hilfreich für die Zukunft sind. Es hat schon Spaß gemacht, den Kindern etwas in einer Sprache beizubringen, die gar nicht meine Muttersprache ist, sondern ihre. Daran habe ich auch gemerkt, wie groß meine Fortschritte waren.
Alles in allem bin ich sehr dankbar für meine Zeit, und auch wenn es mal schwerere Tage gab, hat es mir immer geholfen, mich über die täglichen Kleinigkeiten zu freuen.
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