Impressionen zum Thema Geld und Finanzen im Auslandsjahr

Kreditkarte im Auslandsjahr: Geld und Sicherheit beim Schüleraustausch

Leonie
von Leonie
Zuletzt aktualisiert am 16. Februar 2026

Ein Schüleraustausch im Ausland bedeutet für Jugendliche: neue Routinen, eine neue Schule, eine Gastfamilie und ein Alltag in einer anderen Kultur. Damit das gut funktioniert, braucht es neben organisatorischer Vorbereitung auch eine zuverlässige Lösung für das Thema Geld.
Viele Eltern fragen sich vor der Abreise: Wie bekommt mein Kind im Notfall schnell Geld? Wie bezahlt es im Alltag sicher? Welche Kreditkarte im Auslandsjahr hat sich bewährt? Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Optionen und Alternative.

Warum das wichtig ist

Im Auslandsjahr geht es nicht darum, dass Jugendliche „alles selbst zahlen“ müssen – im Gegenteil: Die grundlegenden Leistungen wie Unterkunft und Verpflegung sind geregelt. Trotzdem entstehen regelmäßig Ausgaben, die ihr Kind vom Taschengeld bezahlen muss: ein Busticket, ein Hoodie mit Schullogo, ein Eintritt für ein Sportevent, ein Geburtstagsgeschenk für die Gastfamilie oder spontane Ausgaben mit Mitschüler:innen.

Tipp: Wir raten zu ca. 250 € bis 300 € pro Monat an Taschengeld. In Ländern mit hohen Lebenshaltungskosten wie Neuseeland oder Japan sollten eher 300 € eingeplant werden. Mehr Infos zum Thema Taschengeld im Auslandsjahr finden Sie auch hier auf unserem Blog. 💵

Ziel ist eine Lösung, bei der Ihr Kind jederzeit sicher bezahlen kann, Sie als Eltern den Überblick behalten und im Notfall schnell reagiert werden kann – ohne komplizierte Überweisungen oder unnötigen Stress.

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Welche Karten eignen sich?

Nicht jede Karte, die in Deutschland problemlos funktioniert, ist im Ausland automatisch ideal. Besonders wichtig ist, dass Ihr Kind mit Visa oder Mastercard zahlen und Geld abheben kann.

❌ Die klassische Girocard (EC-Karte) stößt international schnell an Grenzen und wird außerhalb Europas häufig nicht akzeptiert. Außerdem sind Online-Zahlungen meist nicht möglich und Bargeldabhebungen können teuer oder schwierig sein.

Im Folgenden die wichtigsten Alternativen:

Visa/Mastercard Debitkarte

Eine Debitkarte von Visa oder Mastercard ist heute bei vielen Banken Standard. Sie funktioniert ähnlich wie eine Kreditkarte, Zahlungen werden aber direkt vom Girokonto abgebucht.

✔️ Vorteile

  • hohe Akzeptanz in vielen Ländern (z. B. USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan)
  • geeignet für Kartenzahlung im Geschäft und online
  • gute Kontrolle durch direkte Abbuchung
  • häufig günstiger als klassische Kreditkarten

⚠️ Nachteile

  • nicht überall wie eine klassische Kreditkarte akzeptiert (z. B. bei Kautionen, im Schüleraustausch aber weniger relevant)
  • Bargeldabhebungen können Gebühren verursachen
  • Limits und Auslandseinstellungen je nach Bank unterschiedlich

Fazit: Für den Alltag ist eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte häufig die beste Standardlösung.

Klassische Kreditkarte

Eine klassische Kreditkarte (Charge oder Revolving) kann sinnvoll sein, besonders in Ländern, in denen Kautionen häufiger vorkommen (z. B. USA). Manche Hotels oder Anbieter akzeptieren Debitkarten nicht zuverlässig.

✔️ Vorteile

  • sehr hohe Akzeptanz weltweit
  • oft unkomplizierter bei Reservierungen, Online-Buchungen und Kautionen
  • zusätzliche Sicherheit, weil nicht direkt vom Girokonto abgebucht wird

⚠️ Nachteile

  • für Minderjährige nicht immer verfügbar (abhängig von Bank und Modell)
  • Gebühren teils höher (Auslandseinsatz, Bargeld)
  • Kreditrahmen muss klar begrenzt werden

Fazit: Als Ergänzung oder je nach Zielland kann eine Kreditkarte fürs Auslandsjahr sinnvoll sein – am besten mit klaren Limits.

Partnerkarte / Zusatzkarte

Viele Banken bieten Zusatzkarten an, die mit dem Konto oder Kreditkartenvertrag der Eltern verbunden sind.

✔️ Vorteile

  • Eltern behalten sehr gute Übersicht über Umsätze
  • Limits lassen sich häufig flexibel anpassen
  • schnelle Reaktion im Notfall möglich (z. B. Sperrung)

⚠️ Nachteile

  • organisatorisch an das Elternkonto gekoppelt
  • nicht jede Bank bietet Zusatzkarten für Debitmodelle
  • klare Regeln notwendig, damit es im Alltag nicht unübersichtlich wird

Fazit: Praktisch für Eltern, die Transparenz und Steuerungsmöglichkeiten schätzen.

Prepaid-Karten

Prepaid-Kreditkarten werden vorher aufgeladen. Sie wirken kontrollierbar, sind aber im Alltag nicht immer die flexibelste Lösung.

✔️ Vorteile

  • klare Kostenkontrolle durch begrenztes Guthaben
  • kein klassischer Kreditrahmen

⚠️ Nachteile

  • Akzeptanz je nach Land unterschiedlich
  • Aufladen kann umständlich sein
  • Gebühren sind nicht selten

Fazit: Als Backup denkbar, aber selten die beste Hauptlösung.

Japanische Yen, US amerikanische Dollars und Euronoten

Was ist im Gastland üblich?

Je nach Land unterscheiden sich Zahlungsgewohnheiten deutlich.

In den USA und Kanada ist Kartenzahlung Standard, Bargeld wird vergleichsweise wenig genutzt. Visa/Mastercard wird fast überall akzeptiert. Bei Reservierungen oder Kautionen kann eine klassische Kreditkarte im Vorteil sein.

In Australien und Neuseeland funktioniert Kartenzahlung sehr zuverlässig, kontaktloses Bezahlen ist üblich. Debitkarten reichen in den meisten Fällen aus.

In Japan ist Bargeld deutlich relevanter als in vielen westlichen Ländern. Karten werden akzeptiert, aber nicht überall. Entscheidend ist deshalb oft, dass Bargeldabhebungen an passenden Automaten zuverlässig funktionieren (z. B. 7-Eleven).

In Europa ist Kartenzahlung weit verbreitet, die Girocard hilft jedoch nur begrenzt – Visa/Mastercard bleibt die flexiblere Lösung.

Was vor Abreise eingerichtet sein sollte

Eine gute Karte allein reicht nicht. Entscheidend ist, dass sie im Gastland tatsächlich funktioniert und Ihr Kind im Alltag handlungsfähig bleibt.

Auslandseinsatz und Limits prüfen

Viele Banken blockieren Auslandstransaktionen automatisch oder setzen strenge Limits. Prüfen Sie deshalb frühzeitig:

  • ist das Zielland freigeschaltet?
  • sind Online-Zahlungen aktiviert?
  • wie hoch sind Tageslimits für Abhebung und Zahlung?

Ein kurzer Test in Deutschland (Online-Zahlung + Geldautomat) ist sinnvoll.

Online-Banking und TAN absichern

Wenn für Online-Zahlungen eine SMS-Bestätigung nötig ist, funktioniert dies im Ausland nur, wenn die deutsche SIM-Karte aktiv bleibt. Besser sind daher App-basierte Freigabeverfahren.

Benachrichtigungen aktivieren

Push-Mitteilungen bei Kartenzahlungen und Abhebungen sind eine einfache, aber sehr effektive Sicherheitsmaßnahme. Ungewöhnliche Umsätze werden sofort sichtbar.

Notfallnummern speichern

Sperrnummern sollten nicht nur im Handy, sondern auch separat gesichert sein. Dazu gehören auch Kontaktdaten der Eltern und wichtige Bankdaten.

Fazit

Eine funktionierende Kreditkarte im Auslandsjahr ist kein kompliziertes Thema, wenn die wichtigsten Punkte vor der Abreise geklärt sind.

In der Praxis bewährt sich meist eine einfache Lösung: Visa oder Mastercard Debitkarte als Hauptkarte, ergänzt durch eine zweite Karte als Backup. Wichtig sind außerdem aktivierte Online-Zahlungen, realistische Limits, Push-Benachrichtigungen sowie gespeicherte Sperrnummern für den Notfall. Wer diese Einstellungen einmal sauber vorbereitet, vermeidet die meisten typischen Probleme im Gastland.

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