Footballspiele an der High School

American Football in den USA: So erleben Austauschschüler den Schulalltag

Leonie
von Leonie
Zuletzt aktualisiert am 30. April 2026

Was gehört zu einem High-School-Aufenthalt in den USA einfach dazu? Für viele ganz klar: American Football. (Falls du mit den Regeln noch nicht so vertraut bist, findest du in unserem Football-Guide eine einfache Erklärung.)
Für Jan und Quirin wurde der Sport schnell zu einem festen Bestandteil ihres Alltags – auch wenn beide am Anfang kaum Erfahrung damit hatten. In ihren Erfahrungsberichten erzählen sie, wie sie ins Team gekommen sind, was sie überrascht hat und warum Football für sie am Ende zu einem der prägendsten Erlebnisse ihres Auslandsjahres wurde.

Jan: Vom ersten Zweifel zum festen Teil des Teams

Was ist das Erste, woran man denkt, wenn man „Amerika“ hört? Für viele wahrscheinlich Football. Während meines Austauschjahres in den USA hatte ich die Möglichkeit, diesen Sport selbst an meiner High School auszuprobieren – und zwar für ungefähr drei Monate.

Am Anfang hatte ich eigentlich gar nicht vor, Football zu spielen. Ich hatte vorher noch nie etwas damit zu tun und konnte mir nicht wirklich vorstellen, selbst im Team zu stehen. Da das Team aber noch einen Kicker gesucht hat und die Trainer wussten, dass ich in Deutschland Fußball gespielt habe, wurde ich gefragt, ob ich nicht mal zum Training kommen möchte. Ich habe dann einfach zugesagt – ohne große Erwartungen.

Das erste Training war ehrlich gesagt ziemlich langweilig. Ich habe größtenteils alleine trainiert und hatte noch keinen richtigen Anschluss ans Team. Danach war ich mir eigentlich sicher, dass Football nichts für mich ist. Trotzdem hat mich der Trainer gefragt, ob ich noch einmal kommen möchte – und ich habe nochmal zugesagt.

Beim zweiten Training war es dann komplett anders. Ich war mit ein paar anderen Spielern zusammen, es hat mehr Spaß gemacht und ich konnte erste Leute kennenlernen. Ab da hat sich meine Meinung ziemlich schnell geändert und ich habe mich entschieden, im Team zu bleiben.

Rückblickend war das auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Durch die Trainings vor der Schule habe ich schnell viele neue Leute kennengelernt, was mir als Austauschschüler echt geholfen hat. Nach der Schule hatten wir dann meistens nochmal Training, was manchmal anstrengend war, aber auch viel Disziplin und Teamgeist verlangt hat.

Mein erstes Spiel war auf jeden Fall eines der größten Highlights. Es waren richtig viele Zuschauer da und die Stimmung war ganz anders, als ich es aus Deutschland kannte. Besonders die „Student Section“ fand ich beeindruckend – Schüler, die sich verkleiden, singen und das Team die ganze Zeit anfeuern. Zusammen mit dem Cheerteam war das schon etwas Besonderes.

Ein weiteres Highlight war das „Homecoming Game“. Das Motto war „Blackout“, also waren alle komplett schwarz gekleidet – sowohl wir als Team als auch die Zuschauer. Nach den Spielen haben wir oft noch Fotos gemacht, was die Abende nochmal besonderer gemacht hat.

An meiner Schule gab es verschiedene Teams, unter anderem ein JV-Team (Junior Varsity). Da ich ein Junior war, habe ich dort gespielt. Das hieß für uns: Spiele am Donnerstag (JV) und freitags die Varsity-Spiele. Insgesamt hatten wir von Mitte August bis Mitte November jede Woche zwei Spiele.

Jans Footballteam bei einem Spiel
Jans Team bei einem Football-Match. (c) Ayusa-Intrax

Wir waren als Team auch ziemlich erfolgreich und haben es bis ins Halbfinale geschafft. Dieses Spiel fand auf einem College-Feld statt und war nochmal etwas ganz anderes. Viele Zuschauer waren da, und meine Eltern konnten das Spiel sogar aus Deutschland im Fernsehen anschauen – das war schon ein besonderer Moment für mich.

Neben den Spielen waren auch die Shows drumherum echt beeindruckend. Am 11. September gab es zum Beispiel eine große Zeremonie mit einem Fallschirmspringer, der mit einer riesigen amerikanischen Flagge gelandet ist. Solche Momente zeigen einfach, wie wichtig Football dort ist.

Im Nachhinein bin ich echt froh, dass ich es ausprobiert habe. Ich hätte nie gedacht, dass mir Football so viel Spaß machen würde. Außerdem habe ich nicht nur sportlich viel gelernt, sondern auch schnell Anschluss gefunden. Die Zeit im Team werde ich auf jeden Fall nicht vergessen.

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Quirin: Vom Fußball zum Football-Team

Seit meiner Ankunft an der High School in Alabama spielt American Football eine große Rolle in meinem Alltag. In Deutschland habe ich eigentlich immer Fußball gespielt, aber hier wollte ich unbedingt eine typisch amerikanische Sportart ausprobieren. Da meine Schule kein Fußball angeboten hat und Sport für mich sehr wichtig ist, habe ich mich entschieden, dem Footballteam beizutreten – auch wenn ich am Anfang noch gar nicht genau wusste, was mich erwartet.

Die ersten Trainings waren auf jeden Fall eine Umstellung. Allein das Anziehen der Ausrüstung mit Helm und Shoulder Pads war ungewohnt und ziemlich anstrengend. Auch das Training selbst ist deutlich intensiver und strukturierter als das, was ich aus Deutschland kannte. Wir trainieren fast jeden Tag, gehen regelmäßig in den Kraftraum und schauen uns in Videoanalysen unsere Spiele und Spielzüge an. Dabei merkt man schnell, wie wichtig Disziplin und Teamarbeit sind.

Meine Hauptposition ist Kicker. Ich bin zwar eher Backup, aber trotzdem voll ins Team integriert und muss jederzeit bereit sein, ins Spiel zu kommen. Außerdem spiele ich in den Special Teams, zum Beispiel im Kickoff Team, im Kickoff Return oder im Punt Team. Manchmal bekomme ich auch die Chance, als Linebacker auszuhelfen. Gerade die Special Teams finde ich spannend, weil einzelne Aktionen dort ein Spiel sehr schnell verändern können.


Am Anfang fand ich die Regeln ziemlich kompliziert. American Football ist viel taktischer als die meisten Sportarten, die ich bisher kannte. Es hat etwas gedauert, bis ich verstanden habe, wie die Spielzüge funktionieren und welche Aufgaben die einzelnen Positionen haben. Meine Mitspieler und Coaches haben mir aber viel erklärt, sodass ich mich mit der Zeit immer sicherer gefühlt habe.

Ein besonderes Highlight sind die Spiele am Freitagabend. Dann ist die ganze Schule auf den Beinen – Schüler, Eltern und Lehrer kommen zusammen, um das Team anzufeuern. Die Marching Band und die Cheerleader sorgen für eine Stimmung, die man so aus Deutschland kaum kennt. Auch wenn unser Team nicht immer gewonnen hat, war der Zusammenhalt sehr stark, und man merkt, wie stolz alle darauf sind, für ihre Schule zu spielen.

Rückblickend bin ich echt froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Am Anfang war ich eher skeptisch, weil Football so anders und auch körperlicher ist als Fußball. Aber genau das hat es am Ende so spannend gemacht. Ich habe nicht nur sportlich viel Neues gelernt, sondern auch viele Freunde gefunden und einen wichtigen Teil der amerikanischen Schulkultur kennengelernt.

Quirins Team bei einem Footballspiel
Quirins Team bei einem Spiel. (c) Ayusa-Intrax

Auch wenn Jan und Quirin mit ganz unterschiedlichen Erwartungen ins Football-Team gestartet sind, zeigt sich am Ende bei beiden das Gleiche: Es lohnt sich, Neues auszuprobieren. American Football war für sie nicht nur ein Sport, sondern ein wichtiger Teil ihres Alltags an der High School – mit vielen neuen Erfahrungen, Herausforderungen und vor allem neuen Freundschaften. Genau solche Erlebnisse machen ein Auslandsjahr am Ende so besonders.

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