Knigge gegen Fettnäpfchen – Schüleraustausch Japan Teil 2

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Ausblick auf Hochhäuser von japanischem Tempel

Tradition und Moderne treffen in Japan aufeinander – entsprechend vielseitig sind die unausgesprochenen Benimmregeln. (c) Ayusa-Intrax

Im ersten Teil unseres Schüleraustausch Japan Knigge ging es um die japanische Begrüßung, Benimmregeln für das Essen mit Stäbchen und Geschenke, die du im Land der aufgehenden Sonne auf keinen Fall verschenken solltest. Auch in Teil 2 stellen wir dir interessante Fakten und wichtige Regeln der japanischen Kultur vor, damit du als Austauschschüler nicht sofort ins nächste Fettnäpfchen trittst.

Japanische Gefühlswelt: Bitte lächeln!

Wenn du deinen Gefühlen gerne freien Lauf lässt, solltest du für deinen Schüleraustausch in Japan eines unbedingt wissen: Japaner zeigen selten tiefe Gefühle. Vor allem Gefühle, die mit unangenehmen Situationen verbunden sind, offenbaren die Bewohner des zweitgrößten Inselstaats der Erde nur ihrer Familie, engsten Verwandten oder Freunden. Außerdem solltest du dir bewusst sein, dass das japanische Lächeln nicht immer ein Zeichen von Fröhlichkeit ist. Denn um andere nicht in die Situation zu bringen, Mitleid empfinden zu müssen, kaschieren Japaner negative Gefühle gerne hinter einer freundlichen Maske des Lächelns. Auch wenn du dich einmal richtig ärgerst oder angespannt bist, solltest du dir diese „japanische Maske“ aufsetzen. Offen ausgetragene Emotionen oder Kritik lehnen Japaner genauso ab wie ein direkt ausgesprochenes „Nein“. Viel lieber benutzen Japaner stattdessen eine freundliche und umschreibende Redewendung.

Schüleraustausch Japan – Baden: Nur zum Entspannen

Anders als bei uns sind Badewannen keine Orte der Körperhygiene, sondern ausschließlich Orte der Entspannung. Was in Deutschland möglicherweise kurios erscheint, ist in Japan Alltag: Vor dem Betreten der Wanne ist es erforderlich, dass sich jeder gründlich wäscht. Nur so bleibt das Wasser sauber und die ganze Familie kann baden. Achtung: Auch öffentliche Badehäuser sind in Japan keine Schwimmhallen, sondern Orte für körperliche Erholung.

Schüleraustausch Japan: japanischen Kreuzung

Damit du nicht vom Weg abkommst: Nach unserem zweiteiligen Knigge bist du bestens gerüstet! (c) Ryoji Iwata auf Unsplash

Das stille Örtchen mit der „Geräuschprinzessin“

Im Gegensatz zum Rest der Wohnung gilt die Toilette in Japan als unreiner Bereich. Trotzdem oder gerade deswegen legen die Japaner auf dem stillen Örtchen sehr viel Wert auf höchsten Komfort. Die High-Tech, die man an diesem privaten Ort vorfindet, ist zugegebenermaßen etwas ungewöhnlich: Für maximalen Sitzkomfort sorgen beispielsweise beheizte Klobrillen, während Duftzerstäuber den Geruchssinn mit wohlriechenden Düften verwöhnen. Ein oft gesehener Gast, an den du dich in japanischen Toiletten gewöhnen solltest, ist die „Geräuschprinzessin“ (Otohime). Dabei handelt es sich um ein Gerät, das auf Knopfdruck verschiedene Geräusche erzeugt, damit andere Geräusche übertönt werden.

Kennst du andere Kuriositäten oder Kulturunterschiede, die man als Austauschschüler in Japan unbedingt kennen muss? Teile sie mit uns und anderen Austauschschülern!