Au pair: Q&A mit Lisa

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Au piar Lisa mit ihren zwei Gastkindern – mit ihrer Familie verstand sie sich super. (c) Ayusa-Intrax

Lisa war 2016 für ein Jahr mit uns als Au pair in den USA unterwegs. Mit ihrer Gastfamilie wohnte Lisa in Denver, Colorado, wo sie auf zwei Gastkinder aufpasste. Letzte Woche hat Lisa mit uns ein Online Au pair Q&A gemacht. Viele von euch haben fleißig Fragen gestellt und Lisa hat euch alle beantwortet. Hier sind unsere Top 5 Fragen und Antworten:

Wie und nach welchen Kriterien hast du deine Gastfamilie ausgesucht?

Ich habe einfach auf mein Bauchgefühl gehört, wie gut sie zu mir passen. Ich habe versucht komplett auszublenden, wo meine Gastfamilie wohnt. Oft tendiert man schon dazu zu sagen „Eine Familie in Kalifornien zu bekommen oder mitten in New York zu wohnen, wäre echt toll“. Aber ich habe mich drauf fokussiert, wie die Familie lebt. Verbringt sie viel Zeit miteinander? Was sind ihre Werte? Wie erziehen die Eltern ihre Kinder? Ich habe mich dann für meine Familie entschieden, weil ich das Gefühl hatte, dass ich mich bei ihnen gut integrieren und wohl fühlen könnte. Mein Tipp an alle Au pairs in der Matchingphase: hört auf euer Bauchgefühl und entscheidet euch nicht wegen der Stadt. Ihr lebt mit der Familie und wenn das nicht funktioniert, dann hilft es euch auch nichts, wenn ihr da seid wo ihr hinwolltet.

Bist du während des Au pair Jahres auf das College gegangen?

Ja, jedes Au pair muss insgesamt 6 College Credits sammeln, also ca. 60 Stunden zum College gehen. Meine Gasteltern haben mich auch finanziell unterstützt, alle Gastfamilien bezahlen das College bis zu 500 US-Dollar. Ich hatte an meinem College eine sehr große Auswahl und konnte mich zwischen den verschiedensten Kursen entscheiden. Meine 60 Stunden habe ich in zwei Kurse aufgeteilt. Der eine Kurs ging über 6 Samstage, jeden Samstag 6 Stunden. Ich habe mehr über die amerikanische Kultur, Sprache und Gesellschaft kennengelernt und wir haben sogar Field Trips gemacht. Dieser Kurs hat sehr viel Spaß gemacht, da er auch speziell für Au pairs ausgelegt war. Dabei habe ich viele weitere Au pairs aus verschiedenen Ländern kennengelernt.
Mein zweiter Kurs war mehr auf die englische Sprache bezogen, ich lernte viel über die englische Grammatik und Ausdrucksformen. Der Kurs war tagsüber und innerhalb der Woche, da ich frei hatte während meine Gastkinder in der Schule waren.

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Neue Leute kennen zu lernen und Freunde zu finden, war für Lisa kein Problem. (c) Ayusa-Intrax

Wie hat dein Au pair Abenteuer angefangen? Was ist die Training School?

Ich bin mit 12 weiteren Au pairs von Frankfurt nach New York geflogen, wo wir die ersten Tage unseres Au pair Abenteuers in der Training School verbrachten. Wir hatten ein tolles Hotel: das Hilton Hotel in New Jersey. Alle Au pairs wurden auf Zimmer aufgeteilt, je nachdem in welcher Gegend unsere Gastfamilien wohnten. In der Training School haben wir 3 Tage unterschiedliche Dinge durchgenommen, die für den Alltag eines Au pairs wichtig sind, beispielsweise einen Erste-Hilfe-Kurs und Workshops. Was für Aktivitäten kann man mit den Gastkindern machen? Was muss man in dem Alter beachten? Wie trete ich meiner Gastfamilie gegenüber? Was sind meine Rechte? All diese Fragen wurden uns in der Training School beantwortet. Wir haben auch eine kleine Sightseeing-Tour nach New York City gemacht, es war sehr beeindruckend „the city that never slepps“ live zu sehen.

War es schwer für dich Freunde und Anschluss zu finden?

Nein, gar nicht. Ich war vor meiner Ausreise bereits in Whatsapp und Facebook Gruppen, die hießen zum Beispiel „Au pair Ausreise 2017/2018“. Ich bin einfach mehreren Gruppen beigetreten und es wurde öfter die Frage gestellt „Wann reist ihr aus?“ oder „In welche Gegend kommt ihr?“ In der Training School habe ich auch viele weitere Au pairs kennengelernt, so habe ich bevor ich bei meiner Gastfamilie angekommen bin schon viele Freunde gefunden. Vor Ort konnte über meine Area Direktorin, die Person, die für mich zuständig war, einige Kontakte knüpfen. Sie hat mir eine Liste mit ganz vielen Namen und Telefonnummern von Au pairs, die in der Nähe wohnten, gegeben. Dann gibt es auch monatliche Meetings, wo sich alle Au pairs aus verschiedenen Ländern einmal im Monat treffen und gemeinsam etwas unternehmen. Ich habe sehr schnell Freunde gefunden, da braucht ihr gar keine Angst zu haben.

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Lisa konnte während ihrer Zeit als Au pair in den USA viel reisen. (c) Ayusa-Intrax

Bist du mit deiner Entscheidung, ein Au pair Jahr in den USA zu erleben, zufrienden?

Ich bin sehr zufrieden, dass ich ein Au pair Jahr gemacht habe. Ich würde es jederzeit wieder so machen und würde auch nichts an meinem Jahr ändern. Ich bin viel rumgereist, habe viel gelernt, mein Englisch ist besser geworden, ich habe mich gut mit meiner Gastfamilie verstanden – genauso habe ich es mir vorgestellt. Ich habe mich für ein Au pair Jahr entschieden, weil ich die Sicherheit gut fand: ich hatte einen Ort an dem ich gewohnt habe, an dem ich mir mein Leben aufbaut habe. Ich lebte bei einer Familie und so lernte ich das Land, den Alltag und die Lebensweise der Amerikaner ganz anders kennen als wenn ich nur durch das Land gereist wäre. Die Arbeit mit Kindern und generell Zeit mit Kindern zu verbringen hat mir schon immer viel Spaß bereitet, weshalb ein Au pair Aufenthalt perfekt zu mir gepasst hat. Ich kann es jedem weiterempfehlen!

Du bist gespannt, was Lisa während ihres Au pair Abenteuers noch alles erlebt hat? Auf ihrem Au pair Blog berichtet sie über ihre Erfahrungen in den USA.

Du möchtest genau wie Lisa ein Au pair Aufenthalt in den USA verbringen? Bewirb dich jetzt!