Ari on the road: Costa Rica – Tipps für deinen Schüleraustausch Teil 3

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Schüleraustausch, Strand, Costa Rica

Viele träumen vom Schüleraustausch oder Leben in Costa Rica. Bei solchen Stränden kein Wunder. (c) Ayusa-Intrax

Costa Rica, das Land der langen, weißen Strände, Naturvielfalt und glücklichen Menschen, war mehrere Monate lang Arianes traumhafte Heimat. Für unsere abenteuerlustigen Auslandsbegeisterten, die ihren Schüleraustausch in Costa Rica antreten, lässt sie uns auch im dritten Teil an ihren Erfahrungen teilhaben, diesmal an so manchen Peinlichkeiten.

Walk of shame – meine persönlichen Fettnäpfchen

Andere Länder, andere Sitten – natürlich findet man sich oft in Situationen wieder, die einem fremd sind. Bei meinem Glück stehen die Chancen nicht schlecht, dass ich intuitiv genau ins Fettnäpfchen trete. Die vielen Freundschaften vor Ort mit den offenen und sehr gelassenen Ticos (Costa Ricaner nennen sich Ticos, wie auch im ersten Teil der Blog-Reihe beschrieben) erleichterten mir jedoch den Umgang damit. Und mein heißer Tipp vorweg für alle, die mal Ähnliches erleben: Ein (freundliches) Lachen lässt meistens alles wieder viel harmloser aussehen.

Chinesisch-deutsche Differenzen auf Spanisch

Eine tägliche Aufgabe war es, das Mittagessen für die Sprachschüler zu bestellen. Da diese gerne auch mal Nudeln statt der üblichen Reiskörner sehen wollten, war ihr Liebling das chinesische Lokal in der Nähe. Ich hatte meine Gründe, ihnen dieses Vorhaben auszureden – vergeblich. Die Telefonate mit dem Restaurant waren, diplomatisch ausgedrückt, lebendig. Die chinesische Bedienung am Telefon hatte einen noch stärkeren Akzent als ich und somit folgte ein tägliches Schrei-Duell. “Gericht M12?” “Nein, nicht M9, sondern M11!” “Also M10?” Irgendwann übernahm ihr Mann das Telefon: Ein Tico. Der verstand mich zu meiner Erleichterung wenigstens – und ich ihn. Den Sprachschülern war das auch lieber.

Mein persönlicher Zungenbrecher

Mein Akzent rührte daher, dass ich beim besten Willen das R nicht so schön rollen kann wie die Ticos – oder auch der gefühlte Rest der Welt. Wörter mit Doppel-R waren besondere Herausforderungen. Meine Kollegen machten sich daher gern einen liebevollen Scherz daraus und führten Situationen herbei, in denen ich Wörter wie Correo – Post – immer und immer wieder verwenden musste. Geholfen hat es dennoch nichts. Ich gehe lieber Umwege und überspiele das R hüstelnd.

Sonne Costa Rica

Glücklich und rot wie ein Krebs – ist die Sonne in Costa Rica zu stark, dann hast du dich nicht genug eingecremt. (c) Ayusa-Intrax

Ein Exempel statuieren

Meine Rolle war es, den Sprachschülern bei ihrer Zeit in Costa Rica zu helfen, sie bei ihren Reise- sowie Praktikumsplänen zu unterstützen und ihnen zu zeigen, was sie in der Stadt und Umgebung unternehmen konnten. Dies bedeutete auch, dass ich jeden Montag eine kleine Rede hielt mit Tipps und einem Aufruf zu Achtsamkeit, insbesondere der starken Sonne gegenüber. Ein Vorbild sollte ich sein, doch vergaß ich selbst, dass sich meine Haut und Strand – im Februar! – ohne Sonnenlotion weniger gut vertragen.
Ich verbrannte mich gleich am ersten Wochenende so stark, dass meine kleine Rede anfangs der Woche eher wie ein Witz anmutete, wenn ich dick eingepackt und mit leuchtend roter, später sich pellender Haut vor den Schülern stand.

Dummie-Fakten am Rande, schnell zu übersehen und dennoch wichtig zu wissen:

  • Eine Kenntnis der Umgangssprache signalisiert anderen gleich die besondere Ortskenntnis. Bei den Ticos sind das beispielsweise mae als Anrede für Freunde sowie pura vida. Letzteres kann man zur Begrüßung nutzen, für den Abschied oder auch als Hinweis wie es einem geht. Es ist ein Ausdruck des Lebensgefühls der Ticos, des „puren Lebens“.
  • Costa Rica liegt an der Pazifik- sowie an der Karibikküste und beide Küsten haben ihren ganz eigenen Flair.