Deutsch-Amerikanischer Tag: Hot Dogs, Doppelgänger und die Brooklyn Bridge

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Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge wurde von dem Deutsch-Amerikaner John August Roebling konstruiert und ist eins der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in New York. (c) Ayusa-Intrax

Jedes Jahr am 6. Oktober findet der German-American-Day statt. Es ist ein Tag zu Ehren der Deutsch-Amerikanischen Beziehungen. Als Austauschschüler oder Au pair ist es natürlich klasse zu wissen, was es mit diesem inoffiziellen Feiertag auf sich hat. In diesem Beitrag verraten wir dir das Wichtigste zu der über 300 Jahre alten Geschichte und wie die Deutschen bis heute die amerikanische Kultur beeinflussen.

Wie alles begann

Der Deutsch-Amerikanische Tag geht zurück auf den 6.Oktober 1683, an welchem sich 13 deutsche Familien in der Nähe von Philadelphia ansiedelten. Sie gründeten dort die erste deutsche Siedlung mit dem Namen Germantown. Dieser Tag wird auf keine bestimmte Art und Weise gefeiert, wie z.B. der Independence Day, an dem traditioneller Weise in jedem noch so kleinen Ort ein spektakuläres Feuerwerk zu bestaunen ist. Am German-American Day erinnert stattdessen der amerikanische Präsident durch eine Rede an die Herkunft vieler Amerikaner, um die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika aufrecht zu erhalten. Zum ersten Mal wurde der German-American Day übrigens im 19. Jahrhundert gefeiert. Während der zwei Weltkriege geriet er zwischenzeitlich in Vergessenheit, da die allgemeine Stimmung, den Deutschen gegenüber, eher getrübt und negativ war. Anlässlich der Dreihundertjahrfeier zur Gründung von Germantown, ließ der Präsident Ronald Reagan den German-American Day 1983 schließlich wieder einführen.

Deutsch-Amerikanischer-Tag

Die erste deutsche Siedlung in den USA: Germantown. (c) links: FOX 6 Milwaukee, rechts: Stephanie Carter

Der Einfluss der Deutschen in Amerika

Schaut man sich die amerikanische Geschichte genauer an, so entdeckt man überall deutsche Wurzeln oder deren Einflüsse. In den USA sind die wohl populärsten Deutschen oder zumindest Amerikaner mit deutschen Vorfahren: Elvis Presley, Henry John Heinz, der Erfinder des Heinz Ketchups, Herr Levis Strauss der Erfinder der Jeans oder auch Herr Boeing der dem Boeing-Flugzeug seinen Namen gab.

Die amerikanische Kultur besteht aus vielen verschiedenen Kulturen der Welt. Auch die deutsche Kultur ist ein großer Teil davon: Ca. 50 Millionen Amerikaner geben an, deutsche Wurzeln zu haben. Einige typische deutsche Traditionen, wie beispielsweise der Weihnachtsbaum oder das Oktoberfest, wurden aus der deutschen Kultur übernommen und sind heute fest in die amerikanische integriert.

Deutsche Einflüsse und deren gewaltige Auswirkungen sind in ganz Amerika wiederzufinden: So z.B. auch die Brooklyn Bridge. Sie wurde von dem deutsch-amerikanischen Ingenieur John August Roebling geplant und gebaut. Nicht zu vergessen ist natürlich auch die „Frankfurter“ Wurst. Sie wurde von deutschen Einwanderern um 1870 zum ersten Mal als Hot Dog verkauft und ist seither eines der beliebtesten Fast Food Gerichte Amerikas! In der englischen Sprache sind die Auswirkungen der deutschen Kultur sogar zu hören: Die bekanntesten Beispiele sind wohl die Wörter Kindergarten, Autobahn und Doppelgänger.

Welche typisch deutschen Dinge in Amerika oder welche deutschen Wörter in der englischen Sprache fallen dir noch ein?