Schüleraustausch USA: Gibt es die „perfekte Gastfamilie“? Tipps von Alyssa

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Alyssa in den USA

Austauschschülerin Alyssa zusammen mit ihren Gasteltern am Tag des Abschlussballs ihrer High School (c) Ayusa-Intrax

Bevor es im Flieger über den Atlantik ging und Alyssas Schüleraustausch in den USA endlich beginnen konnte, hat sie immer wieder über die „perfekte Gastfamilie“ nachgedacht. Was würde passieren, wenn die Familie auf Zeit ganz anders ist, als sie es sich erhofft hatte? Was macht eine Gastfamilie eigentlich „perfekt“? Fragen über Fragen, die sich wohl jeder Austauschschüler einmal stellt und, die sicherlich jeder auch anders beantworten würde. Eines steht fest: Alyssas Gastfamilie war anders als sie es sich jemals erträumen ließ und musste schnell feststellen, dass sie genau deswegen „perfekt“ war.  Warum? In ihrem Gastbeitrag berichtet sie dir heute von ihrer Erfahrung und gibt dir Tipps, was du für deinen eigenen Schüleraustausch beachten solltest.

Was ist eine „perfekte Gastfamilie“?

Du hast dich nun auch endlich dafür entschieden ins Ausland zu gehen? Lass mich raten: Zu einer deiner Sorgen gehört bestimmt die Gastfamilie. Verständlich, schließlich hängt von ihr ein gewisser Teil deines Schüleraustausches ab. Aber bitte glaube mir, wenn ich dir sage, dass du mit diesen Sorgen nicht alleine bist. Als ich mich für meinen Schüleraustausch in den USA beworben habe, hatte ich totale Angst davor, eine Gastfamilie zu bekommen, die nicht zu mir passen würde. Jeder will schließlich diese eine, ganz „perfekte Gastfamilie“. Aber was macht so eine Gastfamilie eigentlich aus? Feststeht, dass jeder Austauschschüler unter seiner Lieblingsgastfamilie etwas anderes versteht, weil sie natürlich seinen persönlichen Interessen und Vorstellungen entsprechen sollte.

Eine Gastfamilie ist erst dann perfekt, wenn du dich super wohlfühlst!

Als ich meine Gastfamilieninformationen bekam, war ich mir nicht so sicher, was ich davon halten sollte, da meine Gastfamilie aus einer Gastmutter und einem Gastvater bestand. Sie hatten keine Kinder. „Wer wird mir dann in der Schule und mit dem Freunde finden helfen?“ Das war eine der ersten Fragen, die mir durch den Kopf ging. Aber es hat sich herausgestellt, dass diese Familie einfach „perfekt“ für mich war.  Da meine Gasteltern noch sehr jung waren, haben sie mich immer verstanden, als ich Probleme hatte und meine Gastmutter war einfach wie eine Freundin für mich, gerade weil sie noch so jung war. Ich hatte echt Glück mit meiner Gastfamilie, denn ohne sie hätte ich niemals Lex, meine allerbeste Freundin auf der anderen Seite der Welt kennengelernt. Sie ist die jüngere Halbschwester meiner Gastmutter und in meinem Alter. Ich hätte echt nicht gedacht, dass ich eine beste Freundin auf der anderen Seite der Welt, 10.000 Kilometer entfernt von meinem kleinen Städtchen in Deutschland, finde! Sogar jetzt, Wochen nach meinem Auslandsjahr, kommen so viele Erinnerungen, die wir zusammen geteilt haben, immer wieder hoch.

Alyssa in den USA

Alyssa in den USA mit ihrer besten Freundin Lex (c) Ayusa-Intrax

Eigentlich hatte ich vor, nur für fünf Monate in die USA zu gehen. Am Ende dieser Zeit habe ich mich jedoch entschieden, auf zehn Monate zu verlängern und ich kann definitiv mit Stolz sagen, dass ich es kein bisschen bereue! Ich hab echt vieles in den zehn Monaten von meiner Gastfamilie und auch allgemein von meinem Schüleraustausch gelernt. Mein Tipp für dich: Mach dir einfach nicht zu viele Gedanken über deine Gastfamilie und wie sie aussehen sollte! Gib ihr einfach eine Chance und du wirst schnell bemerken, dass sie auf ihre ganz eigene Art und Weise ziemlich perfekt für dich ist.

– Alyssa –

Auf Alyssas Blog kannst du nachlesen, was sie während ihrem Schüleraustausch erlebt hat, wie ihr erster Schultag an einer amerikanischen High School war und vieles mehr. Viel Spaß beim Stöbern!