Au pair Flashback Friday: Janifas besonderes Halloween

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Schneesturm an der Westküste, Au Pair

Für viele Bewohner an der Ostküste hieß es an Halloween Schnee schippen, statt von Haustür zu Haustür zu gehen und „Trick-or-Treat“ zu rufen © Ayusa-Intrax

Heute blickt unsere Praktikantin Janifa in ihrer Blogreihe „Flashback Friday“ auf ihr etwas anderes Halloween als Au pair in den USA zurück. Dieses Halloween wird sie so schnell nicht mehr vergessen!

Schneesturm statt „Trick-or-Treat“

Der Kalender schrieb Oktober, es war zwei Tage vor Halloween und die Blätter an den Bäumen waren noch immer grün. Dieses Bild sollte sich jedoch schnell ändern, als sich der Herbst in Amerika, innerhalb einer Nacht in den Winter verwandelte und die Ostküste im Schneechaos versank. Mit diesem plötzlichen Wintereinbruch hatte keiner gerechnet. Auch ich und meine Gastfamilie nicht.

Als wir jedoch am Samstagmorgen aus dem Fenster schauten, den Schnee und die umgekippten Bäume sahen und wir weder Strom, noch funktionierende Heizungen hatten, wussten wir, dass der Schneesturm auch uns getroffen hatte. Es war wirklich unglaublich! An Halloween sah man schließlich statt verkleideter Kinder, die durch die Straßen liefen und „Trick-or-Treat“ riefen, Schlagzeilen wie „Historischer Schneesturm an der Ostküste“, „Millionen Amerikaner ohne Strom“ und „Notstand ausgerufen!“. Meine Gastkinder waren, wie viele andere Kinder, am Boden zerstört und befürchteten, dass die Verkleidungen dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen würden.

Ein Jahr ohne Halloween? Nicht mit den Amerikanern!

Was wäre Amerika jedoch ohne Halloween? Offiziell wurde wegen dem Sturm bekannt gegeben, dass Halloween in diesem Jahr einfach auf den 2. November verlegt wird. Und dann war es endlich soweit. Trotz des Chaos der letzten Tage lag Halloween förmlich in der Luft und pflichtbewusst wie jedes Jahr hatten die Amerikaner ihre Häuser mit gespenstischen Motiven und Kürbisfratzen dekoriert.

Halloween in den USA, Au Pair

Zusammen mit ihren Freundinnen bereitet Janifa sich auf das Grusel-Event vor ©Ayusa-Intrax

Aus allen Straßen kamen verkleidete Kinder und zogen von Haustür zu Haustür, in der Hoffnung, so viele Süßigkeiten wie möglich abstauben zu können – darunter auch meine Gastkinder und ich. Wer jedoch davon ausgeht, dass die Kostüme der Kinder gruselig und angsteinflößend waren, der liegt leider falsch. Von Prinzessinnen bis hin zu Darth Vader Kostümen war alles dabei. Auch meine Gastkinder waren nicht unbedingt von der gruseligen Sorte, aber bekamen nichtsdestotrotz an jeder Haustür eine Handvoll Süßigkeiten, nachdem sie begeistert „Trick-or-Treat“ riefen.

Die fein säuberliche Inspektion der süßen Beute

Wieder zu Hause wurde die Beute dann stolz betrachtet und darüber gestritten, wer denn nun den volleren Beutel hatte. Bevor die Kinder jedoch beherzigt bei den Süßigkeiten zugreifen durften, wurde erst einmal, typisch amerikanisch, von der Mutter der Sicherheitscheck durchgeführt. Jede Süßgkeit wurde ganz genau unter die Lupe genommen und es wurde nach verdächtig aussehenden Bonbons gesucht. Nachdem aber keine vergifteten Süßigkeiten gefunden wurden, machten sich meine Gastkinder über ihre lang ersehnten Süßigkeiten her.

Mein Halloween war also mit einer kleinen Verzögerung genau so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte und erinnerte mich ein wenig an frühere Sankt Martins Züge in Deutschland. Wie hast du dein Halloween während deiner Auslandszeit erlebt?