Schüleraustausch USA Gastblog: Kulturelle Unterschiede

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Schülerin USA Flagge

Viele Schüler möchten gerne eine Zeit in den USA leben – aber wie es dort wirklich (c)istock

Vor dem Start meines Auslandsjahres war ich mir immer ziemlich sicher, dass Deutschland nicht sehr unterschiedlich zu den USA ist, also ich mir keine großen Sorgen bezüglich des Kulturschocks machen müsste. Doch wenn man erstmal hier für eine Weile lebt, dann fällt einem schon so einige Unterschiede auf, die einem manchmal auch sehr große Probleme bereiten können.
In den weiteren Absätzen werde ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken erzählen und euch hoffentlich mit ein paar Tipps euer Auslandsjahr erleichtern.

Die amerikanische Kultur und kulturelle Unterschiede zu Deutschland

Im Allgemeinen wirken Amerikaner auf uns Deutsche ziemlich weltoffen und überfreundlich zu Beginn. Das ist ein großer Vorteil, da es definitiv das Freunde finden vorerst erleichtert! Im Gegensatz zu den USA sind Deutsche eher introvertiert, aber ehrlich und vertrauensvoll. Amerikaner sind jedoch (besonders zu Beginn) sehr offen und kaum hat man nur ein paar Wörter ausgetauscht, wird man zu ihnen nach Hause und zu Verabredungen eingeladen. Sie reden viel und halten auch kein Blatt vor dem Mund, also fühlt euch nicht beleidigt, wenn ihr öfters mal mit Klischees konfrontiert werdet. Doch auch wenn man schnell sehr viele nette Menschen kennen lernt, muss man immer etwas vorsichtig mit dem Vertrauen anfangs sein, denn was für uns Deutsche als enge Freundschaft gilt, ist für Amerikaner meist nur eine Bekanntschaft von vielen. Also seid nicht enttäuscht, wenn man bei dem nächsten Treffen mit der Person regelrecht ignoriert wird. Das hat absolut nichts mit euch persönlich zu tun. Es ist mehr die unterschiedliche kulturelle Sichtweise auf Freundschaften.

Schneller Freunde finden und sich einleben

Der wichtigste, aber auch definitiv beste Tipp, den ich euch geben kann, ist auf so viele Mitschüler wie möglich zuzugehen. Zum Beispiel fragt ihr sie, ob sie euch den Weg zu dem nächsten Klassenraum zeigen können, auch wenn ihr eigentlich genau wisst, wie der Weg ist. Sobald Amerikaner bemerken, dass ihr aus Europa kommt, werden sie sehr schnell neugierig und bauen Interesse auf. Versucht auch sobald wie möglich einem Club oder einer Sportart beizutreten, sodass ihr besser mit neuen Mitschülern in Kontakt kommt. Seid dabei immer offen und zeigt Interesse! Durch erste Freunde findet man am besten neue Freunde.

Treffen mit Freunden und geplante Unternehmungen

Wie bereits angedeutet, entstehen Pläne sehr schnell, doch wirklich umgesetzt werden sie eher weniger. Es ist normal hier spontan zu handeln und geplante Treffen zu verschieben oder kurzfristig abzusagen. Deutsche sind bei sowas sehr treu und geben auch keine falschen Versprechungen, Amerikaner jedoch schlagen des öfteren etwas vor, auch wenn sie es nicht direkt so meinen. Macht nicht den Fehler wie ich und seid traurig, weil ihr denkt eure Freunde wollen sich nicht mit euch treffen. Im Gegenteil! Ihr könnt sie ruhig nerven und das geplante Treffen solange erwähnen bis es dann auch mal umgesetzt wird!
Also bleibt immer ihr selbst und seid niemals schüchtern neue Freunde kennenzulernen.

Danke an Austauschschülerin Sophia für diesen Blog Post. Seid ihr auch gerade Austauschschüler oder wollt es noch werden? Wir freuen uns immer von euch zu hören oder eure Bilder bei Instagram zu sehen. Uns findet ihr dort auch: @ayusaintrax