Expertentipps: Au pair für Teenager

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Au pair mit Gastjungen

Ältere Kinder haben andere Ansprüche an ihr Au pair. (c) Ayusa-Intrax

Viele Familien, die ein Au pair engagieren, haben jüngere Kinder. Doch es ist auch möglich, dass du als Au pair Teenager oder ältere Kinder betreust. So auch unser ehemaliges Au pair Louisa. Damit auch du deinen Au pair Aufenthalt mit größeren Kindern meisterst, hat sie hier ein paar Tipps und Tricks für dich!

In meinem Jahr als Au Pair war ich für zwei ältere Kinder verantwortlich: ein Junge (10 Jahre) und ein Mädchen (13 Jahre). Im Auswahlprozess und in den Gesprächen mit potentiellen Gastfamilien hat das Alter der Kinder für mich keine große Rolle gespielt. Ich war offen für alle Altersgruppen und hätte mir auch eine Gastfamilie mit jüngeren Kindern vorstellen können. Rückblickend hätte ich es aber nicht anders haben wollen und habe ein Jahr in der für mich perfekten Gastfamilie verbracht.

Im Folgenden möchte ich euch fünf Dinge mitgeben, die ich aus meinem Jahr mitgenommen habe und euch hoffentlich im Umgang mit älteren Kindern helfen.

1. Überleg dir (tagesfüllende) Aktivitäten mit den Kindern

Ich habe oft auch einen Tag am Wochenende gearbeitet. Die Kinder hatten an diesem Tag meistens nichts mit Freunden geplant, das heißt es war meine Aufgabe sie zu beschäftigen. Da war es hilfreich eine Aktivität zu planen, die etwas länger dauert oder sogar tagesfüllend ist. Insbesondere während der Sommerferien, wo es keinen geregelten Alltag gibt, macht es Spaß mit den Kindern Tagesausflüge zu unternehmen. Außerdem haben meine Gasteltern sich gewünscht, dass wir nicht den Tag im Haus verbringen.
Aktivitäten, die ich mit den Kindern unternommen habe waren zum Beispiel:
• An den Strand fahren
• Wandern gehen
• Minigolf spielen
• Äpfel, Kürbisse etc. pflücken
• In ein Museum gehen
• Bowlen gehen … uvm.

2. Halte bei Erziehungs-Themen Rücksprache mit den Gasteltern

Gerade mit dem Jungen hatte ich manchmal in Alltagssituationen kleine Unstimmigkeiten und es kam dazu, dass er nicht auf mich gehört hat.
Da half es mir mit meinen Gasteltern das Gespräch zu suchen und mit ihnen zu besprechen, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll. Ich habe sie quasi auf meine Seite geholt, sodass meine „Ansagen“ für den Jungen auch galten und er sich diesen nicht einfach widersetzen konnte, indem er mich gegen seine Eltern ausspielt.

3. Setze Grenzen und stelle deine eigenen Regeln auf

Zwischen den Kindern und mir war das Verhältnis sehr freundschaftlich. Ich habe es sehr genossen, dass sie mich nicht als Autoritätsperson, sondern als Freundin angesehen haben. Trotzdem war es ab und zu wichtig bestimmte Grenzen zu setzen. Auch wenn ich ihre beste Freundin bin, sollen die Kinder trotzdem noch auf mich hören und mich respektieren.

Au pair mit Kindern im Museum

Museumsbesuche sind auslastende Aktivitäten für freie Tage und Ferien. (c) Ayusa-Intrax

4. Unterstütze deine Gasteltern in anderen Bereichen

Dadurch, dass meine Kinder schon sehr selbstständig waren und viel Zeit in der Schule verbracht haben, hat die Kinderbetreuung nicht meine gesamte Arbeitszeit eingenommen. Die übrige Zeit habe ich genutzt, um meine Gasteltern im Haushalt zu unterstützen. Zum Beispiel habe ich den Familieneinkauf übernommen und meine Gastmutter zu Terminen begleitet, wenn sie meine Hilfe brauchte.

5. Freunde dich mit den Kindern an

Wie ich bereits erwähnt habe, waren die Kinder meine Freunde. Wir waren zusammen essen, im Kino oder shoppen. Auch wenn das nicht unbedingt meiner Pflicht entsprach, fand ich es wichtig, ein freundschaftliches Verhältnis zu meinen Kindern zu haben. Dadurch fühlt sich die Zeit, die du mit ihnen verbringen „musst“, auch nicht wie eine Pflicht an, sondern macht Spaß. Allgemein fand ich es schön zu meiner gesamten Gastfamilie, meinen Gasteltern eingeschlossen, ein freundschaftliches Verhältnis zu haben.

Teenager zu betreuen ist genau dein Ding und du hast Lust auf Kinder, die schon einen Teil ihres Alltags eigenständig bewältigen können? Dann kannst du ganz unverbindlich deine Kurzbewerbung ausfüllen! Falls du dir noch nicht so sicher bist, ist unser Instagram-Profil die richtige Adresse für dich. Hier nehmen dich unsere aktuellen Au pairs mit in ihren Alltag und bieten Raum für alle auftretenden Fragen.