Ayusa-Intrax Returnees heute: Vom Au pair zur Architektin

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Ayusa-Intrax Returnees heute

Au pair Sabrina mit ihren beiden Gastkindern im Zoo (c) Sabrina Leist

Das Au pair Jahr von Sabrina besaß nicht nur Höhen und Tiefen, sondern war auch der Startschuss für ein paar andauernde Freundschaften. In der Blogreihe „Ayusa-Intrax Returnees heute“ erfährst du, wie Sabrina heute auf ihren Auslandsaufenthalt zurückblickt.

Nachdem ich den Schulabschluss in der Tasche hatte, wusste ich erst einmal nicht, was ich machen  wollte. Da ich mit 10 Jahren schon immer gesagt habe: „Ich will Architektin werden, wie meine Mama“ war die Sache eigentlich klar, aber ich habe mich dann doch entschieden erst einmal ins Ausland zu gehen. Ich war 2005/06 als Au pair in den USA, genauer gesagt in Saint Paul im Bundesstaat Minnesota, USA.

Meine Gastmutter und ich sind schnell gute Freundinnen geworden

Obwohl mein Au pair Jahr gleich mit großen Veränderungen in der Gastfamilie begann (meine Gasteltern ließen sich scheiden), hatte ich ein wunderbares Jahr mit Höhen und Tiefen: Kaum raus von zu Hause, musste ich direkt auf eigenen Beinen stehen. Das war eine Herausforderung, denn auf einmal hatte ich nicht mehr meine Eltern, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen. Aber ich habe mich mit meiner Gastmutter trotz der schwierigen Situation für sie super verstanden und so wurde meine Gastmutter schnell zu einer guten Freundin.

Ayusa-Intrax Returnees heute

Au pair Returnee Sabrina und ihr Nanny-Porch-Club (c) Sabrina Leist

Mit dem eigenen Au pair Club auf der Veranda sitzen

Schon bald nach meiner Ankunft kamen zwei weitere deutsche Au pairs ganz in meine Nähe an. Das war toll, denn wir verstanden uns super und gründeten ganz bald den „Nanny-Porch-Club“, da wir die Abende oft bei mir auf der Veranda verbrachten. Meine Gastmutter freute sich immer riesig darüber und so waren die Mädels auch regelmäßig zu unseren Feiern zu Hause eingeladen. Egal ob Halloween, St. Patrick’s Day oder der Geburtstag unseres Hundes, wir haben jede Gelegenheit genutzt um diese Feste zusammen zu verbringen. Natürlich haben wir unsere Freizeit nicht nur auf der Veranda verbracht, sondern auch zusammen die Umgebung erkundet: Roadtrips in den Nachbarstaat Wisconsin, Urlaub in einer Cabin am Lake Superior, Shoppingtouren in die Mall of Amerika oder einfach nur Inlineskaten entlang des Mississippi.

Von den USA direkt nach Dresden

Dieses Auslandsjahr war das Beste, was ich direkt nach der Schule machen konnte!
So hatte ich ein Jahr Zeit um herauszufinden, ob ich wirklich Architektur studieren will. Als ich dann 2006 zurückkam bin ich direkt nach Dresden gezogen um dort mein Studium zu beginnen. Das Studium habe ich letztes Jahr im Sommer abgeschlossen und arbeite nun als Architektin in Berlin.

Zurückblickend kann ich sagen, dass mich das Au pair Jahr in allen Bereichen sehr stark beeinflusst hat. Ich habe gelernt auf eigenen Beinen zu stehen, Probleme eigenständig anzugehen und auch mit Situationen umzugehen, die für mich nicht alltäglich sind. All das hat mir während meines Studiums auch sehr geholfen. Für die Zukunft plane ich Fuß in meinem Job zu fassen und irgendwann auch mit der eigenen Familienplanung zu beginnen.

P.S.: Der „Nanny-Porch-Club“ kommt auch heute noch so oft wie möglich zusammen. Dann schwelgen wir in Erinnerungen über dieses zukunftsprägende und unvergessliche gemeinsame Jahr.

Sabrina Leist