Gastfamilie Endicott aus Idaho
Gastfamilie Endicott lebt in Idaho und hat bereits 3 Austauschschülerinnen aufgenommen (alle Mädchen), da sie selbst 2 Töchter hat. Ihre Austauschschülerinnen kamen aus Chile, Italien und Deutschland.
Was hat euch dazu bewegt, Gastfamilie zu werden?
Wir wollten schon immer viel reisen. Und was gibt es Schöneres, als Menschen kennenzulernen, die an Orten leben, die wir eines Tages besuchen möchten? Für unsere Töchter ist es außerdem toll, quasi eine „große Schwester" dazuzubekommen.
Wie sieht der Alltag mit euren Austauschschülerinnen aus? Was unternehmt ihr am liebsten zusammen?
Wir zeigen ihnen wahnsinnig gerne unsere Gegend – ob beim Camping, Offroad-Fahren oder mit dem Boot auf dem Wasser. Genauso wichtig ist uns aber auch die ganz normale Zeit zu Hause: zusammen Spiele spielen oder einen Filmabend machen.
Wie laufen die ersten Wochen mit einer neuen Austauschschülerin ab? Habt ihr Tipps gegen Heimweh oder um ihr das Gefühl zu geben, willkommen zu sein?
Am Anfang halten wir sie bewusst auf Trab, dann bleibt gar nicht so viel Zeit fürs Heimweh :) Sehr gerne machen wir Kennenlernspiele mit typischen Eisbrecher-Fragen, bei denen wirklich jeder in der Familie etwas über sich preisgibt – auch Dinge, über die man sonst nicht so oft spricht. Kurz vor Schulbeginn geht's meistens auf einen Campingausflug, oft eine ganz neue Erfahrung für unsere Austauschschülerinnen.
Was habt ihr persönlich durchs Gastfamilie-Sein gelernt?
Wir haben unglaublich viel über andere Länder und Kulturen gelernt. Und wir sind geduldiger geworden, gerade wenn die Sprache mal eine Hürde ist. Nebenbei bereiten wir uns quasi schon auf die Teenagerjahre unserer eigenen Töchter vor.
Gibt es kulturelle Unterschiede, die euch immer wieder überraschen – positiv oder als Herausforderung?
Am meisten überrascht hat uns, wie höflich und respektvoll alle unsere Mädchen waren. Sie waren immer offen für Neues und haben zudem alle richtig gut Englisch gesprochen. Wir hatten bisher wirklich nur gute Erfahrungen.
Was war für euch ein besonders schöner oder bewegender Moment mit einer Austauschschülerin?
Da gibt es so viele! Wir waren mit allen zusammen im Urlaub, und jede hat uns mindestens einmal ein typisches Gericht aus ihrer Heimat gekocht. Wir versuchen uns sogar an ihrer Sprache – auch wenn wir darin nicht gerade Profis sind :) Am schönsten ist es, wenn sie Dinge zum ersten Mal erleben, die für uns schon ganz normal sind – das durch ihre Augen zu sehen, ist einfach wunderbar. Und manchmal ist es richtig witzig zu hören, was sie für typisch amerikanisch halten. Insgesamt können wir nur sagen: Gastfamilie zu sein ist eine tolle Erfahrung für unsere ganze Familie.