Schüleraustausch in den USA - Wie ist die aktuelle Lage?

Grafik "Jetzt noch in die USA?"

Ayusa-Intrax organisiert seit 1990 von unserem deutschen Büro aus Schüleraustauschprogramme in die USA. Wir können auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken – auch in turbulenteren Zeiten. Dabei ist es stets unsere oberste Priorität, dass alle Schüler:innen, die mit uns ins Ausland reisen, sicher sind und gut betreut werden.

Wir verfolgen die aktuelle politische Lage in den USA sehr genau und stehen in engem Austausch mit unseren amerikanischen Kolleg:innen vor Ort. Die Verunsicherung, die viele Familien angesichts der Nachrichtenlage verspüren, können wir gut nachvollziehen. Uns erreichen derzeit viele Fragen wie: „Wie sicher ist die Lage aktuell?“ oder „Sollten wir uns wirklich noch für die USA als Gastland entscheiden?

Deshalb möchten wir an dieser Stelle einen tieferen Einblick in die aktuelle Situation geben – einerseits zur Einordnung, andererseits, um Familien dabei zu unterstützen, eine möglichst fundierte und informierte Entscheidung für oder gegen die USA als Gastland zu treffen.

Im Video haben wir einige der häufigsten Fragen gesammelt und sie unserem Geschäftsführer Martin Vogt sowie unserer Teamleitung Sabine Sokolyuk gestellt:

Das sagen unsere Austauschschüler:innen in den USA

Wir sind in regelmäßigem Austausch mit unseren Schülerinnen und Schülern, die aktuell in den USA ihren Schüleraustausch verbringen. Von ihnen wollten wir wissen, wie sie die derzeitige Situation in den USA erleben, ob die politische Diskussion ihren Austausch beeinflusst und ob sie die USA als Gastland empfehlen würden. 

Frage: Würdest du dich nochmal für die USA entscheiden?

Grafik mit Zitaten unserer Schüler:innen
Das sagen unsere Ayusa Schüler:innen 2025/26! (c) Ayusa-Intrax

Frage: Wie sehr beschäftigt dich das Thema "Politik" und was rätst du anderen?

Aktuelle Lage: Emmis und Jans Erfahrungen vor Ort

Unsere Austauschschülerin Emmi verbrachte bis Anfang des Jahres ein Schulhalbjahr in Michigan. Jan lebt noch bis Sommer 2026 bei seiner Gastfamilie in Utah. Hier berichten die beiden von ihren Eindrücken, warum sie sich für die USA entschieden haben und weshalb sie auch zukünftigen Schüler:innen einen Austausch dort empfehlen.

JanWeiterlesen
Jan am Flughafen

"Die USA sind ein sehr schönes Land, und ich bin sehr glücklich, dass ich mich entschieden
habe, mein Auslandsjahr in den USA zu verbringen. Damit meine ich nicht nur die vielseitigen
Landschaften, sondern auch die tollen Menschen.
Wegen der politischen Lage war ich am Anfang sehr unsicher, aber um ehrlich zu sein habe ich davon kaum etwas mitbekommen. Falls über das Land oder die Politik gesprochen wurde, habe ich meine Meinung nie preisgegeben.

Ein Grund, warum ich mich für die USA entschieden habe, sind die Highschools. Ich habe vorher viele Highschool-Filme gesehen und war total begeistert, das alles im echten Leben zu erleben. Ich habe mich wirklich wie in einem Film gefühlt. Dazu kommen noch die unzähligen Sportmöglichkeiten, eine riesige Auswahl an Fächern, die es in Deutschland nicht gibt, und ein anderes Schulsystem, bei dem man das Gefühl hat, dass der Spaß im Vordergrund steht.

Ein weiterer Punkt sind die Menschen: unglaublich nett, hilfsbereit und alle wollen nur das
Beste für dich. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich mich entschieden habe, mein Auslandsjahr in den USA zu verbringen, und kann es jedem weiterempfehlen, da es eine ganz neue Welt ist."

Emmis Erfahrungen in MichiganWeiterlesen
Emmi in den USA

„Ich habe mich für ein Auslandshalbjahr in den USA entschieden, weil mich die enorme Vielfalt des Landes und das amerikanische Schulsystem sehr gereizt haben. Die USA bieten die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Kulturen, Lebensweisen und Perspektiven kennenzulernen. Besonders spannend war es für mich, den Schulalltag vor Ort zu erleben, neue Fächer auszuprobieren und schnell Teil einer neuen Gemeinschaft zu werden.

Mir ist bewusst, dass viele Schüler:innen aktuell unsicher sind, ob ein Auslandsjahr in den USA die richtige Entscheidung ist, besonders wegen der aktuellen Lage. Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass viele Sorgen größer wirken, als sie letztlich sind. 

Vor Ort habe ich mich gut aufgehoben gefühlt und gemerkt, wie wichtig eine offene Einstellung und gute Organisation im Hintergrund sind. Die aktuelle Lage steht daher eher im Hintergrund und ich würde mich deshalb nicht davon abhalten lassen, ein Auslandshalbjahr und all diese Erfahrungen zu machen.

Schüler:innen, die noch unentschlossen sind, würde ich raten, sich gut zu informieren, ehrlich über ihre Bedenken zu sprechen und sich nicht von Unsicherheiten abschrecken zu lassen. Ein Auslandsjahr in den USA bietet die Chance, über sich hinauszuwachsen, selbstständiger zu werden und Erinnerungen zu sammeln, die man so kein zweites Mal bekommt.“

Wir sind ehrlich für dich da!

Wir betreuen alle Teilnehmer:innen persönlich und sind von Anfang an für dich und deine Fragen da. Buche dir ein Erstgespräch mit unserem Team und wir finden das richtige Programm für dich und dein USA Abenteuer.

Fragen zum Austauschjahr in den USA aktuell

  • Ja! Unsere Schüler:innen berichten durchweg, dass sie in ihren Gastfamilien und Schulen herzlich aufgenommen werden. Trotz der angespannten politischen Debatten begegnen Jugendliche in ihrem Umfeld vor allem Interesse, Neugier und Offenheit.

  • Die politische Polarisierung in den USA ist sehr präsent. In der täglichen Realität unserer Austauschschüler:innen spielt sie jedoch kaum eine Rolle. Die überwältigende Mehrheit erlebt einen ganz normalen Alltag, vielfältige Gastfamilien und ein Umfeld, das offen für kulturellen Austausch ist. Die amerikanischen Gastfamilien gehen weiterhin ihrem Alltag nach und freuen sich Austauschschüler:innen aufzunehmen. Bisher sehen wir keine Einschränkungen für die Durchführung eines Austauschjahres.

  • Aktuell gibt es bei der Visavergabe für Austauschschüler:innen keine Einschränkungen zu befürchten. Auch im letzten Jahr haben, nach einzelnen Verzögerungen, alle Schüler:innen ihr Visum bekommen und konnten problemlos einreisen. Insgesamt ist die Vergabe zuverlässig, und wir stehen in engem Austausch mit unserem US-Hauptbüro, um Familien frühzeitig zu informieren.

  • Nein. Die Einreise unserer Schüler:innen verlief auch im letzten Jahr unkompliziert. Wir konnten keine Auffälligkeiten feststellen, die unsere Austauschschüler:innen betrafen.

  • Als langjährig erfahrene Schüleraustauschorganisation bereiten wir uns auf unterschiedliche Szenarien vor – auch wenn aktuell nichts auf eine Verschlechterung der Lage hindeutet. Wir beobachten rechtliche und politische Entwicklungen kontinuierlich und stehen in engem Austausch mit unseren Kolleg:innen in den USA. So können wir im Notfall schnell handeln und Familien transparent informieren.

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