Gastfamilie Marsh aus Texas
Familie Marsh aus Texas hat bereits eine Austauschschülerin aus Spanien bei sich aufgenommen und erwartet demnächst Austauschschüler Nummer zwei und drei aus den Niederlanden und Frankreich.
Was hat euch dazu bewegt, Gastfamilie zu werden?
Mein Mann und ich haben uns schon immer eine große Familie gewünscht. Als Gastfamilie können wir Kinder aus der ganzen Welt bei uns aufnehmen – und das für immer in unser Herz schließen. Uns gefällt außerdem der Gedanke, dass unsere eigenen Kinder dadurch viel über andere Kulturen und Weltanschauungen lernen.
Kennt ihr auch andere Gastfamilien?
Einige gute Freunde von uns waren schon lange vor uns Gastfamilie. Auch sonst gab es in unserer Gemeinde schon einige Austauschschüler, bevor unsere eigenen kamen.
Wie sieht der Alltag mit euren Austauschschülern aus? Was unternehmt ihr am liebsten zusammen?
Bei uns ist immer richtig was los! Wir sind in unserer Gemeinde und an der Schule vor Ort sehr aktiv, deswegen sind unsere Austauschschüler von Anfang an mittendrin: Schulsport, Turniere am Wochenende und unsere große Großfamilie sorgen dafür, dass uns nie langweilig wird. Wir lieben es, unsere Schüler mit unserer Community zu teilen und ihnen zu zeigen, wie sie in Amerika richtig aufblühen können.
Wie laufen die ersten Wochen mit einem neuen Austauschschüler ab? Habt ihr Tipps gegen Heimweh oder um das Gefühl zu vermitteln, willkommen zu sein?
Die ersten Wochen können für alle ganz schön herausfordernd sein. Bei unserer ersten Austauschschülerin haben wir uns sehr intensiv gekümmert, und das werden wir auch dieses Jahr wieder so machen. Schon vor der Ankunft fragen wir offen nach, was den Schülern gegen Heimweh helfen könnte. Dann verbringen wir möglichst viel Zeit zusammen und sorgen für Ablenkung – selbst so kleine Dinge wie gemeinsame Spiele beim Abendessen helfen schon.
Was habt ihr persönlich durchs Gastfamilie-Sein gelernt?
Die wohl größte Erkenntnis aus unserer ersten Erfahrung: Es muss nicht immer nach den eigenen Vorstellungen laufen. Das Leben, Entscheidungen, Erlebnisse – all das passiert einfach, egal wie man es plant. Sich auf eine andere Sicht der Welt einzulassen, verändert einen auf eine wirklich positive Weise.
Gibt es kulturelle Unterschiede, die euch immer wieder überraschen – positiv oder als Herausforderung?
Wir freuen uns riesig darauf, zwei Schüler aus unterschiedlichen Ländern bei uns zu haben und weiterhin kulturelle Unterschiede zu entdecken! Von unserer ersten Schülerin wissen wir schon: Wir lieben den Familienzusammenhalt in Spanien und die Leidenschaft der Spanier fürs gute Essen!
Was war für euch ein besonders schöner oder bewegender Moment mit einer Austauschschülerin?
Uns war von Anfang an klar, dass diese Erfahrung nicht nur uns, sondern auch alle um uns herum verändern würde. Während unsere Schülerin bei uns war, wurde sie von so vielen Menschen ins Herz geschlossen. Jetzt, wo sie wieder zu Hause ist, zeigt sich das erst richtig: Viele Freunde und Menschen aus unserer Community haben nach ihrer Kontaktadresse gefragt, um in Verbindung zu bleiben. Zu wissen, dass wir einen kleinen Teil dazu beitragen konnten, dass sie hier fürs Leben Freunde und Familie gefunden hat, erfüllt uns mit großer Freude. Und einfach zuzusehen, wie unsere Schülerin die kleinen „typisch amerikanischen" Dinge erlebt, wird für uns immer etwas Besonderes bleiben.