Familie Steedley aus Utah
Diese Familie lebt im Norden Utahs und hat bisher eine Austauschschülerin bei sich aufgenommen: Lana aus Deutschland.
Was hat euch dazu bewegt, Gastfamilie zu werden?
Befreundete Familien von uns haben schon 5 oder 6 Austauschschüler aus verschiedenen europäischen Ländern sowie zwei Brüder aus Japan bei sich aufgenommen. Wir haben viel Zeit mit ihnen verbracht und stehen bis heute mit allen in Kontakt.
Wie sah der Alltag mit eurer Austauschschülerin aus?
Das kommt ganz auf die Schülerin an. Es ist auf jeden Fall eine zusätzliche Person, um die man sich kümmern muss – Schule, Aufgaben im Haushalt, Freunde, einfach alles, was zum Teenagerleben dazugehört. Auch ein Esser mehr am Tisch! Im Grunde wird sie einfach Teil der Familie, und wir haben alles getan, damit sie sich auch wirklich so fühlt
Was sind eure liebsten gemeinsamen Aktivitäten?
Wir haben gerne Brettspiele gespielt und zusammen gekocht. Außerdem hatten wir einige tolle gemeinsame Urlaube, unter anderem nach Disneyland, Disney World und Las Vegas. Ich glaube, es hat sehr geholfen, dass wir eine Tochter im gleichen Alter haben.
Wie liefen die ersten Wochen mit einer neuen Austauschschülerin ab?
Die ersten Wochen vergehen wie im Flug. In der ersten Woche waren wir bei der Orientierungsveranstaltung, und wir haben Lana fürs Tanzen angemeldet – etwas, das sie schon zu Hause gerne gemacht hatte. Es war zwar in letzter Minute, aber sie hat es tatsächlich ins Team geschafft. Diese Aktivität hat ihr sehr geholfen, sich einzuleben. Außerdem hatten wir in den ersten Wochen Verwandtschaft zu Besuch, sodass ihr noch mehr Leute zur Seite standen.
Habt ihr Tipps gegen Heimweh oder um das Gefühl zu vermitteln, willkommen und Teil der Familie zu sein?
Mein wichtigster Tipp: gemeinsame Familienzeit. Das kann heißen, die eigenen Werte und Überzeugungen zu teilen, oder auch einfach zusammen Brett- oder Kartenspiele zu spielen. Entscheidend ist außerdem, schon vor der Ankunft mit dem Schüler in Kontakt zu stehen. Findet heraus, wie der Alltag bei seiner Familie zu Hause aussah, und vor allem, was er dort gerne mit seiner Familie unternommen hat.
Gibt es etwas, das ihr persönlich durchs Gastfamilie-Sein gelernt habt?
Es verändert das eigene Leben zum Besseren. Die Schüler werden für immer ein Teil der Familie. Man bringt ihnen so viel bei – und sie einem selbst genauso viel.
Gibt es kulturelle Unterschiede, die euch immer wieder überraschen – positiv oder als Herausforderung?
Eigentlich sind sich die Kulturen ähnlicher, als man denkt – wobei es sicher auch aufs Herkunftsland ankommt. Der größte Unterschied für uns war wohl das Essen. Gemeinsames Kochen hat dabei geholfen, eine echte Verbindung aufzubauen. Sie hat auch Gerichte aus ihrer Heimat gekocht, und das war für uns alle eine schöne, positive Erfahrung.
Was war für euch eine der bewegendsten oder bedeutungsvollsten Erfahrungen mit einer Austauschschülerin?
Bevor Lana wieder nach Hause flog, war ihre Familie zwei Wochen lang bei uns zu Besuch. Wir waren gemeinsam in Las Vegas und haben Nationalparks wie den Grand Canyon und die Arches besucht. Wir hatten so viel Spaß zusammen, und auch ihre Familie ist für uns inzwischen wie ein Teil unserer eigenen Familie geworden.