Weihnachten 2016 beim Schüleraustausch in Ecuador

Pressemitteilung vom 7. Dezember 2016 - 9:00

Weihnachten verbringen die meisten am liebsten im Kreise ihrer Familie. Etliche junge Austauschschüler erfahren dieses Jahr, wie Weihnachten in ihrer zweiten Familie fernab der Heimat gefeiert wird, beispielsweise in Kanada, Neuseeland oder Schweden, mit unbekannten Traditionen und in teilweise völlig anderen klimatischen Verhältnissen.

Die 17jährige Schülerin Clara erlebt, wie selbst Quito, die Hauptstadt Ecuadors, sich bei ihren sommerlichen 22 Grad zu Weihnachten in ein echtes Winter Wonderland verwandelt. Der fehlende Schnee Deutschlands wird kompensiert durch ein Übermaß an Weihnachtsdekoration, dem sich auch der größte Weihnachtsmuffel nicht entziehen könnte.

Bereits im Oktober werden Läden aufgesucht, die sich auf Weihnachten spezialisiert haben, voller Weihnachtsmänner, Weihnachtsbäume, Weihnachtskuscheltieren, Weihnachtskugeln, Kunstschnee oder gar Schneemännern in Lebensgröße für die Vorgärten der Häuser. Somit hat Clara selbst in Ecuador, fernab ihrer Heimat Jena, schon etliche Fotos mit Schneemännern oder in einem bunten Wald voller Weihnachtsbäume in ihre sozialen Netzwerke gepostet. Es ist kaum mehr ein freies Plätzchen im Haus zum Dekorieren zu finden, auch das kleinste Detail wird liebevoll beachtet – bis zum Toilettenpapier.

Dass es sich um künstliche Weihnachtsbäume und keinen echten Schnee handelt, vergisst Clara schnell, wenn sie fröhlich im Auto bei Weihnachtsliedern mitsingt oder ihrem Gastvater zusieht, wie er in einer ungewöhnlichen Position halb auf dem Sessel, halb auf dem Boden sitzend mit geschlossenen Augen tiefenentspannt einer CD mit Weihnachtsmusik zuhört.

Clara hat gelernt, dass ein Schüleraustausch seine Höhen und Tiefen hat und genießt es, trotz der mal schwierigeren Zeiten ihren Traum zu leben und viel von der ecuadorianischen Kultur mitzunehmen sowie ihrer Gastfamilie deutsche Traditionen zu zeigen. Getreu nach dem klassischen Motto des Kulturaustauschs: „Dass ich dieses Jahr keine Weihnachtsplätzchen von Oma essen werde, kann ich verkraften. Und außerdem ist es eine tolle Motivation meiner Familie ein bisschen mehr von meiner Kultur beizubringen. Denn ich backe jetzt jede Woche Weihnachtsplätzchen, natürlich damit sie meine Familie probieren kann - und um ein bisschen Vertrautes herzuholen. Ich muss schon sagen: Ecuadorianische Weihnacht mit Vanillekipferln ist eine tolle Mischung!“